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Azarius

Kratom Wirkung

AZARIUS · How Kratom Actually Works in the Body
Azarius · Kratom Wirkung

Definition

Kratom Wirkung beschreibt das dosisabhängige, biphasische Wirkprofil von Mitragyna speciosa. Niedrige Dosen wirken stimulierend, höhere Dosen verschieben das Bild Richtung Sedierung und Analgesie. Verantwortlich sind die Alkaloide Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin, die als partielle Agonisten am µ-Opioidrezeptor wirken.

Kratom Wirkung beschreibt das dosisabhängige, biphasische Wirkprofil von Mitragyna speciosa — einem tropischen Baum aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae), dessen Alkaloide gleichzeitig an Opioid-, adrenergen und serotonergen Rezeptoren ansetzen. In niedrigen Mengen dominiert Stimulation, in höheren Mengen kippt das Bild Richtung Sedierung und Schmerzlinderung. Dieses Doppelgesicht macht Kratom unter psychoaktiven Pflanzenstoffen zu einer echten Ausnahme — und es lohnt sich, die Pharmakologie dahinter zu verstehen, bevor du eine Dosis abwiegst.

Wie Kratom im Körper wirkt

Die Wirkung von Kratom geht im Wesentlichen auf zwei Alkaloide zurück: Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin. Beide sind partielle Agonisten am µ-Opioidrezeptor — also an denselben Rezeptoren, an denen auch Morphin und Codein andocken. Allerdings verhalten sich Kratomalkaloide in mehreren Punkten anders als klassische Opioide. Kruegel und Bhowmik (2016) zeigten, dass Mitragynin zusätzlich mit adrenergen, serotonergen und dopaminergen Signalwegen interagiert. Genau diese Mehrfachbindung erklärt vermutlich, warum niedrige Dosen stimulierend wirken — ein Effekt, den reine Opioidagonisten nicht erzeugen.

7-Hydroxymitragynin ist im Tiermodell etwa 13-mal potenter als Morphin am µ-Rezeptor (Takayama, 2004), kommt im Rohblatt aber in deutlich geringerer Konzentration vor als Mitragynin — typischerweise unter 2 % des Gesamtalkaloidgehalts gegenüber 60–70 % für Mitragynin.

Das hat konkrete Konsequenzen: Extrakte konzentrieren beide Alkaloide, und das Verhältnis verschiebt sich je nach Extraktionsmethode erheblich. Ein Extrakt, der auf beispielsweise 45 % Mitragynin standardisiert ist, ist pharmakologisch ein anderes Produkt als getrocknetes Blattpulver. Jede Darstellung der Wirkungsweise von Kratom, die diesen Unterschied ignoriert, greift zu kurz.

Stimulierende Wirkung bei niedrigen Dosen

Bis etwa 5 g Blattpulver überwiegen Wachheit, gesteigerte Energie und Geselligkeit. Grundmann (2017) bestätigte dieses Muster in einer Erhebung mit über 8.000 Kratomkonsumenten: Die Befragten verglichen die Wirkung mit starkem Kaffee — was botanisch Sinn ergibt, denn Mitragyna speciosa gehört zur selben Pflanzenfamilie (Rubiaceae) wie Coffea. Einige Anwender berichten bei diesen Dosierungen von verbesserter Konzentration und leichter Stimmungsaufhellung, wobei kontrollierte Studien zu kognitiven Effekten bislang fehlen.

Die stimulierende Phase setzt bei Einnahme auf nüchternen Magen in der Regel innerhalb von 15–30 Minuten ein und kann 60–90 Minuten anhalten — die pharmakokinetische Datenlage ist allerdings dünn. Trakulsrichai et al. (2015) ermittelten in einer kleinen Stichprobe chronischer Anwender eine Halbwertszeit von Mitragynin von rund 23 Stunden. Das lässt sich aber nicht direkt auf die Dauer der spürbaren Wirkung übertragen, und die individuelle Streuung ist groß.

Sedierende und analgetische Wirkung bei höheren Dosen

Oberhalb von etwa 5 g Blattpulver rückt die Opioidrezeptoraktivität in den Vordergrund: Schmerzlinderung, Muskelentspannung und Sedierung dominieren das Wirkbild. Laut Veltri und Grundmann (2019) nannten Befragte in einer Erhebung mit über 2.700 Teilnehmern selbstberichtete analgetische Effekte als einen der häufigsten Gründe für die Einnahme — viele beschrieben Kratom als Alternative zu verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln. Forschungsergebnisse deuten auf analgetische Eigenschaften hin, die sich aus der Rezeptorpharmakologie ableiten lassen (Kruegel et al., 2016), doch große klinische Studien, die Wirksamkeit und Sicherheit für die Schmerzbehandlung bestätigen, stehen noch aus. Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht führt Kratom als Substanz von Interesse und betont den Bedarf an weiterer klinischer Untersuchung — sowohl hinsichtlich des therapeutischen Potenzials als auch des Risikoprofils.

Bei hohen Dosen — ab etwa 8 g Blattpulver oder proportional weniger bei Extrakten — berichten manche Anwender von ausgeprägter Sedierung, Übelkeit, Schwindel und verengten Pupillen. Übelkeit ist vermutlich die häufigste unangenehme Begleiterscheinung und funktioniert als eine Art körpereigene Obergrenze: Dein Organismus signalisiert, dass die aufgenommene Menge über dem liegt, was er problemlos verarbeiten kann.

Extrakte verschieben die Dosis-Wirkungs-Kurve erheblich

Ein konzentrierter Kratomextrakt liefert pro Gramm mehr Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin als reines Blattpulver — und verändert damit die Dosis-Wirkungs-Beziehung grundlegend. Ob Harz, Tinktur oder angereichertes Pulver: Solche Produkte verschieben das Alkaloidverhältnis, komprimieren die Dosis-Wirkungs-Kurve und erhöhen das Risiko für unerwünschte Effekte, Toleranzentwicklung und Abhängigkeit. Ein Produkt mit der Bezeichnung „50x" oder „Vollspektrumextrakt" ist nicht einfach „stärkeres Kratom" — es ist pharmakologisch ein anderes Produkt.

Die in Erhebungen genannten Dosisangaben (Grundmann, 2017; Veltri & Grundmann, 2019) beziehen sich ganz überwiegend auf Blattpulver. Wer diese Grammangaben auf einen Extrakt überträgt, riskiert einen sehr unangenehmen Nachmittag. Bei Extrakten liegt die wirksame Dosis in Gramm deutlich niedriger, und der Spielraum zwischen erwünschter Wirkung und Übelkeit oder übermäßiger Sedierung schrumpft beträchtlich.

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Die heftigsten Reaktionen, von denen wir hören — stundenlanger Schwindel, bleierne Übelkeit, das Gefühl, am Sofa festgenagelt zu sein — gehen fast immer darauf zurück, dass jemand einen Extrakt wie Blattpulver dosiert hat. Zwei Gramm eines konzentrierten Extrakts sind nicht zwei Gramm Blatt. Dieser Unterschied geht erstaunlich oft unter.

Venenfarben und „Sorten" ohne belastbare pharmakologische Grundlage

Die kommerziellen Unterscheidungen zwischen roten, weißen und grünen Kratomsorten halten einer Alkaloidanalyse kaum stand. Das Vokabular ist allgegenwärtig — Red Vein für Entspannung, White Vein für Energie, Green Vein als Mittelweg — aber Griffin et al. (2020) fanden in einer Analyse kommerziell vertriebener Produkte erhebliche Schwankungen im Alkaloidgehalt innerhalb der als „Sorten" bezeichneten Kategorien. Die Überlappung zwischen den Gruppen war so groß, dass saubere pharmakologische Trennlinien nicht haltbar sind. Der Alkaloidgehalt variiert zwischen Chargen, Trocknungsmethoden, Erntezeiten und einzelnen Bäumen weitaus stärker als zwischen Venenfarbkategorien. Einige Anwender beschreiben konsistente subjektive Unterschiede zwischen verschiedenen Venenfarbprodukten, doch kontrollierte Daten, die diese Einteilungen als pharmakologisch aussagekräftig stützen, liegen derzeit nicht vor.

Toleranz entwickelt sich bei täglichem Gebrauch rasch

Toleranz gegenüber Kratom kann sich bereits innerhalb einer Woche täglicher Einnahme einstellen — konsistent mit dem Wirkmechanismus als partieller µ-Opioidagonist (Singh et al., 2014). Der Rezeptor reguliert als Reaktion auf wiederholte Stimulation herunter, und Anwender stellen fest, dass sie für dieselbe Wirkung mehr benötigen. Dieses Eskalationsmuster ist sowohl in der klinischen Literatur als auch in Nutzerbefragungen gut dokumentiert.

Für tägliche Hochdosisanwender existiert ein anerkanntes Entzugssyndrom. Singh et al. (2014) dokumentierten Symptome wie Reizbarkeit, Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, laufende Nase und Stimmungsschwankungen — ein Profil, das sich mit mildem Opioidentzug überschneidet. Ob moderate oder gelegentliche Anwender eine klinisch relevante Abhängigkeit entwickeln, ist weniger klar; die Evidenz ist uneinheitlich, und die meisten Fallberichte betreffen täglichen Hochdosisgebrauch über längere Zeiträume. Langzeitsicherheitsdaten über einige Jahre chronischer täglicher Einnahme hinaus sind rar.

Übelkeit, Verstopfung und Leberrisiko als zentrale Sicherheitsaspekte

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei jeder Kratom-Dosierung sind Übelkeit, Verstopfung, Mundtrockenheit und Schwindel (Swogger et al., 2015). Bei höheren Dosen kommen Sedierung, Schwitzen und Juckreiz hinzu.

Hepatotoxizität wurde in Fallstudien beschrieben — Leberschädigungen im Zusammenhang mit Kratomkonsum, teilweise schwer genug, um eine Hospitalisierung zu erfordern. Allerdings ist der Mechanismus noch Gegenstand der Forschung, die Inzidenz auf Bevölkerungsebene unklar, und viele Fallberichte betreffen Mischkonsum oder vorbestehende Erkrankungen, die die Zuordnung erschweren (Overbeek et al., 2019). Die European drug monitoring bodies (2021) zählt Hepatotoxizität zu den unerwünschten Wirkungen, die weiterer Untersuchung bedürfen. Das Risiko scheint real zu sein, lässt sich mit den vorhandenen Daten aber schwer quantifizieren.

Kratom sollte nicht mit anderen Opioiden, Benzodiazepinen, Alkohol oder MAO-Hemmern kombiniert werden. Es hemmt die Enzyme CYP2D6 und CYP3A4, was den Metabolismus einer breiten Palette von Medikamenten verändern kann — darunter gängige Antidepressiva wie Fluoxetin und Paroxetin sowie Antibiotika wie Clarithromycin. Schwangerschaft, Stillzeit, vorbestehende Lebererkrankungen und eine persönliche oder familiäre Vorgeschichte mit Substanzgebrauchsstörungen gelten als Kontraindikationen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) weist in diesem Zusammenhang ebenfalls auf die Risiken von Mischkonsum mit zentral dämpfenden Substanzen hin.

Kratom zwischen Stimulans und Sedativum im Wirkprofil

Kratom nimmt eine ungewöhnliche Mittelstellung zwischen stimulierenden und sedierenden Pflanzenstoffen ein. Bei niedriger Dosierung ähnelt die Wirkung einer starken Tasse Kaffee oder einem milden Kanna-Effekt — wach, gesellig, mit leichter Stimmungsaufhellung. Bei höherer Dosierung erinnern Sedierung und Schmerzlinderung eher an eine potente Baldrian- oder Kavazubereitung, wobei der Mechanismus grundverschieden ist. Kava wirkt primär über GABA-Rezeptoren, Kratom-Sedierung ist opioidvermittelt. Dieser Unterschied ist sicherheitsrelevant: Die Kombination von Kratom mit anderen GABAergen Substanzen wie Alkohol oder Benzodiazepinen birgt ein kumulatives Risiko für Atemdepression, das Kava allein nicht mit sich bringt.

Wer gelegentlich nach dem Unterschied zwischen Kratom und Kava fragt, bekommt von uns eine klare Antwort: Die Entspannung durch Kava fühlt sich muskulär und kopfklar an. Kratom-Sedierung in höheren Dosen wirkt schwerer, stärker analgetisch und bringt ein Abhängigkeitsrisiko mit, das Kava schlicht nicht hat. Zwei verschiedene Werkzeuge für zwei verschiedene Situationen.

Kratom Wirkung nach Dosis bei Blattpulver

Die folgende Tabelle fasst das dosisabhängige Wirkprofil zusammen, gestützt auf verfügbare Erhebungs- und Pharmakokinetikdaten.

Dosisbereich (Blattpulver) Dominantes Wirkprofil Übliche Wirkdauer Zentrale Risiken
1–3 g Leichte Stimulation, Wachheit, Geselligkeit 1–2 Stunden (begrenzte Datenlage) Übelkeit bei empfindlichen Personen
3–5 g Stimulation mit Übergang zu leichter Analgesie 2–4 Stunden (begrenzte Datenlage) Übelkeit, Schwindel
5–8 g Sedierung, Analgesie, Muskelentspannung 3–5 Stunden (begrenzte Datenlage) Starke Sedierung, Übelkeit, Verstopfung
Über 8 g Ausgeprägte Sedierung, starke opioidähnliche Wirkung 4–6 Stunden (begrenzte Datenlage) Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, „Wobbles"; Dosen über 8 g wurden in publizierten Erhebungsdaten kaum erfasst

Angaben zu Wirkdauer und Wirkungseintritt stammen aus Studien mit kleinen Stichproben und Nutzerbefragungen (Trakulsrichai et al., 2015; Grundmann, 2017). Die individuelle Schwankungsbreite ist erheblich. Diese Werte gelten ausschließlich für Blattpulver — Extraktdosen liegen deutlich niedriger und sind mit den obigen Bereichen nicht austauschbar.

Erhebliche Lücken in der Forschung zur Kratom Wirkung

Die Forschungslage zu Kratom weist Lücken auf, die eine ehrliche Benennung verdienen. Große randomisierte kontrollierte Studien wurden bisher für keine Indikation abgeschlossen. Langzeitsicherheitsdaten jenseits von Beobachtungserhebungen sind rar. Die Wechselwirkung zwischen Kratomalkaloiden und bestimmten Medikamenten wird überwiegend aus In-vitro-Enzymhemmungsstudien abgeleitet, nicht aus klinischen Pharmakokinetikstudien. Und die subjektive Variabilität zwischen Chargen — selbst vom selben Lieferanten — bedeutet, dass die Erfahrung mit einem Produkt die nächste nicht zuverlässig vorhersagt.

Ob sich konsistente Wirkungen zwischen Chargen garantieren lassen? Nein — und wer etwas anderes behauptet, vereinfacht. Der Alkaloidgehalt schwankt natürlicherweise, und selbst laborgeprüfte Produkte zeigen Unterschiede von Charge zu Charge. Das gehört zur Realität eines pflanzlichen Rohstoffs im Unterschied zu einem pharmazeutischen Produkt.

Referenzen

  • European drug monitoring bodies (2021). Kratom (Mitragyna speciosa) drug profile. European drug monitoring bodies.
  • Griffin, O.H. et al. (2020). Alkaloid content of commercially available Mitragyna speciosa products. Drug and Alcohol Dependence, 216, 108271.
  • Grundmann, O. (2017). Patterns of kratom use and health impact in the US — results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence, 176, 63–70.
  • Kruegel, A.C. & Bhowmik, S. (2016). Synthetic and receptor signaling explorations of the Mitragyna alkaloids. Journal of the American Chemical Society, 138(21), 6754–6764.
  • Overbeek, D.L. et al. (2019). Kratom (mitragynine) liver injury: a case series and clinical implications. Journal of Clinical Gastroenterology, 53(7), e305–e309.
  • Singh, D. et al. (2014). Traditional and non-traditional uses of mitragynine (kratom): a survey of the literature. Brain Research Bulletin, 126, 41–46.
  • Swogger, M.T. et al. (2015). Experiences of kratom users: a qualitative analysis. Journal of Psychoactive Drugs, 47(5), 360–367.
  • Takayama, H. (2004). Chemistry and pharmacology of analgesic indole alkaloids from the rubiaceous plant, Mitragyna speciosa. Chemical and Pharmaceutical Bulletin, 52(8), 916–928.
  • Trakulsrichai, S. et al. (2015). Pharmacokinetics of mitragynine in man. Drug Design, Development and Therapy, 9, 2421–2429.
  • Veltri, C. & Grundmann, O. (2019). Current perspectives on the impact of kratom use. Substance Abuse and Rehabilitation, 10, 23–31.
  • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Informationen zu Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS).

Zuletzt aktualisiert: April 2026

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Häufig gestellte Fragen

Ab welcher Dosis wirkt Kratom sedierend statt stimulierend?
Der Übergang von Stimulation zu Sedierung liegt bei Blattpulver bei etwa 5 g. Unterhalb dieser Schwelle dominieren Wachheit und Energie, darüber zunehmend Schmerzlinderung und Sedierung. Individuelle Schwankungen sind allerdings erheblich, und bei Extrakten liegen die wirksamen Dosen deutlich niedriger.
Sind rote, weiße und grüne Kratomsorten pharmakologisch unterschiedlich?
Die Datenlage stützt diese Einteilung kaum. Griffin et al. (2020) fanden bei kommerziell erhältlichen Produkten erhebliche Überlappungen im Alkaloidgehalt zwischen den Farbkategorien. Trocknungsmethode, Erntezeitpunkt und individueller Baum beeinflussen den Alkaloidgehalt stärker als die Venenfarbe.
Wie schnell entwickelt sich Toleranz gegenüber Kratom?
Toleranz kann sich bereits nach etwa einer Woche täglicher Einnahme einstellen (Singh et al., 2014). Der µ-Opioidrezeptor reguliert bei wiederholter Stimulation herunter, sodass für dieselbe Wirkung höhere Dosen nötig werden. Die meisten dokumentierten Fälle von Abhängigkeit betreffen täglichen Hochdosisgebrauch über längere Zeiträume.
Warum sind Extraktdosen nicht mit Blattpulverdosen vergleichbar?
Extrakte konzentrieren Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin, verschieben das Alkaloidverhältnis und komprimieren die Dosis-Wirkungs-Kurve. Die in Studien genannten Grammangaben beziehen sich fast ausschließlich auf Blattpulver. Wer diese Werte auf einen Extrakt überträgt, riskiert Übelkeit und übermäßige Sedierung.
Welche Medikamente sollten nicht mit Kratom kombiniert werden?
Kratom hemmt die Enzyme CYP2D6 und CYP3A4 und kann dadurch den Abbau vieler Medikamente verändern — darunter Antidepressiva wie Fluoxetin und Paroxetin sowie Antibiotika wie Clarithromycin. Die Kombination mit Opioiden, Benzodiazepinen, Alkohol oder MAO-Hemmern birgt ein erhöhtes Risiko für Atemdepression.
Ist Kratom mit Kava vergleichbar?
Nur oberflächlich. Kava wirkt primär über GABA-Rezeptoren und erzeugt eine muskuläre, kopfklare Entspannung. Kratom-Sedierung ist opioidvermittelt, fühlt sich schwerer und analgetischer an und bringt ein Abhängigkeitsrisiko mit, das Kava nicht hat. Die Kombination von Kratom mit GABAergen Substanzen birgt zudem ein kumulatives Atemdepressionsrisiko.
Wie schnell wirkt Kratom nach der Einnahme?
Auf nüchternen Magen setzen die stimulierenden Effekte von Kratom-Blattpulver typischerweise innerhalb von 15–30 Minuten ein. Bei Einnahme mit Nahrung kann sich der Wirkungseintritt auf 45–60 Minuten verzögern, da die Absorption verlangsamt wird. Die Spitzenwirkung wird meist nach 1–2 Stunden erreicht. Individuelle Faktoren wie Körpergewicht, Stoffwechsel und Mageninhalt beeinflussen das Timing. Extrakte können aufgrund höherer Alkaloidkonzentrationen ein leicht abweichendes Wirkprofil zeigen.
Was ist der Unterschied zwischen Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin?
Beide sind partielle Mu-Opioidrezeptor-Agonisten in Mitragyna speciosa, unterscheiden sich jedoch in Potenz und Konzentration. Mitragynin macht 60–70% des Gesamtalkaloidgehalts aus und interagiert zusätzlich mit adrenergen und serotonergen Signalwegen, was die stimulierenden Effekte erklärt. 7-Hydroxymitragynin ist etwa 13-mal potenter am Mu-Rezeptor (Takayama, 2004), kommt aber mit unter 2% im Blatt vor. Extrakte, die 7-Hydroxymitragynin konzentrieren, erzeugen daher stärkere sedierende und analgetische Wirkungen als rohes Blattpulver.
Warum löst Kratom manchmal Übelkeit oder Magenbeschwerden aus?
In Kratom stecken Alkaloide, die die Magenbewegung verlangsamen und die sogenannte Chemorezeptor-Triggerzone im Gehirn reizen können – das führt gerade bei höheren Dosierungen oder auf nüchternen Magen häufig zu Übelkeit. Einsteiger und Menschen, die empfindlich auf bittere Pflanzenstoffe reagieren, bemerken solche Magenreaktionen oft besonders deutlich. Wer die Menge reduziert, ausreichend trinkt und etwas dazu isst, kann Verdauungsbeschwerden meist gut vorbeugen.
Wie schnell setzt die Wirkung von Kratom nach der Einnahme ein?
Bei Kratompulver oder Tee auf leeren Magen spürt man die ersten Effekte meist schon nach 15 bis 30 Minuten, der Höhepunkt wird etwa nach 1 bis 1,5 Stunden erreicht. Kapseln wirken etwas verzögert, da sich die Gelatinehülle zunächst auflösen muss, bevor die Aufnahme beginnt. Eine große Mahlzeit kurz vorher verlangsamt die Magenentleerung und kann den Wirkungseintritt ebenfalls hinauszögern.

Über diesen Artikel

Adam Parsons ist ein erfahrener Cannabis-Autor, Redakteur und Schriftsteller mit langjähriger Mitarbeit an Fachpublikationen in diesem Bereich. Seine Arbeit umfasst CBD, Psychedelika, Ethnobotanika und verwandte Themen.

Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Adam Parsons geprüft, External contributor. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.

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Zuletzt geprüft am 24. April 2026

References

  1. [1]Griffin, O.H. et al. (2020). Alkaloid content of commercially available Mitragyna speciosa products. Drug and Alcohol Dependence , 216, 108271.
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  3. [3]Kruegel, A.C., Gassaway, M.M., Kapoor, A., et al. (2016). Synthetic and receptor signaling explorations of the Mitragyna alkaloids. Journal of the American Chemical Society , 138(21), 6754–6764. DOI: 10.1021/jacs.6b00360
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  7. [7]Takayama, H. (2004). Chemistry and pharmacology of analgesic indole alkaloids from the rubiaceous plant, Mitragyna speciosa. Chemical and Pharmaceutical Bulletin , 52(8), 916–928. DOI: 10.1248/cpb.52.916
  8. [8]Trakulsrichai, S. et al. (2015). Pharmacokinetics of mitragynine in man. Drug Design, Development and Therapy , 9, 2421–2429.
  9. [9]Veltri, C. & Grundmann, O. (2019). Current perspectives on the impact of kratom use. Substance Abuse and Rehabilitation , 10, 23–31. DOI: 10.2147/sar.s164261

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