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Azarius

Kanna Wirkung

AZARIUS · How Kanna Produces Its Effects
Azarius · Kanna Wirkung

Definition

Kanna Wirkung beschreibt die stimmungsaufhellenden, angstlösenden und leicht anregenden Reaktionen, die Sceletium tortuosum hervorruft — eine Sukkulente aus Südafrika, die seit Jahrhunderten von den Khoisan genutzt wird (Harvey et al., 2011). Die Erfahrung variiert stark je nach Zubereitung, Einnahmeart und individueller Empfindlichkeit.

Die Effekte von Kanna beschreiben die stimmungsaufhellenden, angstlösenden und leicht anregenden Reaktionen, die Sceletium tortuosum hervorruft — eine Sukkulente aus Südafrika, die seit Jahrhunderten von den Khoisan als Genuss- und Ritualpflanze genutzt wird (Harvey et al., 2011). Was genau du spürst, hängt stark davon ab, ob du fermentiertes Pflanzenmaterial oder einen konzentrierten Extrakt verwendest, wie du es einnimmst und wie dein individueller Stoffwechsel reagiert. Um die tatsächlichen Eigenschaften dieser Pflanze einzuordnen, lohnt es sich, Erfahrungsberichte von der bisher überschaubaren, aber wachsenden klinischen Datenlage zu trennen.

Nur für Erwachsene (18+). Dieser Artikel behandelt psychoaktive Substanzen für Erwachsene (18+). Konsultiere einen Arzt, wenn du eine Erkrankung hast oder Medikamente nimmst.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keinen medizinischen Rat dar. Kanna ist pharmakologisch aktiv und hat Wechselwirkungen mit serotonergen Medikamenten. Konsultiere eine qualifizierte medizinische Fachkraft, bevor du Kanna verwendest, insbesondere bei verschreibungspflichtiger Medikation oder diagnostizierten psychischen Erkrankungen.

Wie Kanna seine Wirkung entfaltet

Die pharmakologische Grundlage der Effekte von Kanna beruht auf zwei Mechanismen: Serotonin-Wiederaufnahmehemmung und wahrscheinlicher PDE4-Hemmung (Harvey et al., 2011). Die wichtigsten Alkaloide in Sceletium tortuosum sind Mesembrin, Mesembrenon und Mesembrenol. In-vitro-Studien zeigen, dass Mesembrin an den Serotonintransporter bindet und die Wiederaufnahme von Serotonin blockiert — dadurch steht im synaptischen Spalt mehr Serotonin zur Verfügung. Vom Grundprinzip her ist das derselbe Mechanismus, den pharmazeutische SSRIs nutzen. Genau deshalb ist das Wechselwirkungsrisiko zwischen Kanna und serotonergen Medikamenten so ernst zu nehmen.

Der zweite diskutierte Wirkmechanismus betrifft die Hemmung von Phosphodiesterase-4 (PDE4). Besonders Mesembrenon zeigt Affinität zu PDE4, einem Enzym, das an Entzündungssignalwegen und kognitiven Prozessen beteiligt ist (Loria et al., 2014). PDE4-Hemmer werden pharmazeutisch bei Erkrankungen von COPD bis Psoriasis eingesetzt, und einige Forschende vermuten, dass dieser Signalweg zu den berichteten kognitiven und stimmungsbezogenen Effekten von Kanna beiträgt. Wie groß der jeweilige Anteil von Serotoninwiederaufnahmehemmung und PDE4-Hemmung im lebenden menschlichen Gehirn tatsächlich ist, bleibt allerdings ungeklärt. Der Großteil der mechanistischen Daten stammt aus Zellkulturen und Tiermodellen — nicht aus pharmakokinetischen Studien am Menschen.

Was das praktisch bedeutet: Kanna ist pharmakologisch aktiv. Es handelt sich nicht um ein diffuses „Kräuterpräparat" mit vagen Wirkmechanismen. Es greift gezielt in Neurotransmittersysteme ein, und das verdient Respekt.

Stimmungs- und emotionale Kanna Wirkung

Der am häufigsten beschriebene Effekt dieser Pflanze betrifft die Stimmung — eine dezente, aber spürbare Aufhellung des emotionalen Grundtons, manchmal begleitet von einem Gefühl emotionaler Offenheit oder Geselligkeit (Terburg et al., 2013). Manche Anwender beschreiben es so, als würde die Schärfe sozialer Anspannung abgemildert, ohne die kognitive Dämpfung, die sie etwa mit Alkohol verbinden.

Klinische Studien mit einem spezifischen standardisierten Extrakt berichten von einer Reduktion angstbezogener Amygdala-Reaktivität. Eine funktionelle MRT-Studie von Terburg et al. (2013) zeigte, dass eine einzelne Dosis von 25 mg dieses standardisierten Präparats die Amygdala-Reaktion auf ängstliche Gesichter bei gesunden Probanden verringerte. Das ist ein genuines Ergebnis — aber es bezieht sich auf einen bestimmten Extrakt in einer bestimmten Dosierung bei einer kleinen Stichprobe gesunder Menschen, nicht auf Kanna-Pflanzenmaterial im Allgemeinen oder auf die gesamte Bandbreite verfügbarer Zubereitungen.

Eine separate randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit demselben standardisierten Extrakt (25 mg täglich über drei Wochen) beobachtete Verbesserungen in kognitiver Flexibilität und exekutiver Funktion bei gleichzeitig reduzierter Ängstlichkeit (Chiu et al., 2014). Auch diese Ergebnisse gelten spezifisch für dieses Präparat und diese Dosierung — sie auf eine Tasse Kougoed-Tee oder einen anders konzentrierten Extrakt zu übertragen, ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt.

Was Anwender außerhalb klinischer Settings berichten, ist breiter gestreut und weniger einheitlich. Manche beschreiben sanfte Zufriedenheit, andere eine gesteigerte Empathie oder emotionale Wärme. Eine Minderheit spürt kaum etwas, besonders bei niedrig dosiertem Pflanzenmaterial. Diese Variabilität ist real und korreliert mit den großen Unterschieden im Alkaloidgehalt zwischen verschiedenen Zubereitungen.

Der Alkaloidgehalt schwankt zwischen Chargen, Anbietern und Zubereitungsarten erheblich. Zwei Produkte mit der Bezeichnung „Kanna-Extrakt" können spürbar unterschiedliche Erfahrungen liefern — das lässt sich nicht vorher garantieren, von niemandem.

Körperliche und kognitive Wirkung

Die körperlichen Effekte von Kanna sind in der Regel milder als die emotionalen, aber durchaus wahrnehmbar und dosisabhängig. Häufig berichtete körperliche Reaktionen:

  • Leichte Anregung bei niedrigeren Mengen — gesteigerte Wachheit, ein dezenter Energieschub, von manchen verglichen mit einer starken Tasse Schwarztee statt Kaffee.
  • Entspannung und Sedierung bei höheren Mengen — der Charakter kippt: Manche beschreiben Schwere in den Gliedern, Schläfrigkeit und den Wunsch, einfach sitzen zu bleiben.
  • Appetitminderung — einige Anwender berichten von verringertem Hunger, besonders bei sublingualer oder nasaler Einnahme. Das ist anekdotisch und nicht in kontrollierten Studien bestätigt.
  • Leichte Übelkeit — gelegentlich berichtet, vor allem auf nüchternen Magen oder bei größeren Mengen Pflanzenmaterial.
  • Leichte Kopfschmerzen — eine Minderheit berichtet davon, manchmal beim Wirkungseintritt, manchmal danach. Häufigkeitsdaten aus kontrollierten Settings sind begrenzt.

Auf der kognitiven Seite beschreiben manche Anwender verbesserten Fokus und mentale Klarheit, besonders bei niedrigeren Mengen. Die oben genannte Studie von Chiu et al. (2014) erfasste kognitive Ergebnisse und beobachtete Verbesserungen in einer Aufgabe zur kognitiven Flexibilität — allerdings handelte es sich um einen spezifischen standardisierten Extrakt, nicht um allgemeines Pflanzenmaterial, und die Stichprobe war klein.

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Wer Kanna-Extrakt gezielt für den Fokus bestellt, berichtet uns hinterher erstaunlich oft, dass die kognitive Klarheit sie stärker überrascht hat als die Stimmungsveränderung. Eine Stammkundin beschrieb es als „das Grundrauschen im Kopf wird leiser gedreht." Andere wiederum merken kognitiv kaum etwas — individuelle Unterschiede sind hier die Regel, nicht die Ausnahme.

Einnahmeart bestimmt die Wirkung

Die Art der Einnahme gehört zu den größten Einflussfaktoren auf die Wirkweise von Kanna. Nasale Einnahme setzt innerhalb von Minuten ein und klingt schnell ab, während orale Einnahme einen sanfteren Bogen über bis zu vier Stunden erzeugt. Publizierte pharmakokinetische Daten am Menschen sind dünn gesät — vieles im Folgenden stützt sich auf konsistente Anwenderberichte statt auf klinische Messungen.

Einnahmeart Typischer Wirkungseintritt Typische Dauer Charakter
Oral (gekaut oder geschluckt) 30–90 Minuten 2–4 Stunden Allmählich, sanfter, längeres Plateau
Sublingual (unter der Zunge gehalten) 10–30 Minuten 1–3 Stunden Schnellerer Eintritt, ausgeprägterer Höhepunkt
Nasal (insuffliert) 5–15 Minuten 30–90 Minuten Rasch, intensiv, kürzere Dauer
Teeaufguss 30–60 Minuten 2–3 Stunden Mild, diffus, traditionelle Methode

Diese Angaben sind Näherungswerte aus Anwenderberichten — die individuelle Streuung ist breit, und kontrollierte pharmakokinetische Vergleichsstudien über verschiedene Einnahmearten wurden bisher nicht veröffentlicht. Nasale Einnahme liefert den schnellsten und intensivsten Wirkungseintritt, aber auch die kürzeste Dauer, und sie kann die Nasenschleimhäute erheblich reizen. Die sublinguale Methode stellt für viele erfahrene Anwender einen Kompromiss aus Geschwindigkeit und Wirkdauer dar.

Der Unterschied zwischen einem sublingualen Extrakt und traditionell gekautem Pflanzenmaterial fällt so deutlich aus, dass es sich fast wie zwei verschiedene Substanzen anfühlt. Manche bevorzugen die langsame, abgerundete Wärme von fermentiertem Kougoed, das 15 Minuten lang gekaut wird — andere die klarere, schnellere Wirkung eines sublingualen Extrakts. Beides hat seine Berechtigung; es sind schlicht unterschiedliche Erfahrungen.

Pflanzenmaterial versus Extrakt

Die Unterscheidung zwischen Pflanzenmaterial und Extrakt ist die wichtigste Variable, wenn es darum geht, die Effekte von Kanna einzuschätzen. Fermentiertes Pflanzenmaterial (traditionelles Kougoed) enthält das vollständige Spektrum der Sceletium-Alkaloide in ihren natürlichen, relativ niedrigen Konzentrationen. Extrakte konzentrieren diese Alkaloide — ein 10:1-Extrakt enthält grob die zehnfache Alkaloidkonzentration des gleichen Gewichts an Pflanzenmaterial, und stärkere Konzentrationen existieren.

Die praktischen Konsequenzen sind geradlinig: Bei Pflanzenmaterial arbeitest du mit größeren Mengen (Hunderte Milligramm bis Gramm) und der Wirkungseintritt ist typischerweise sanfter. Bei konzentrierten Extrakten sind die wirksamen Mengen deutlich kleiner (Zehnermilligramm-Bereich), der Wirkungseintritt kann abrupter sein und die serotonerge Aktivität ist proportional stärker. Das bedeutet auch, dass das Wechselwirkungsrisiko mit serotonergen Medikamenten mit der Extraktstärke skaliert — ein Punkt, der für die Sicherheit enorm relevant ist.

Die Fermentation selbst verändert das Alkaloidprofil. Die traditionelle Kougoed-Zubereitung umfasst das Zerquetschen und Fermentieren der oberirdischen Pflanzenteile über mehrere Tage, was den Oxalatgehalt senkt und das Verhältnis von Mesembrin zu Mesembrenon verschiebt. Fermentiertes und unfermentiertes Material sind nicht austauschbar, und keines von beiden lässt sich direkt auf einen standardisierten Extrakt übertragen.

Kanna Wirkung im Vergleich zu anderen Stimmungskräutern

Die Frage, wie sich Kanna im Vergleich zu anderen pflanzlichen Stimmungsmitteln verhält, kommt häufig auf. Im Vergleich zu Baldrian ist Kanna weniger rein sedierend und bei niedrigeren Mengen stärker stimmungsaufhellend. Im Vergleich zu Kratom ist Kanna deutlich milder und wirkt über ganz andere Rezeptorsysteme — für Kanna wurde keine Opioidrezeptoraktivität identifiziert. Im Vergleich zu Johanniskraut setzt Kanna schneller ein, wirkt aber kürzer pro Einnahme, und die beiden sollten aufgrund überlappender serotonerger Mechanismen niemals kombiniert werden. Jede dieser Pflanzen hat ein eigenes Profil, und sie unter dem Sammelbegriff „Stimmungskräuter" zusammenzufassen, verwischt pharmakologisch relevante Unterschiede.

Vergleiche zwischen Kanna und anderen Stimmungskräutern sind zwangsläufig ungenau. Jede Pflanze enthält einen anderen Cocktail aktiver Verbindungen, die an unterschiedlichen Rezeptorsystemen angreifen. Zu sagen, Kanna sei „wie" Baldrian oder Kratom, ist eine nützliche Orientierungshilfe, aber pharmakologisch irreführend — solche Vergleiche taugen als grobe Einordnung, nicht als Gleichsetzung.

Was Kanna nicht bewirkt

Kanna ist kein Psychedelikum, kein Opioid und kein Ersatz für professionelle psychiatrische Behandlung. Es erzeugt keine visuellen Verzerrungen, keine Ich-Auflösung und keine veränderten Bewusstseinszustände im Sinne von Psilocybin oder LSD. Einige ältere Quellen bezeichnen Kanna als „visionserzeugend", was vermutlich auf historische Berichte über die Verwendung durch die Khoisan in rituellen Kontexten zurückgeht — heutige Anwender beschreiben die Effekte dieser Pflanze nahezu ausnahmslos als subtil und geerdet, nicht als halluzinogen.

Kanna ist auch kein Opioid. Es erzeugt nicht die warme, analgetische Umhüllung, die mit Opioidrezeptoragonisten verbunden wird. Manche Anwender berichten von einer leichten Schmerzlinderung, aber das ist anekdotisch und in pharmakologischen Studien wurde keine Opioidrezeptoraktivität nachgewiesen.

Und — das ist der entscheidende Punkt — Kanna ist keine klinisch validierte Behandlung für Depression, Angststörungen oder andere diagnostizierte psychische Erkrankungen. Die bestehende Forschung belegt nicht, dass Kanna klinische Depression oder Angst als bewährte Therapie behandelt. Manche Anwender beschreiben subjektive Vorteile für ihre Stimmung. Klinische Studien mit einem spezifischen standardisierten Extrakt haben messbare Effekte auf angstbezogene Hirnaktivität und kognitive Funktion beobachtet (Terburg et al., 2013; Chiu et al., 2014). Aber diese Befunde stellen keinen Nachweis dar, dass Kanna eine bewährte Therapie für klinische Erkrankungen ist oder professionelle psychiatrische Versorgung ersetzt. Wer eine diagnostizierte Erkrankung mit verschriebenen Medikamenten behandelt, sollte vor einer Kanna-Einnahme mit dem behandelnden Arzt sprechen — insbesondere wegen des serotonergen Wechselwirkungsrisikos.

Serotonerge Wechselwirkungswarnung

Die Kombination von Kanna mit serotonergen Medikamenten birgt das Risiko eines Serotoninsyndroms — eines seltenen, aber potenziell lebensbedrohlichen Zustands (Harvey et al., 2011). Das ist der mit Abstand wichtigste Sicherheitshinweis zu den Effekten dieser Pflanze, und er gilt unabhängig von Form, Einnahmeart oder Menge. Kanna besitzt nachgewiesene serotonerge Aktivität. Die Kombination mit SSRIs, SNRIs, MAO-Hemmern, trizyklischen Antidepressiva oder anderen serotonergen Substanzen — einschließlich 5-HTP, Johanniskraut und MDMA — birgt das Risiko eines Serotoninsyndroms. Die Symptome reichen von Unruhe und Tremor über Hyperthermie und Krampfanfälle bis hin zu kardiovaskulärer Instabilität.

Wenn du derzeit ein Antidepressivum einnimmst, kombiniere es nicht mit Kanna. Das gilt auch für die Auswaschphase nach dem Absetzen eines SSRIs — pharmakologisch aktive Metaboliten können wochenlang im Körper verbleiben, besonders bei Fluoxetin, das eine besonders lange Halbwertszeit hat. Eine detaillierte Aufschlüsselung spezifischer Wechselwirkungen findest du im entsprechenden Artikel zu Kanna-Wechselwirkungen und Sicherheit in der Azarius-Enzyklopädie.

Die Frage nach der Kombination von Kanna mit Antidepressiva gehört zu den häufigsten, die uns gestellt werden. Die Antwort ist immer dieselbe: nicht kombinieren. Die Annahme, „pflanzlich" bedeute automatisch „sicher in Kombination", ist falsch. In diesem Bereich verzichten wir lieber auf einen Verkauf, als dass jemand im Krankenhaus landet.

Kanna kaufen

Im Azarius-Sortiment findest du Kanna in verschiedenen Formen — von fermentiertem Pflanzenmaterial über konzentrierte Extrakte bis hin zu Kräutermischungen mit Kanna-Anteil. Wer die Effekte dieser Pflanze zum ersten Mal ausprobieren möchte, fährt mit einer niedrig dosierten Zubereitung wie fermentiertem Pflanzenmaterial oder einem milderen Extrakt am besten. Die Azarius-Enzyklopädie bietet im Wiki-Artikel zu Sceletium tortuosum weiterführenden botanischen Hintergrund.

Deine individuelle Reaktion lässt sich nicht vorhersagen. Körperchemie, Medikamentenstatus und sogar die letzte Mahlzeit beeinflussen das Ergebnis. Fang konservativ an, achte darauf, wie du dich fühlst, und orientiere dich nicht an der Erfahrung anderer — beim nächsten Mal kannst du die Menge anpassen, aber im Nachhinein weniger nehmen geht nicht.

Quellenangaben

  • Harvey, A.L. et al. (2011). Pharmacological actions of the South African medicinal and functional food plant Sceletium tortuosum and its principal alkaloids. Journal of Ethnopharmacology, 137(3), 1124–1129.
  • Loria, M.J. et al. (2014). Effects of Sceletium tortuosum in rats. Journal of Ethnopharmacology, 155(1), 731–735.
  • Terburg, D. et al. (2013). Acute effects of Sceletium tortuosum (Zembrin), a dual 5-HT reuptake and PDE4 inhibitor, in the human amygdala and its connection to the hypothalamus. Neuropsychopharmacology, 38(13), 2708–2716.
  • Chiu, S. et al. (2014). Proof-of-concept randomised controlled study of cognition effects of the proprietary extract Sceletium tortuosum (Zembrin) targeting phosphodiesterase-4 in cognitively healthy subjects. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2014, 682014.

Zuletzt aktualisiert: April 2026

AZARIUS · Quellenangaben
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Häufig gestellte Fragen

Wie schnell setzt die Kanna Wirkung ein?
Das hängt von der Einnahmeart ab. Nasal eingenommen setzt die Wirkung in 5–15 Minuten ein, sublingual in 10–30 Minuten, oral in 30–90 Minuten. Kontrollierte pharmakokinetische Studien über verschiedene Einnahmearten liegen bisher nicht vor.
Ist Kanna ein Psychedelikum?
Nein. Kanna erzeugt keine visuellen Verzerrungen, keine Ich-Auflösung und keine halluzinogenen Zustände. Die meisten Anwender beschreiben die Wirkung als subtil und geerdet — vergleichbar mit einer leichten Stimmungsaufhellung, nicht mit Psilocybin oder LSD.
Darf ich Kanna zusammen mit Antidepressiva nehmen?
Nein. Kanna besitzt nachgewiesene serotonerge Aktivität (Harvey et al., 2011). Die Kombination mit SSRIs, SNRIs, MAO-Hemmern oder anderen serotonergen Substanzen birgt das Risiko eines Serotoninsyndroms. Sprich vor einer Einnahme immer mit deinem behandelnden Arzt.
Was ist der Unterschied zwischen Kanna-Pflanzenmaterial und Kanna-Extrakt?
Pflanzenmaterial enthält Alkaloide in natürlicher, niedriger Konzentration — du brauchst größere Mengen, der Wirkungseintritt ist sanfter. Extrakte konzentrieren die Alkaloide: Kleinere Mengen, schnellerer Eintritt, stärkere serotonerge Aktivität. Das Wechselwirkungsrisiko steigt mit der Extraktstärke.
Kann Kanna Depressionen behandeln?
Kanna ist keine klinisch validierte Therapie für Depression oder Angststörungen. Studien mit einem standardisierten Extrakt beobachteten messbare Effekte auf Hirnaktivität und Kognition (Terburg et al., 2013; Chiu et al., 2014), aber das belegt keine Eignung als Ersatz für professionelle psychiatrische Behandlung.
Welche Nebenwirkungen hat Kanna?
Berichtete Nebenwirkungen umfassen leichte Übelkeit (besonders auf nüchternen Magen), gelegentliche Kopfschmerzen und bei höheren Mengen Schläfrigkeit. Nasale Einnahme kann die Nasenschleimhäute reizen. Kontrollierte Häufigkeitsdaten sind begrenzt — die meisten Berichte sind anekdotisch.
Darf man Kanna mit SSRIs oder anderen serotonergen Medikamenten kombinieren?
Nein. Kannas Hauptmechanismus ist die Serotonin-Wiederaufnahmehemmung — derselbe Weg, den pharmazeutische SSRIs, SNRIs und MAO-Hemmer nutzen. Die Kombination erhöht das theoretische Risiko eines Serotoninsyndroms, eines potenziell lebensbedrohlichen Zustands. Diese Warnung ergibt sich direkt aus Kannas identifizierten molekularen Zielstrukturen (Harvey et al., 2011). Konsultieren Sie immer einen Arzt, bevor Sie Kanna zusammen mit serotonergen Medikamenten verwenden.
Welche Rolle spielt die PDE4-Hemmung bei den Wirkungen von Kanna?
Phosphodiesterase-4 (PDE4)-Hemmung ist ein zweiter vorgeschlagener Mechanismus von Kanna, der hauptsächlich Mesembrenon zugeschrieben wird (Loria et al., 2014). PDE4 ist ein Enzym, das an Entzündungssignalen und kognitiven Prozessen beteiligt ist. Pharmazeutische PDE4-Hemmer werden bei COPD und Psoriasis eingesetzt. Einige Forscher vermuten, dass dieser Weg zur berichteten kognitiven Klarheit beiträgt. Der relative Beitrag gegenüber der Serotonin-Wiederaufnahmehemmung im menschlichen Gehirn bleibt jedoch ungeklärt.
Entwickelt sich bei täglichem Kanna-Konsum eine Toleranz?
Viele Anwender berichten, dass die stimmungsaufhellende und angstlösende Wirkung von Kanna bei regelmäßiger täglicher Einnahme nachlässt – häufig schon innerhalb von ein bis zwei Wochen. Erfahrene Nutzer empfehlen deshalb, regelmäßig Pausen einzulegen oder die Einnahme zyklisch zu gestalten, um die Empfindlichkeit zu erhalten. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt individuell von der Dosierung, der Anwendungsform und dem jeweiligen Alkaloidprofil des Produkts ab.
Wie schnell tritt die Wirkung von Kanna ein?
Der Wirkungseintritt hängt maßgeblich von der Konsumform ab. Bei sublingualer Anwendung oder beim Schnupfen macht sich die Wirkung meist schon nach 5 bis 20 Minuten bemerkbar, während sie bei oraler Einnahme – also über Kapseln, Tee oder Kauen – üblicherweise 30 bis 60 Minuten braucht. Extrakte wirken in der Regel schneller und deutlich prägnanter als unverarbeitetes Pflanzenmaterial.

Über diesen Artikel

Adam Parsons ist ein erfahrener Cannabis-Autor, Redakteur und Schriftsteller mit langjähriger Mitarbeit an Fachpublikationen in diesem Bereich. Seine Arbeit umfasst CBD, Psychedelika, Ethnobotanika und verwandte Themen.

Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Adam Parsons geprüft, External contributor. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.

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Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.

Zuletzt geprüft am 24. April 2026

References

  1. [1]Harvey, A.L. et al. (2011). Pharmacological actions of the South African medicinal and functional food plant Sceletium tortuosum and its principal alkaloids. Journal of Ethnopharmacology , 137(3), 1124–1129. DOI: 10.1016/j.jep.2011.07.035
  2. [2]Loria, M.J. et al. (2014). Effects of Sceletium tortuosum in rats. Journal of Ethnopharmacology , 155(1), 731–735. DOI: 10.1016/j.jep.2014.06.007
  3. [3]Terburg, D. et al. (2013). Acute effects of Sceletium tortuosum (Zembrin), a dual 5-HT reuptake and PDE4 inhibitor, in the human amygdala and its connection to the hypothalamus. Neuropsychopharmacology , 38(13), 2708–2716. DOI: 10.1038/npp.2013.183
  4. [4]Chiu, S. et al. (2014). Proof-of-concept randomised controlled study of cognition effects of the proprietary extract Sceletium tortuosum (Zembrin) targeting phosphodiesterase-4 in cognitively healthy subjects. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine , 2014, 682014. DOI: 10.1155/2014/682014

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