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Azarius

Kratom Pulver vs. Extrakte

AZARIUS · Head-to-Head Comparison
Azarius · Kratom Pulver vs. Extrakte

Definition

Kratom Pulver ist getrocknetes, gemahlenes Blattmaterial von Mitragyna speciosa mit dem vollständigen Spektrum von über 40 Alkaloiden in natürlichen Verhältnissen. Kratom-Extrakte sind konzentrierte Zubereitungen, die bestimmte Alkaloide — vor allem Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin — gezielt anreichern und dadurch pharmakologisch anders wirken als das Ausgangsmaterial (Prozialeck et al., 2012).

Gemahlenes Kratomblatt ist getrocknetes, fein gemahlenes Blattmaterial von Mitragyna speciosa, das das vollständige Spektrum von über 40 Alkaloiden in ihren natürlichen Verhältnissen enthält. Kratom-Extrakte sind konzentrierte Zubereitungen — hergestellt durch Wasser-, Ethanol- oder Säure-Base-Extraktion — die bestimmte Alkaloide, vor allem Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin, gezielt anreichern. Der Unterschied zwischen dem reinen Blattpulver und Extrakten geht weit über „stark vs. stärker" hinaus: Es handelt sich um pharmakologisch unterschiedliche Produkte, die jeweils eigene Herangehensweisen an Dosierung, Einnahmefrequenz und Risikobewusstsein erfordern (Prozialeck et al., 2012).

Vergleich im Überblick

Gemahlene Kratomblätter und Extrakte unterscheiden sich in praktisch jeder Dimension, die für den Gebrauch relevant ist — Alkaloidgehalt, Dosierpräzision, Toleranzentwicklung und Sicherheitsspielraum. Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Unterschiede zusammen.

Dimension Blattpulver Extrakt
Was es ist Getrocknete, gemahlene M. speciosa-Blätter Konzentrierte Alkaloidzubereitung (flüssig, Harz oder Pulver)
Mitragynin-Gehalt (typisch) 1–1,5 % des Trockengewichts (Prozialeck et al., 2012) Variabel; häufig 2–5× der Blattkonzentration, manche Produkte deutlich höher
7-Hydroxymitragynin-Gehalt Spurenmengen — in der Regel unter 0,05 % (Kruegel & Bhowmik, 2016) Oft überproportional zum Mitragynin angereichert
Alkaloidprofil Vollspektrum: Mitragynin, Paynanthein, Speciogynin und 30+ weitere Eingeengter; Extraktion bevorzugt je nach Lösungsmittel bestimmte Alkaloide
Dosierpräzision Mittel — per Grammwaage messbar Schwierig — Konzentration schwankt zwischen Produkten und Chargen
Toleranzentwicklung Tritt bei täglichem Gebrauch auf Schneller; höhere Alkaloidlast pro Dosis beschleunigt die Rezeptoranpassung
Entzugsrisiko Vorhanden bei regelmäßigem täglichem Gebrauch (Singh et al., 2014) Erhöht — höhere Alkaloidaufnahme pro Sitzung verstärkt das Abhängigkeitsrisiko
Traditionelle Verwendung Jahrhundertelange Nutzung in Südostasien (gekautes Blatt, aufgebrühter Tee) Keine traditionelle Grundlage — modernes kommerzielles Produkt
Kosten pro Dosis Niedriger Höher pro Gewichtseinheit, allerdings weniger Material pro Dosis nötig
Risikoprofil Niedrigere Obergrenze für Alkaloidaufnahme pro Sitzung Deutlich höhere Obergrenze; leichteres Überschreiten der beabsichtigten Dosis

Was Blattpulver tatsächlich ist

Das gemahlene Blattmaterial ist die schlichteste kommerziell verfügbare Darreichungsform: ganze Blätter des Mitragyna speciosa-Baums, getrocknet und zu feinem Pulver vermahlen. Der Alkaloidgehalt variiert je nach Anbauregion, Erntezeitpunkt und Trocknungsverfahren, doch Mitragynin macht in der Regel 1–1,5 % des Trockengewichts aus, während 7-Hydroxymitragynin nur in Spuren vorliegt — üblicherweise unter 0,05 % (Prozialeck et al., 2012). Den Rest der Alkaloidfraktion bilden unter anderem Paynanthein, Speciogynin und Speciociliatin. Welchen Beitrag diese Nebenalkaloide zum Gesamtwirkprofil leisten, ist in kontrollierten Humanstudien kaum untersucht, obwohl einige Forschungsgruppen eine modulierende Wirkung auf die Hauptalkaloide postuliert haben (Kruegel & Grundmann, 2018).

Blattpulver steht der traditionellen südostasiatischen Anwendung am nächsten, bei der frische Blätter gekaut oder als Tee aufgebrüht werden. Querschnittsdaten von Grundmann (2017) — einer der größeren Erhebungen unter westlichen Kratomkonsumenten — zeigten, dass die Mehrheit der Befragten Blattpulver verwendete, mit Einzeldosen typischerweise zwischen 1 und 8 Gramm. Diese Spanne ist breit und spiegelt echte Variabilität in individueller Reaktion, Produktstärke und Toleranzstatus wider.

Der praktische Vorteil von gemahlenem Kratomblatt gegenüber Extrakten liegt in seiner relativen Berechenbarkeit. Ein Gramm Blattpulver aus gleichbleibender Quelle enthält eine annähernd gleichbleibende Menge Mitragynin. Du kannst es auf einer Küchenwaage abwiegen und in kleinen Schritten nach oben titrieren. Die Obergrenze für die Alkaloidaufnahme pro Sitzung ist naturgemäß niedriger, weil du physisch mehrere Gramm Pflanzenmaterial zu dir nehmen musst — eine eingebaute Bremse, die Extrakte vollständig beseitigen. Die EMCDDA hat die wachsende Präsenz von Kratom auf europäischen Märkten dokumentiert (EMCDDA, 2021), was das Verständnis verschiedener Produktformen für Konsumenten zunehmend relevant macht.

Was Extrakte sind — und wie sie sich unterscheiden

Kratom-Extrakte sind konzentrierte Alkaloidpräparate, die sowohl die Potenz als auch das Alkaloidverhältnis des Ausgangsmaterials verändern. Hergestellt werden sie, indem Blattmaterial in einem Lösungsmittel gelöst, Pflanzenfasern abfiltriert und das Ergebnis eingedampft wird. Gängige Lösungsmittel sind Wasser, Ethanol oder eine Säurelösung; das Endprodukt kann ein dickflüssiges Harz, eine Tinktur oder ein getrocknetes, nachkonzentriertes Pulver sein. Manche kommerziellen Extrakte tragen Multiplikatoren auf dem Etikett — „10x", „50x" — doch diese Zahlen führen häufig in die Irre. Ein „10x"-Label bedeutet in der Regel, dass 10 Gramm Blatt zu 1 Gramm Extrakt verarbeitet wurden, nicht, dass das Produkt zehnmal so stark wirkt. Die tatsächliche Alkaloidkonzentration hängt ausschließlich vom Extraktionsverfahren und davon ab, welche Verbindungen das Lösungsmittel herausgelöst hat.

Der entscheidende pharmakologische Punkt: Extraktion skaliert nicht alles proportional nach oben. Abhängig von Lösungsmittel und pH-Bedingungen kann 7-Hydroxymitragynin überproportional zum Mitragynin angereichert werden (Kruegel & Bhowmik, 2016). Das ist deshalb relevant, weil 7-Hydroxymitragynin an Mu-Opioidrezeptoren etwa die 13-fache Potenz von Mitragynin besitzt (Takayama, 2004). Schon eine geringe Verschiebung im Verhältnis dieser beiden Alkaloide verändert den pharmakologischen Charakter des Produkts spürbar. Ein Extrakt ist nicht einfach „konzentriertes Blatt" — es kann eine funktionell andere Zubereitung sein.

Einige Extrakte durchlaufen zudem halbsynthetische Modifikation: Hersteller wandeln Mitragynin durch Oxidation in 7-Hydroxymitragynin um. Das ist ein grundlegend anderes Produkt als schlichtes Blattpulver und sollte entsprechend behandelt werden — obwohl die Kennzeichnung diesen Unterschied selten deutlich macht.

Toleranz, Abhängigkeit und das Eskalationsproblem

Extrakte beschleunigen die Kratom-Toleranzentwicklung erheblich im Vergleich zu Blattpulver. Toleranz gegenüber Kratom entsteht bei aufeinanderfolgender täglicher Einnahme unabhängig von der Darreichungsform, doch der Mechanismus entspricht dem anderer Mu-Opioidrezeptor-Agonisten: Wiederholte Stimulation führt zu Rezeptor-Downregulation und Desensibilisierung (Singh et al., 2014; Swogger et al., 2015).

Bei pulverförmigem Kratomblatt äußert sich Toleranz typischerweise als allmählich steigender Bedarf an höheren Grammmengen. Da die Alkaloidkonzentration pro Gramm relativ niedrig ist, hat die Eskalation einen natürlichen Reibungspunkt — 15 oder 20 Gramm in einer Sitzung zu konsumieren ist körperlich unangenehm (Übelkeit, Magenbeschwerden), was die Aufnahme bei den meisten Menschen von selbst begrenzt.

Extrakte beseitigen diese Reibung. Eine kleine Kapsel oder wenige Tropfen Tinktur können das Alkaloidäquivalent vieler Gramm Blattmaterial liefern. Wenn sich Toleranz entwickelt — und das wird sie bei täglichem Gebrauch — ist der Weg des geringsten Widerstands schlicht, mehr Extrakt zu nehmen. Es gibt keinen vollen Magen voller Pflanzenmasse, der dir signalisiert aufzuhören. Das ist der zentrale Mechanismus, über den Extrakte den Toleranz-Abhängigkeits-Kreislauf beschleunigen. Erhebungsdaten zeigen konsistent, dass Nutzer, die von gemahlenem Blattmaterial auf Extrakte umsteigen, schnellere Toleranzentwicklung und ausgeprägtere Entzugssymptome berichten (Grundmann, 2017).

Das beschriebene Entzugssyndrom bei Kratom umfasst Reizbarkeit, Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, Übelkeit und emotionale Instabilität (Singh et al., 2014). Die Schwere korreliert mit Dosis und Dauer des Gebrauchs. Höhere tägliche Alkaloidaufnahme — die Extrakte trivial einfach machen — sagt schlechtere Entzugsverläufe voraus.

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Das Muster bei Kratom-Problemen wiederholt sich auffällig: Umstieg von Pulver auf Extrakt, das Pulver wirkt danach nicht mehr in der gewohnten Dosis, also wird weiter gesteigert. Wer beim Blattpulver bleibt und sich auf wenige Tage pro Woche beschränkt, gerät so gut wie nie in diese Spirale.

Dosierung: Nicht austauschbar

Es gibt keine verlässliche Dosisäquivalenz zwischen gemahlenem Kratom und Extrakten — sie lassen sich nicht ineinander umrechnen. Das klingt banal, doch die fehlende standardisierte Kennzeichnung bei Extraktprodukten macht dies zu einer echten Quelle versehentlicher Überdosierung.

Für Kratom Blattpulver berichtete die Querschnittserhebung von Grundmann (2017) eine mediane Einzeldosis von etwa 3–5 Gramm bei regelmäßigen Nutzern, wobei Neulinge in der Studie häufig bei 1–2 Gramm begannen. Veltri & Grundmann (2019) beobachteten ähnliche Bereiche in einer Folgeanalyse. Diese Zahlen stammen aus Selbstberichten mit allen damit verbundenen Einschränkungen — die tatsächliche Alkaloidaufnahme variiert je nach Produkt — bieten aber einen groben Orientierungsrahmen.

Für Extrakte existieren keine vergleichbaren populationsbasierten Dosierungsdaten. Die Konzentration schwankt so stark zwischen Produkten, dass eine „Dosis" eines Extrakts keinerlei Bezug zu einer „Dosis" eines anderen hat. Ein 2x-Extrakt und ein 50x-Extrakt sind nicht dasselbe, und selbst zwei Produkte mit der Bezeichnung „10x" von verschiedenen Herstellern können dramatisch unterschiedliche Alkaloidgehalte aufweisen. Der einzig verantwortungsvolle Ansatz besteht darin, jedes neue Extraktprodukt als unbekannte Größe zu behandeln und mit der kleinsten messbaren Menge zu beginnen — wobei selbst das ohne ein Analysezertifikat mit spezifischen Alkaloidkonzentrationen unsicher bleibt.

Diese Dosierungsundurchsichtigkeit ist eines der stärksten praktischen Argumente für das gemahlene Blattmaterial gegenüber Extrakten, besonders für Personen ohne umfangreiche Erfahrung.

Sicherheitsaspekte

Extrakte weisen ein messbar höheres Risikoprofil auf als Blattpulver — bedingt durch die größere Alkaloidlast pro Dosis und die reduzierte Dosierpräzision. Beide Formen tragen bei regelmäßigem Gebrauch Risiken, doch der Fehlerspielraum unterscheidet sich erheblich.

Fallberichte zu Hepatotoxizität unter Kratomgebrauch existieren, wobei der Mechanismus weiterhin untersucht wird und die Inzidenz auf Bevölkerungsebene unklar bleibt (Schimmel & Dart, 2020). Ob Extrakte ein überproportionales Hepatotoxizitätsrisiko im Vergleich zu Blattpulver tragen, wurde nicht direkt untersucht, doch höhere Alkaloidlasten pro Sitzung sind ein plausibler Risikoverstärker. Auch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat in ihren Informationsmaterialien auf die unzureichende Datenlage zu Langzeitrisiken von Kratom hingewiesen.

Kratom-Alkaloide hemmen in vitro die Enzyme CYP2D6 und CYP3A4 (Hanapi et al., 2013), was Arzneimittelwechselwirkungen bei beiden Formen zu einer realen Sorge macht. Extrakte, die höhere Alkaloidkonzentrationen liefern, können eine stärkere Enzymhemmung pro Dosis bewirken. Die EMCDDA-Risikobewertung zu Kratom hat die Schwierigkeit betont, sichere Gebrauchsschwellen angesichts der Variabilität kommerzieller Produkte festzulegen (EMCDDA, 2021) — ein Bedenken, das für Extrakte in doppeltem Maße gilt.

Kontraindikationen gelten gleichermaßen für beide Formen: gleichzeitige Einnahme anderer Opioide, Benzodiazepine, Alkohol, MAO-Hemmer, CYP3A4-Inhibitoren (Ketoconazol, Clarithromycin, Grapefruitsaft), CYP2D6-Inhibitoren (Fluoxetin, Paroxetin, Bupropion), vorbestehende Lebererkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit sowie persönliche oder familiäre Vorgeschichte von Substanzgebrauchsstörungen.

Langfristige kontrollierte Studien, die Gesundheitsoutcomes zwischen regelmäßigen Blattpulver- und Extraktnutzern vergleichen, existieren nicht. Die klinische Literatur besteht fast ausschließlich aus Fallberichten und Querschnittserhebungen. Risikomuster lassen sich identifizieren, doch das Lebenszeit-Risiko lässt sich mit keiner Präzision quantifizieren.

Wer nutzt was und warum

Die Mehrheit der Kratomkonsumenten bevorzugt Blattpulver gegenüber Extrakten. Grundmann (2017) stellte fest, dass es unter westlichen Nutzern mit großem Abstand die dominierende Darreichungsform war. Manche Nutzer beschreiben eine Vorliebe für das gemahlene Blattmaterial wegen seines breiteren, graduelleren Wirkprofils — anekdotisch dem Vollspektrum der Alkaloide zugeschrieben, obwohl kontrollierte Evidenz für einen „Entourage-Effekt" bei Kratom dünn ist. Andere greifen zu Extrakten aus Bequemlichkeit oder weil Toleranz gegenüber Blattpulver ihre gewohnte Dosis wirkungslos gemacht hat.

Dieser zweite Grund — toleranzgetriebene Migration zu Extrakten — verdient es, als Warnsignal markiert zu werden, nicht als neutrale Präferenz. Wenn das herkömmliche Blattpulver keine spürbaren Effekte mehr zeigt, ist die Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Toleranzpause, kein stärkeres Produkt. An diesem Punkt zu Extrakten zu eskalieren, ist das pharmakologische Äquivalent von Verdoppeln statt Zurücktreten.

Das Sorte-und-Aderfarben-Vokabular (Rot, Grün, Weiß, Bali, Maeng Da usw.), das das kommerzielle Kratommarketing dominiert, gilt für Pulver wie Extrakte gleichermaßen, doch die Evidenzbasis für pharmakologisch bedeutsame Unterschiede zwischen diesen Kategorien ist schwach. Behandle Aderfarbe als kommerzielle Beschreibung, nicht als verlässlichen Prädiktor für Alkaloidprofil oder Wirkung.

Wahl zwischen den Formen

Erfahrungsniveau ist der mit Abstand wichtigste Faktor bei der Entscheidung zwischen gemahlenem Blattmaterial und Extrakten. Wer noch keine Erfahrung hat, sollte ausschließlich mit Blattpulver beginnen — die Dosierung ist fehlerverzeihender und der Spielraum für Fehleinschätzungen breiter. Erfahrene Nutzer, die ihre Toleranzbasislinie kennen, können Extrakte gelegentlich verwenden, doch täglicher Extraktgebrauch ist in den Erhebungsdaten der stärkste einzelne Prädiktor für problematische Eskalation.

AZARIUS · Wahl zwischen den Formen
AZARIUS · Wahl zwischen den Formen

Unabhängig von der Darreichungsform: Priorisiere Anbieter, die Analysezertifikate mit chargenspezifischen Alkaloidprozentsätzen bereitstellen. Das ist die einzige Möglichkeit, informierte Dosierungsentscheidungen zu treffen — besonders bei Extrakten.

Fazit

Das gemahlene Blatt ist nach jeder verfügbaren Messgröße die risikoärmere Form — niedrigere Alkaloidlast pro Dosis, berechenbarere Dosierung, eine natürliche Obergrenze der Aufnahme, langsamere Toleranzentwicklung und Jahrhunderte traditioneller Nutzung als Kontext. Extrakte bieten Konzentration und Bequemlichkeit, aber auf Kosten von Dosierpräzision, schnellerer Toleranzeskalation, erhöhtem Abhängigkeitsrisiko und ohne traditionellen Bezugsrahmen für sichere Gebrauchsmuster.

AZARIUS · Fazit
AZARIUS · Fazit

Keines von beiden ist in absoluten Begriffen „sicher" — täglicher Gebrauch beider Formen kann Abhängigkeit erzeugen. Doch der Fehlerspielraum bei Extrakten ist erheblich dünner, und die Konsequenzen einer Fehlkalkulation entsprechend schwerer. Wer Kratom verwenden möchte, fährt mit Blattpulver und bewusstem zeitlichem Abstand zwischen den Einnahmen nach allen verfügbaren Daten am risikoärmsten.

Zuletzt aktualisiert: April 2026

AZARIUS · Quellen
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Häufig gestellte Fragen

Ist Kratom-Extrakt einfach stärkeres Kratom Pulver?
Nicht ganz. Extraktion verändert das Verhältnis der Alkaloide, nicht nur die Konzentration. 7-Hydroxymitragynin — an Mu-Opioidrezeptoren etwa 13-mal potenter als Mitragynin — kann bei der Extraktion überproportional angereichert werden (Kruegel et al., 2016). Extrakte sind pharmakologisch eigenständig, keine bloße Hochskalierung.
Was bedeutet der »x«-Multiplikator auf Kratom-Extrakten?
Ein »10x«-Label heißt in der Regel, dass 10 Gramm Blatt zu 1 Gramm Extrakt verarbeitet wurden — nicht, dass das Produkt zehnmal so stark wirkt. Die tatsächliche Alkaloidkonzentration hängt vom Extraktionsverfahren ab, weshalb Multiplikator-Angaben keine verlässlichen Potenzindikatoren sind.
Verursachen Kratom-Extrakte schlimmere Entzugssymptome als Blattpulver?
Erhebungsdaten deuten darauf hin. Höhere tägliche Alkaloidaufnahme — mit Extrakten leicht erreichbar — korreliert mit stärkeren Entzugssymptomen wie Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit (Singh et al., 2014). Extrakte beseitigen die natürliche Aufnahmeobergrenze, die sperriges Blattpulver bietet.
Kann ich meine Blattpulver-Dosis in eine äquivalente Extrakt-Dosis umrechnen?
Nein, eine verlässliche Umrechnung existiert nicht. Die Potenz von Extrakten schwankt enorm zwischen Produkten und Herstellern, selbst bei identischem Multiplikator. Ohne ein Analysezertifikat mit tatsächlichem Alkaloidgehalt ist jede Dosisumrechnung Spekulation.
Warum steigen manche Nutzer von Kratom Pulver auf Extrakte um?
Meist weil Toleranz gegenüber Blattpulver die gewohnte Dosis wirkungslos gemacht hat. Das ist typischerweise ein Zeichen, dass eine Toleranzpause nötig ist — kein stärkeres Produkt. Der Umstieg auf Extrakte beschleunigt den Toleranz-Abhängigkeits-Kreislauf eher, als ihn zu lösen.
Wo bekommt man Kratom Pulver oder Extrakte?
Azarius führt Kratom-Blattpulver und Extrakte in verschiedenen Aderfarbvarianten. Achte beim Kauf darauf, dass chargenspezifische Informationen oder ein Analysezertifikat vorliegen, damit du fundierte Dosierungsentscheidungen treffen kannst.
Enthält Kratom-Blattpulver mehr Alkaloide als nur Mitragynin?
Ja. Kratom-Blattpulver enthält das vollständige Spektrum von über 40 Alkaloiden der Mitragyna speciosa-Blätter in ihren natürlichen Verhältnissen. Neben Mitragynin (typischerweise 1–1,5 % des Trockengewichts) sind Paynanthein, Speciogynin und über 30 weitere Verbindungen enthalten. Extrakte bevorzugen je nach Lösungsmittel bestimmte Alkaloide und haben daher ein schmaleres Profil. Dieser Unterschied im Alkaloidspektrum erklärt, warum Blattpulver und Extrakte unterschiedlich wirken können.
Ist es schwieriger, Kratom-Extrakte genau zu dosieren als Blattpulver?
Ja, erheblich. Blattpulver lässt sich auf einer handelsüblichen Grammwaage mit akzeptabler Konsistenz abwiegen, da der Mitragynin-Gehalt in einem vorhersehbaren Bereich liegt (1–1,5 % des Trockengewichts). Extrakte variieren stark in der Konzentration — zwischen Produkten und sogar zwischen Chargen desselben Produkts. Ohne unabhängige Laboranalyse, die den Alkaloidgehalt pro Milliliter oder Gramm bestätigt, können Anwender ihre tatsächliche Alkaloidaufnahme nicht zuverlässig berechnen, was versehentliche Überdosierung zu einem realen Risiko macht.
Ist Kratom-Extrakt länger haltbar als Blattpulver?
Kratom-Extrakte – vor allem Harze und konzentrierte Flüssigkeiten – sind in der Regel deutlich länger haltbar als reines Blattpulver, da bei der Verarbeitung ein Großteil des Pflanzenmaterials und der Restfeuchte entfernt wird. Blattpulver hingegen büßt mit der Zeit an Wirkstärke ein, weil die Alkaloide oxidieren – besonders unter Einfluss von Licht, Wärme oder Feuchtigkeit. Beide Formen sollten luftdicht und vor Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden, um ihre Qualität möglichst lange zu erhalten.
Warum schmeckt Kratom-Extrakt anders als Blattpulver?
Extrakte schmecken meist intensiver, bitterer und teilweise leicht verbrannt oder erdig, weil die Alkaloide und Pflanzenstoffe in einem viel kleineren Volumen gebündelt sind. Blattpulver hat dagegen eine grasige, pflanzliche Note, da die ursprünglichen Pflanzenfasern noch vollständig enthalten sind. Auch die bei der Extraktion verwendeten Lösungsmittel und die Hitzeeinwirkung können das Aromaprofil des Endprodukts spürbar verändern.

Über diesen Artikel

Adam Parsons ist ein erfahrener Cannabis-Autor, Redakteur und Schriftsteller mit langjähriger Mitarbeit an Fachpublikationen in diesem Bereich. Seine Arbeit umfasst CBD, Psychedelika, Ethnobotanika und verwandte Themen.

Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Adam Parsons geprüft, External contributor. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.

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Zuletzt geprüft am 24. April 2026

References

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