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PF Tek Anleitung: Psilocybe cubensis Schritt für Schritt

Definition
Das PF Tek ist die 1991 von Robert McPherson veröffentlichte und 1995 dokumentierte Reismehl-Vermiculit-Methode zur Heimzucht von Psilocybe cubensis. Sie kombiniert günstige Zutaten, halbliterige Gläser und eine trockene Vermiculit-Deckschicht als Kontaminationsbarriere und gilt bis heute als Einstiegsprotokoll für Heimmykologen. Laut Stamets (2000) liefert ein 250-ml-Glas über 2–3 Flushes etwa 15–30 g Trockenmasse.
Nur ab 18 Das PF Tek ist eine Heimzuchtmethode, mit der auch Einsteiger auf dem Küchentisch Psilocybe cubensis aus Reismehl und Vermiculit ziehen können. Diese Anleitung richtet sich an Erwachsene und beschreibt eine mykologische Technik mit über drei Jahrzehnten Praxiserfahrung.
Was ist das PF Tek?
Das PF Tek ist die Reismehl-Vermiculit-Methode, die Robert McPherson 1991 unter dem Pseudonym Psylocybe Fanaticus anonym veröffentlichte und 1995 in seinem Zine formal dokumentierte. Für viele Heimzüchter ist es der erste Einstieg: günstige Zutaten aus Supermarkt und Gartencenter, halbliterige Gläser, eine Still-Air-Box und eine Fruchtungskammer aus einer Kunststoffbox. McPhersons Neuerung war nicht das Substrat — Körner und Vermiculit waren beide bekannt — sondern das Mischungsverhältnis (2:1:1 Vermiculit/Reismehl/Wasser) und die trockene Vermiculit-Deckschicht als Kontaminationsbarriere.

Drei Dinge vorab. Erstens: Die Technik ist auf Psilocybe cubensis zugeschnitten — sie funktioniert bei cubensis-verwandten Arten, wurde aber rund um die Physiologie dieser Art entwickelt (Fruchtungstemperatur 23–26 °C, über 90 % Luftfeuchte während der Pin-Bildung). Zweitens: Die Erträge sind bescheiden verglichen mit Grain-to-Straw-Setups — laut Stamets (2000) in Growing Gourmet and Medicinal Mushrooms sind 15–30 g Trockenmasse pro 250-ml-Glas über 2–3 Flushes realistisch. Drittens: Die Kontaminationstoleranz ist das eigentliche Verkaufsargument. Die trockene Vermiculit-Schicht bedeutet, dass ein Nieser neben einem offenen Glas verkraftbar ist — bei offenem Kornspawn wäre das anders.
Schritt 1 — Material besorgen
Die gesamte Einkaufsliste passt auf einen Küchentisch und hat sich seit 1995 kaum verändert.

- Substrat: Bio-Reismehl (braun) und grobes Vermiculit (aus dem Gartenbau, nicht der feine Staub). Verhältnis: 2 Teile Vermiculit, 1 Teil Reismehl, 1 Teil Wasser (Volumen).
- Gläser: 240-ml-Einmachgläser mit weitem Hals und zweiteiligem Metalldeckel. In jeden Deckel vier 3–4-mm-Löcher im Quadrat bohren für die Sporenspritze.
- Sporenspritze: 10-ml-Spritze mit lebensfähigen Sporen eines cubensis-Stamms. Eine Spritze reicht für 8–12 Gläser.
- Schnellkochtopf oder großer Topf mit Einsatz zur Dampfsterilisation.
- Fruchtungskammer: durchsichtige Kunststoffbox (ca. 40 Liter), auf allen sechs Seiten alle 5 cm mit 6-mm-Löchern versehen — die klassische »Shotgun Fruiting Chamber« (SGFC) mit passivem Luftaustausch.
- Perlit: 4–6 Liter in Wasser einweichen, abtropfen lassen, auf den Kammerboden geben — sorgt für Luftfeuchte.
- Still-Air-Box (SAB): eine zweite Plastikbox, umgedreht, mit zwei Armlöchern in der Längsseite. Die Laminar-Flow-Box des kleinen Mannes.
- Isopropanol (70 %), Nitrilhandschuhe, Feuerzeug, Mikroporenpflaster.
| Phase | Dauer | Zieltemperatur | Kernaktion |
|---|---|---|---|
| Sterilisation | 60 Min. + 6–8 h Abkühlen | 121 °C (15 psi) | Gläser unter Druck garen |
| Inokulation | 10 Min. pro Charge | Raumtemperatur | 0,5–1 ml pro Loch injizieren |
| Besiedlung | 3–5 Wochen | 23–26 °C, dunkel | Nicht stören |
| Konsolidierung | 7–10 Tage | 23–26 °C, dunkel | Auf Dichte warten |
| Dunk & Roll | 12–24 Stunden | 4–10 °C Wasser | Kälteschock |
| Fruchtung | 5–10 Tage bis zu den Pins | 22–24 °C, über 90 % rF | Zweimal täglich sprühen und fächeln |
Schritt 2 — Substrat mischen und Gläser befüllen
Zuerst zwei Volumen Vermiculit und ein Volumen Wasser in einer sauberen Schüssel vermengen. Rühren, bis das Vermiculit gleichmäßig feucht ist und sich kein Wasser am Boden sammelt, wenn du die Schüssel kippst — das ist »Feldkapazität«. Dann ein Volumen Reismehl einarbeiten, mit einer Gabel unterheben, nicht pressen. Die Mischung soll sich wie feuchte Semmelbrösel anfühlen, nicht wie Haferbrei.

Das Substrat locker (nicht gepresst) in jedes Glas löffeln, bis etwa 2 cm unter dem Rand. Die Innenwände über der Substratlinie sauber wischen — jedes Reismehlkrümel am Glas oberhalb des Füllstands ist eine Startrampe für Schimmel. Oben 1 cm trockenes Vermiculit aufschichten. Auf dieser Kontaminationsbarriere ruht McPhersons gesamtes Konzept.
Deckel handfest schließen und oben mit einem Stück Alufolie bedecken, damit beim Sterilisieren kein Kondenswasser in die Injektionslöcher tropft.
Schritt 3 — Sterilisieren
Sterilisieren heißt: 60 Minuten im Schnellkochtopf bei 15 psi, oder 90 Minuten Dampfsterilisation im großen Topf (Gläser in 5 cm Wasser, Deckel drauf, leicht köchelnd). Den Topf selbst langsam abkühlen und entspannen lassen — wer ihn aufreißt, saugt Deckel hinein und kann Gläser zerspringen lassen. Der komplette Abkühlvorgang dauert 6–8 Stunden; die meisten sterilisieren über Nacht.

Sterilisation ist der nicht verhandelbare Schritt. Der langjährige Protokoll-Thread auf Shroomery (letzte größere Überarbeitung 2019) nennt unzureichende Sterilisation als häufigste Ursache für Kontamination in den ersten zehn Tagen nach der Inokulation — meist erkennbar an grünen Trichoderma-Kolonien oder nassem, grauem Bakterienschleim am Substratrand.
Schritt 4 — Inokulieren
Die Inokulation passiert in der Still-Air-Box. Jede Oberfläche, die Außenseiten der Gläser und die behandschuhten Hände mit 70 %igem Isopropanol abwischen. Die Nadel der Sporenspritze mit dem Feuerzeug ausglühen, 10 Sekunden abkühlen lassen, dann durch jedes der vier Deckellöcher 0,5–1 ml Sporenlösung spritzen — die Nadel dabei schräg an die Glaswand halten, damit die Tropfen an der Innenseite hinunterlaufen. Nach der Injektion die vier Löcher mit Mikroporenpflaster abkleben.

Die inokulierten Gläser bei 23–26 °C im Dunkeln an einem stabilen Ort lagern. Ein Heizungsschrank oder das Regal über dem Kühlschrank funktionieren meistens gut. Nicht bewegen.
Schritt 5 — Besiedlung beobachten
Besiedlung zeigt sich als weißes, rhizomorphes Myzel an jeder Injektionsstelle innerhalb von 5–10 Tagen. Die vollständige Besiedlung — weißer Flaum durchs ganze Glas — dauert 3–5 Wochen, abhängig vom Stamm. Schnelle Stämme (B+, Golden Teacher, Mazatapec) sind um Tag 21 durch. Langsamere (PES Amazonian, Treasure Coast) brauchen 35–40 Tage.

Ist das Glas komplett weiß, folgen weitere 7–10 Tage »Konsolidierung« — das Myzel verliert sein flauschiges Aussehen und wird dicht. Kleine bläuliche Blutergüsse und erste braune Stellen an den Seitenwänden (Primordien, also Vor-Pins) signalisieren: bereit zur Fruchtung.
Warnsignale für Kontamination
- Grüne oder blaugrüne Flecken auf der Substratoberfläche — Trichoderma. Glas entsorgen, nicht drinnen öffnen.
- Fluffiges, hellgraues bis anthrazitfarbenes Gespinst, das sich schnell über das weiße Myzel ausbreitet — Cobweb-Schimmel. Manchmal durch sofortiges Trocknen zu retten, meist nicht.
- Nasse, schleimige, säuerlich riechende Stellen — Bakterienfäule, oft durch zu feuchtes Substrat. Sofort entsorgen.
- Rosa, orange oder gelbe Flecken — Bakterien oder Neurospora. Entsorgen.
Gelbe Metaboliten (Flüssigkeitstropfen aus gesundem Myzel) sind nicht dasselbe wie gelbe Kontamination — sie sitzen als kleine Perlen, breiten sich nicht aus und riechen nicht sauer.
Schritt 6 — Birthen, Dunken, Rollen
Einen Cake »birthen« bedeutet: Deckel abschrauben und das Glas kopfüber auf eine desinfizierte Fläche klopfen — das Substrat sollte als fester Block herausrutschen. Die Cakes in kaltem (4–10 °C) Trinkwasser beschwert 12–24 Stunden tauchen. Das rehydriert das Substrat für spätere Flushes, und der Kälteschock imitiert den Herbstreiz, auf den cubensis evolutionär reagiert.

Cakes abtropfen lassen, in trockenem Vermiculit rollen (die feuchte Oberfläche wird so zu einer weiteren Kontaminationsbarriere) und auf umgedrehten Glasdeckeln als Sockel in die vorbereitete SGFC auf das feuchte Perlit stellen.
Schritt 7 — Fruchten, Flushen, wiederholen
Fruchtungsbedingungen: 22–24 °C, über 90 % relative Luftfeuchte, indirektes Umgebungslicht im 12/12-Rhythmus (jede Zimmerlampe reicht — cubensis nutzt Licht als Richtungsreiz, nicht als Energiequelle) und Frischluftaustausch 4–6-mal täglich. Sprühprotokoll: Kammerdeckel kurz anheben, die Innenwände (nicht die Cakes direkt) mit destilliertem Wasser besprühen, dann mit dem Deckel 30 Sekunden lang abgestandene Luft herausfächeln. Zweimal täglich.

Pinköpfe erscheinen 5–10 Tage nach dem Birthing. Geerntet wird bei Velum-Bruch — dem Moment, in dem der Teilschleier unter dem Hut reißt, aber bevor die Sporen abfallen. Ein gesunder Halbliter-Cake bringt im ersten Flush 15–25 g frisch, grob 1,5–2,5 g trocken. Nach der Ernte den Cake erneut dunken und rollen, dann Flush zwei. Die meisten Cakes liefern 2–3 brauchbare Flushes, bevor der Ertrag unter die Mühe fällt.
Jedes Jahr im Januar kommen dieselben Fälle an den Tresen: »Besiedlung lief top, aber nichts fruchtet.« Neun von zehn Mal steht die Kammer auf der Fensterbank neben der Heizung — tagsüber 28 °C, nachts 17 °C. Cubensis verträgt diesen Schwung schlechter als beide Temperaturen einzeln. Ein billiges Aquarienthermometer in der Kammer klärt mehr »gescheiterte Zuchten« als jedes Equipment-Upgrade.
Wie das PF Tek im Vergleich zu modernen Alternativen abschneidet
Das PF Tek ist langsamer und ertragsärmer als Grain-Spawn-to-Bulk-Techniken — ein Punkt, den schon Stamets (2000) anmerkt und der im Community-Konsens auf Mycotopia bestätigt wird. Eine 2-kg-Bulk-Wanne kann einen Sechs-Glas-PF-Lauf um das Vierfache übertreffen. Was bleibt, ist der Lernwert: jeder Schritt sichtbar, jeder Fehler diagnostizierbar, die Materialkosten unter 40 €. Für Heimzüchter, die das fertige Ergebnis ohne Stützräder wollen, überspringen vorbesiedelte Formate wie Grow Kits in Plastikwannen oder versiegelte Ready-2-Grow-Beutel die Glasphase komplett und starten bei Schritt 6. Die EMCDDA beobachtet die europäischen Trends beim Konsum psilocybinhaltiger Pilze; die Beckley Foundation liefert parallel klinische Forschungsarbeiten für alle, die Zucht als Teil eines breiteren Interesses an der Substanz verstehen.

Fragen zu Konsum, Dosierung und Zubereitung gehören nicht in diese Anleitung — dafür gibt es den Psilocybin-Hub. Ein kurzer Sicherheitshinweis, der in jeden Zuchttext gehört: Getrocknete Psilocybinpilze interagieren gefährlich mit MAO-Hemmern, SSRIs und Lithium. Die Details stehen im eigenen Artikel zu Psilocybin-Interaktionen.
Wo das PF Tek an seine Grenzen stößt
Ganz offen: Wer pro Lauf ein Kilo getrocknete Pilze ernten will, ist hier falsch. Bulk-Setups mit Kornspawn auf Kokosfaser liefern bei gleichem Zeiteinsatz rund das Vierfache. Das PF Tek rechtfertigt sich als Lernmethode und für Züchter, die nur eine Handvoll Gläser gleichzeitig brauchen — nicht als Produktionsprozess. Das ist keine Schwäche, sondern eine Designentscheidung.
Passende Produkte bei Azarius
Wenn dir der komplette DIY-Zuchtweg nach mehr Küchentischchemie aussieht, als du wolltest: Azarius führt zwei vorgefertigte Formate, die direkt bei der Fruchtung einsteigen. Das Grow Kit (Plastikwanne mit Casing-Schicht — Golden Teacher, B+, McKennaii, Mazatapec, Cambodia, Mexican, PES Amazonian, Treasure Coast) oder den Ready-2-Grow-Beutel (versiegelt, All-in-one — APE, Enigma, Golden Teacher, Hillbilly Pumpkin, Jack Rabbit, Jedi Mind Fuck, Makilla Gorilla, McKennaii, MVP). Sporenspritzen für eigene Reismehl-Gläser gibt es separat in der Sporenkategorie.
Zuletzt aktualisiert: April 2026
Häufig gestellte Fragen
8 FragenWie schwierig ist das PF Tek für Einsteiger?
Wie lange dauert das PF Tek von der Spore bis zur Ernte?
Was ist der Unterschied zwischen PF Tek und Grain Spawn?
Warum ist die trockene Vermiculit-Deckschicht so wichtig?
Können PF-Tek-Cakes mehrere Flushes bringen?
Welche Temperatur braucht das PF Tek bei Besiedlung und Fruchtung?
Was ist das richtige Substratverhältnis für PF Tek?
Brauche ich einen Schnellkochtopf für die PF-Tek-Sterilisation?
Über diesen Artikel
Adam Parsons ist ein erfahrener Cannabis-Autor, Redakteur und Schriftsteller mit langjähriger Mitarbeit an Fachpublikationen in diesem Bereich. Seine Arbeit umfasst CBD, Psychedelika, Ethnobotanika und verwandte Themen.
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Adam Parsons geprüft, External contributor. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 25. April 2026
References
- [1]Stamets, P. (2000). Growing Gourmet and Medicinal Mushrooms (3rd ed.). Ten Speed Press, Berkeley, CA. Source
- [2]Oei, P. (2003). Mushroom cultivation: appropriate technology for mushroom growers (3rd ed.). Backhuys Publishers, Leiden, Netherlands.
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