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Kratom Extrakt: Wirkung, Herstellung und Dosierung

Definition
Kratom Extrakte sind konzentrierte Zubereitungen aus Mitragyna-speciosa-Blättern, bei denen die wirksamen Alkaloide — vor allem Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin — in deutlich geringerer Masse gebündelt werden. Normales Blattpulver enthält etwa 1–1,5 % Mitragynin (Kruegel & Grundmann, 2018); ein Extrakt kann ein Vielfaches davon aufweisen, wobei sich auch die Alkaloidverhältnisse verschieben.
Konzentrierte Zubereitungen aus den Blättern von Mitragyna speciosa bündeln die wirksamen Alkaloide — vor allem Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin — in einer deutlich geringeren Menge Ausgangsmaterial. Wer den Unterschied zwischen normalem Blattpulver und einem solchen Konzentrat mit einem Vergleich aus der Kaffeewelt fassen will: Blattpulver verhält sich zum hochkonzentrierten Auszug ungefähr wie Filterkaffee zu einem doppelten Espresso aus der Siebträgermaschine. Allerdings hinkt der Vergleich, denn bei einem solchen Auszug verschiebt sich nicht nur die Stärke — es verändern sich auch die Verhältnisse der einzelnen Wirkstoffe zueinander, und damit das gesamte Wirkprofil.
Dieser Artikel erklärt, was konzentrierte Auszüge aus der Kratom-Pflanze genau sind, wie sie hergestellt werden, worin sich ihre Pharmakologie von der des Blattpulvers unterscheidet und warum die Dosierungsregeln für Blattpulver bei diesen Konzentraten nicht greifen. Grundlegendes zur Pflanze selbst findest du im Pillar-Artikel Kratom: Ein vollständiger Leitfaden.
Was genau ist ein Kratom Extrakt?
Ein konzentrierter Auszug aus Kratom ist jede Zubereitung, bei der der Alkaloidgehalt pro Gramm höher liegt als im getrockneten, unverarbeiteten Blatt. Normales Mitragyna speciosa-Blattpulver enthält etwa 1–1,5 % Mitragynin bezogen auf das Trockengewicht; 7-Hydroxymitragynin kommt in weitaus geringeren Mengen vor — häufig unter 0,05 % (Kruegel & Grundmann, 2018). Ein solcher Auszug bündelt diese Verbindungen, teils erheblich.

Die „x"-Angaben auf Kratom-Extraktprodukten — 5x, 10x, 25x und so weiter — sollen theoretisch angeben, wie viele Gramm Blattmaterial in ein Gramm Extrakt eingegangen sind. Ein 10x-Extrakt bedeutet demnach: 10 Gramm Blatt wurden auf 1 Gramm Endprodukt reduziert. In der Praxis ist dieses System allerdings unzuverlässig. Es sagt nichts über den tatsächlichen Alkaloidgehalt aus, weil die Extraktionseffizienz je nach Methode, Blattqualität und Verarbeitungsbedingungen stark schwankt. Ein 15x-Extrakt eines Herstellers kann weniger Mitragynin enthalten als ein 10x-Produkt eines anderen. Die einzige aussagekräftige Größe ist ein Analysezertifikat (COA, Certificate of Analysis) mit den realen Alkaloidprozenten — und nicht jedes Produkt wird damit geliefert.
Konzentrierte Zubereitungen aus Kratom gibt es in mehreren Darreichungsformen:
- Flüssige Tinkturen — Alkaloide gelöst in einem Lösungsmittel (meist Ethanol oder eine Wasser-Ethanol-Mischung), dosiert per Tropfpipette.
- Harz (Resin) — eine dunkle, zähe, teerartige Masse, die durch Einkochen von Blättertee und Verdampfen der Flüssigkeit entsteht. Harz ist dicht und klebrig; zum Dosieren bricht man kleine Stücke ab.
- Enhanced Leaf — normales Blattpulver, das mit Extrakt versetzt wird, um den Alkaloidgehalt anzuheben, ohne das breite Alkaloidprofil des Blattes zu verlieren. Eine Art Mittelweg zwischen Blattpulver und reinem Extrakt.
- Konzentriertes Pulver — trockener Extrakt in Pulverform, oft auf einen bestimmten Mitragynin-Prozentsatz standardisiert.
- Vollspektrumextrakt — eine Zubereitung, die das gesamte Alkaloidspektrum des Blattes bewahren soll (über 40 Alkaloide wurden in Mitragyna speciosa identifiziert), nicht nur Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin.
Wie Kratom Extrakte hergestellt werden
Das Grundprinzip ist bei allen Methoden gleich: Alkaloide werden aus dem Pflanzenmaterial gelöst, das Pflanzenmaterial wird abgetrennt, und die verbleibende Lösung wird aufkonzentriert. Die Details variieren, und die gewählte Methode beeinflusst unmittelbar das Alkaloidprofil des Endprodukts.

Wasserbasierte Extraktion ist die älteste Methode — im Grunde das, was traditionelle Anwender in Südostasien seit Generationen tun, wenn sie Blätter zu einem konzentrierten Tee einkochen. Langes Kochen löst Mitragynin und andere Alkaloide heraus. Verdampft man das Wasser, bleibt Harz zurück. Das Verfahren ist technisch simpel, liefert aber ein breites Wirkstoffspektrum, weil Wasser eine Vielzahl von Verbindungen herauslöst, nicht nur die Zielalkaloide.
Säure-Base-Extraktion nutzt gezielte pH-Wert-Veränderungen. Eine saure Lösung bringt die Alkaloide in Lösung; anschließend wird der pH-Wert ins Basische verschoben, wodurch die Alkaloide ausfallen. Das Ergebnis ist ein reineres, stärker konzentriertes Produkt. Viele kommerzielle Kratom-Extraktpulver basieren auf diesem Verfahren.
Ethanolextraktion verwendet Alkohol als Lösungsmittel, der Mitragynin besonders effizient herauslöst. Viele flüssige Tinkturen entstehen auf diese Weise. Das Endprodukt wird typischerweise nach Volumen (Milliliter) statt nach Gewicht dosiert.
Technisch anspruchsvollere Hersteller setzen überkritische CO₂-Extraktion ein, die eine präzise Steuerung erlaubt, welche Verbindungen extrahiert werden. Dieselbe Technologie kommt bei hochwertigen Cannabis- und Hopfenextrakten zum Einsatz. Das Ergebnis ist ein sauberes Produkt mit weniger Lösungsmittelrückständen, allerdings ist die Ausrüstung teuer — was sich im Preis niederschlägt.
Keine dieser Methoden eignet sich für Heimversuche. Säure-Base-Chemie arbeitet mit ätzenden Reagenzien, und selbst einfache Wasserreduktionen erfordern sorgfältige Temperaturkontrolle, um den Abbau von 7-Hydroxymitragynin zu vermeiden — diese Verbindung ist hitzeempfindlich.
Warum ein Kratom Extrakt nicht einfach „stärkeres Blattpulver" ist
Konzentrierte Zubereitungen aus Kratom verschieben das pharmakologische Gleichgewicht, statt die Blattwirkung bloß hochzuskalieren — und genau dieser Punkt wird am häufigsten missverstanden.

Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin sind beide partielle Agonisten am µ-Opioidrezeptor, doch 7-Hydroxymitragynin bindet mit etwa 13-fach höherer Affinität als Mitragynin (Kruegel et al., 2016). Im normalen Blatt kommt 7-Hydroxymitragynin nur in Spuren vor — typischerweise unter 0,02 % des Trockengewichts. Manche Extraktionsmethoden reichern es jedoch überproportional an, und einige Produkte werden gezielt damit angereichert. Verschiebt sich das Verhältnis von 7-Hydroxymitragynin zu Mitragynin nach oben, verändern sich auch die subjektiven und physiologischen Effekte: stärkere µ-Opioid-Aktivierung, erhöhtes Risiko bei Kombination mit anderen Substanzen, die das Atemsystem dämpfen, und eine steilere Toleranzkurve.
Eine Analyse kommerziell erhältlicher Kratom-Produkte aus dem Jahr 2016 ergab, dass Extrakte und Enhanced-Produkte 7-Hydroxymitragynin-Konzentrationen aufwiesen, die bis zu 3,8-mal höher lagen, als durch einfache Aufkonzentrierung der Blattalkaloide zu erwarten wäre — ein Hinweis auf gezielte Anreicherung oder selektive Extraktion (Lydecker et al., 2016). Zwei „10x"-Kratom-Extrakte können also völlig unterschiedliche 7-Hydroxymitragynin-Gehalte aufweisen und damit ein grundlegend anderes Wirkprofil haben.
Die praktische Konsequenz: Dosisangaben für Blattpulver lassen sich nicht auf konzentrierte Auszüge übertragen. Erhebungsdaten zum selbstberichteten Kratomkonsum (Grundmann, 2017) beziehen sich in der Regel auf Blattpulverdosen im Bereich von 1–8 Gramm. Diese Zahlen auf ein solches Konzentrat anzuwenden, führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer unangenehmen Erfahrung. Die Dosierung hängt ausschließlich vom Alkaloidgehalt des konkreten Produkts ab — weshalb ein COA hier ungleich wichtiger ist als beim Blattpulver.
Toleranz, Abhängigkeit und das Extraktproblem
Toleranz gegenüber konzentrierten Zubereitungen aus Kratom entwickelt sich schneller als bei Blattpulver, weil jede Einzeldosis eine höhere Alkaloidlast an die µ-Opioidrezeptoren liefert. Das steht im Einklang mit der Pharmakologie anderer partieller Opioidagonisten und ist gut belegt.

Das Muster wiederholt sich: Jemand steigt von Blattpulver auf konzentrierte Auszüge um — aus Bequemlichkeit oder wegen der höheren Wirkstärke —, stellt nach ein bis zwei Wochen fest, dass dieselbe Dosis weniger wirkt, erhöht die Menge und entwickelt eine körperliche Abhängigkeit, die mit Blattpulver allein deutlich länger gebraucht hätte. Bei täglichem, intensivem Konsum wurden Absetzsymptome dokumentiert: Reizbarkeit, Muskelschmerzen, Schlafstörungen, laufende Nase, in manchen Fällen Angst und gedrückte Stimmung (Singh et al., 2014). Die Intensität korreliert mit Dosis und Konsumdauer — und wer täglich solche Konzentrate einnimmt, treibt beide Variablen gleichzeitig nach oben.
Das bedeutet nicht, dass konzentrierte Zubereitungen bei einmaliger Anwendung grundsätzlich problematischer sind als Blattpulver. Es bedeutet, dass die Fehlertoleranz geringer ist, der Eskalationspfad kürzer und die Folgen täglichen Konsums verstärkt sind. Wer solche Konzentrate verwendet, für den ist das Einhalten von Pausen und das Protokollieren der Einnahmefrequenz wichtiger, nicht weniger wichtig, als beim Blattpulver.
Die Harzstücke in unserem Sortiment lösen unter Kollegen immer dieselbe Diskussion aus. Die eine Fraktion hält Harz für das ehrlichste Extraktformat — du siehst und spürst genau, was du vor dir hast: ein dichtes, sprödes Stück, das in der Kälte sauber bricht wie alter Kandis. Die andere Fraktion findet gerade das fehlende Standardmaß für Einsteiger heikel. Beide Seiten haben recht.
Extrakt vs. Blattpulver: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
| Merkmal | Blattpulver | Kratom Extrakt |
|---|---|---|
| Typischer Mitragynin-Gehalt | ca. 1–1,5 % bezogen auf das Gewicht (Kruegel & Grundmann, 2018) | Variabel; 5–45 %+ je nach Produkt und Methode |
| 7-Hydroxymitragynin-Anteil | Spurenmengen (<0,05 %) | Kann überproportional angereichert sein |
| Dosierpräzision | Mäßig — Grammwaage genügt | Ohne COA gering — „x"-Angaben unzuverlässig |
| Toleranzentwicklung | Allmählich bei täglichem Konsum | Schneller durch höhere Alkaloidlast pro Dosis |
| Abhängigkeitspotenzial (täglicher Konsum) | Moderat bei hohen Dosen | Höher — stärkere Rezeptorsättigung pro Einnahme |
| Vollständiges Alkaloidprofil | Erhalten — über 40 Alkaloide vorhanden | Methodenabhängig; manche Extrakte sind selektiv |
| Typische Darreichungsform | Pulver, Kapseln, geschnittenes Blatt | Tinktur, Harz, Enhanced Powder, konzentriertes Pulver |
Kratom Extrakte im Vergleich mit anderen konzentrierten Pflanzenpräparaten
Konzentrierte Kratom-Zubereitungen sind nicht das einzige hochdosierte Pflanzenpräparat auf dem Markt, und ein Vergleich mit verwandten Produkten hilft, das Thema einzuordnen.


Salvia-divinorum-Extrakte verwenden dieselbe „x"-Konvention — 5x, 10x, 20x — und teilen dasselbe Problem: Die Zahl beschreibt das Eingangsverhältnis, nicht die tatsächliche Wirkstärke. Pharmakologisch liegen die beiden Pflanzen allerdings weit auseinander. Salvia wirkt an Kappa-Opioidrezeptoren und erzeugt dissoziative Effekte, nicht die µ-Opioid-vermittelte Wärme von Kratom. Im Azarius-Katalog findest du Salvia-divinorum-Extrakte, an denen sich gut ablesen lässt, wie die „x"-Kennzeichnung über verschiedene Botanicals hinweg funktioniert — und wo ihre Grenzen liegen.
Cannabiskonzentrate bieten eine engere Parallele, was die Marktdynamik betrifft. Genauso wie sich die Cannabiswelt von der Blüte zu Dabs, Shatter und Destillat entwickelt hat — jeweils mit höheren THC-Prozenten und verändertem Wirkprofil —, hat auch Kratom eine ähnliche Entwicklung durchlaufen: vom Blattpulver zu standardisierten Extraktpulvern und Tinkturen. In beiden Fällen zieht das konzentrierte Produkt Anwender an, die Effizienz suchen, erhöht aber gleichzeitig das Risiko rund um Toleranz und Überdosierung. Die Forschung der Beckley Foundation zur Cannabispotenz (Beckley Foundation, 2021) liefert einen nützlichen Denkrahmen dafür, wie Aufkonzentrierung die Erfahrung verändert — auch über Substanzgrenzen hinweg.
Kava-Extrakte stellen noch einen weiteren Vergleich dar. Kavalakton-standardisierte Extrakte existieren neben traditionellen Wurzelzubereitungen, und der Extraktmarkt hat ähnliche Debatten erlebt: ob isolierte Verbindungen sich anders verhalten als die Gesamtpflanzenmatrix. Bei Kava wurden Bedenken hinsichtlich leberbezogener Effekte letztlich stärker mit der Extraktionsmethode und dem verwendeten Pflanzenteil verknüpft als mit den Kavalaktonen selbst — eine lehrreiche Warnung davor, alle Extrakte einer Pflanze als gleichwertig zu betrachten.
Was wir ehrlich gesagt nicht wissen
Es gibt keine kontrollierten klinischen Studien am Menschen, die die Wirkung von konzentrierten Mitragyna-speciosa-Auszügen direkt mit der von Blattpulver vergleichen. Die pharmakokinetischen Daten — wie schnell Extraktalkaloide absorbiert werden, wie lange sie im Körper verbleiben, wie sie bei höheren Dosen metabolisiert werden — stammen weitgehend aus Tierversuchen und Einzelsubstanzforschung, nicht aus der Untersuchung realer Extraktprodukte mit ihren komplexen Alkaloidgemischen.

Ob Vollspektrumextrakte tatsächlich ausgewogener wirken als Präparate mit isolierten Alkaloiden, ist ungeklärt. Die „Entourage-Effekt"-Hypothese — dass das gesamte Spektrum pflanzlicher Verbindungen die Aktivität der Hauptalkaloide moduliert — ist plausibel, aber für Kratom nicht belegt. Sie ist aus der Cannabisforschung übernommen, wo sie ebenfalls noch diskutiert wird.
Langzeitergebnisse für regelmäßige Extraktanwender sind im Grunde nicht dokumentiert. Fallberichte zu akuten Zwischenfällen existieren, aber populationsbasierte Daten darüber, was mit Menschen geschieht, die konzentrierte Mitragyna-speciosa-Zubereitungen wöchentlich oder monatlich über Jahre hinweg verwenden, fehlen schlicht. Die Evidenzlage ist dünner, als man es sich wünschen würde — das gehört zur ehrlichen Einordnung dazu.
Harm Reduction bei Kratom Extrakten
Der wirksamste Schritt zur Risikominimierung bei konzentrierten Mitratragyna-Zubereitungen: den tatsächlichen Alkaloidgehalt des konkreten Produkts kennen. Alles andere ergibt sich daraus. Die üblichen Harm-Reduction-Grundsätze für Kratom gelten bei solchen Konzentraten in verschärfter Form, mit einigen Ergänzungen:

- Wissen, was drin ist. Ein Produkt mit angegebenem Alkaloidprozentsatz, gestützt durch ein COA, ist substanziell besser als eines, das nur „15x" auf dem Etikett trägt. Bevorzuge Extraktprodukte mit transparenter Drittlaboranalytik.
- Blattpulverdosen nicht per einfacher Division in Extraktdosen umrechnen. Die Alkaloidverhältnisse unterscheiden sich, nicht nur die Gesamtkonzentration.
- Täglichen Konsum vermeiden. Toleranz und Abhängigkeit entwickeln sich bei Kratom Extrakten schneller. Konsumfreie Tage einzuplanen ist die wirksamste Einzelmaßnahme, um die Erfahrung handhabbar zu halten.
- Extrakte nicht mit anderen Opioiden, Benzodiazepinen, Alkohol oder MAO-Hemmern kombinieren. Die Wechselwirkungen entsprechen denen bei Blattpulver, werden aber durch die höhere Alkaloidlast verstärkt. Der Fachartikel zu Kratom-Wechselwirkungen geht im Detail darauf ein.
- Personen mit vorbestehenden Lebererkrankungen oder solche, die hepatotoxische Medikamente einnehmen, sollten besondere Vorsicht walten lassen — Fallberichte zu leberbezogenen Effekten existieren, wobei der Mechanismus und die populationsbezogene Inzidenz noch untersucht werden (Kapp et al., 2020).
- Schwangerschaft und Stillzeit: Es gibt keine Daten, weder für Extrakte noch für Blattpulver. Beides meiden.
- Niedrig anfangen, langsam steigern. Bei einem neuen Kratom-Extraktprodukt — selbst wenn du bereits Erfahrung mit Extrakten hast — mit der kleinstmöglichen praktikablen Dosis beginnen. Anderes Produkt, anderes Alkaloidprofil, andere Wirkung.
Kratom Extrakte auswählen und kaufen
Transparenz beim Alkaloidgehalt ist der entscheidende Faktor bei der Wahl eines konzentrierten Kratom-Produkts. Ein seriöser Anbieter liefert ein Analysezertifikat eines unabhängigen Labors, das mindestens den Mitragynin- und 7-Hydroxymitragynin-Prozentsatz ausweist. Ohne diese Information dosierst du im Blindflug.

Falls du bisher nur Blattpulver kennst, ist Enhanced Leaf ein sinnvoller Zwischenschritt: höhere Wirkstärke als reines Blatt, aber mit erhaltenem Vollspektrum-Alkaloidprofil, was die Erfahrung berechenbarer macht. Wer sich zuerst mit normalem Kratom-Blattpulver vertraut machen möchte, bevor er zu konzentrierten Formen greift — das ist der Ansatz, den wir empfehlen würden. Bau dir ein Gefühl dafür auf, wie dein Körper auf die Pflanze reagiert, bevor du die Dosis pro Gramm vervielfachst.
Fazit
Konzentrierte Mitragyna-speciosa-Zubereitungen sind ein anderes Kaliber als Blattpulver — pharmakologisch, praktisch und in der Art, wie du an sie herangehst. Sie bündeln die wirksamen Alkaloide, insbesondere 7-Hydroxymitragynin, auf eine Weise, die das Dosis-Wirkungs-Verhältnis verändert, die Toleranzentwicklung beschleunigt und den Spielraum für Fehler verkleinert. Nichts davon macht sie unbrauchbar, aber es bedeutet, dass sie mehr Respekt verlangen, mehr Wissen über den Inhalt des konkreten Produkts und mehr Disziplin bei der Einnahmefrequenz. Wer neu bei Kratom ist, fängt mit Blattpulver an. Wer auf solche hochkonzentrierten Produkte umsteigt, für den ist ein COA der wichtigste Begleiter.

Zuletzt aktualisiert: April 2026
Häufig gestellte Fragen
10 FragenWas bedeutet die »x«-Angabe bei Kratom Extrakten?
Kann ich meine Blattpulverdosis einfach auf den Extrakt umrechnen?
Welche Kratom-Extraktformen gibt es?
Entwickelt sich Toleranz bei Kratom Extrakten schneller?
Worauf sollte ich beim Kauf eines Kratom Extrakts achten?
Sind Vollspektrumextrakte besser als isolierte Alkaloidpräparate?
Wie werden Kratom-Extrakte hergestellt?
Ist es sicher, Kratom-Extrakt mit anderen Substanzen zu mischen?
Wie lange bleibt ein Kratom-Extrakt nach dem Öffnen frisch?
Warum schmecken Kratom-Extrakte bitterer als normales Blattpulver?
Über diesen Artikel
Adam Parsons ist ein erfahrener Cannabis-Autor, Redakteur und Schriftsteller mit langjähriger Mitarbeit an Fachpublikationen in diesem Bereich. Seine Arbeit umfasst CBD, Psychedelika, Ethnobotanika und verwandte Themen.
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Adam Parsons geprüft, External contributor. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 19. April 2026
References
- [1]Grundmann, O. (2017). Patterns of kratom use and health impact in the US — results from an online survey. Drug and Alcohol Dependence , 176, 63–70. DOI: 10.1016/j.drugalcdep.2017.03.007
- [2]Kruegel, A. C., & Grundmann, O. (2018). The medicinal chemistry and neuropharmacology of kratom: A preliminary discussion of a promising medicinal plant. ACS Chemical Neuroscience , 9(3), 476–488. DOI: 10.1016/j.neuropharm.2017.08.026
- [3]Kruegel, A. C., et al. (2016). Synthetic and receptor signaling explorations of the Mitragyna alkaloids: Mitragynine as an atypical molecular framework for opioid receptor modulators. Journal of the American Chemical Society , 138(21), 6754–6764. DOI: 10.1021/jacs.6b00360
- [4]Lydecker, A. G., et al. (2016). Suspected adulteration of commercial kratom products with 7-hydroxymitragynine. Journal of Medical Toxicology , 12(4), 341–349. DOI: 10.1007/s13181-016-0588-y
- [5]Kapp, F. G., et al. (2020). Intrahepatic cholestasis following use of powdered kratom (Mitragyna speciosa). Journal of Medical Toxicology , 7(3), 227–231.
- [6]Singh, D., et al. (2014). Traditional and non-traditional uses of Mitragynine (Kratom): A survey of the literature. Brain Research Bulletin , 126, 41–46.
- [7]European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction. Kratom drug profile. Retrieved April 2026.
- [8]Beckley Foundation. (2021). Cannabis potency and public health. Beckley Foundation Policy Brief.
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