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Azarius

Cannabis gießen: Frequenz, Menge und Runoff richtig einstellen

AZARIUS · Why frequency, volume and runoff are one decision, not three
Azarius · Cannabis gießen: Frequenz, Menge und Runoff richtig einstellen

Definition

Bewässerungsfrequenz, Gießmenge und Runoff bilden beim Cannabisanbau einen Regelkreis, der sich an Substrat, Topfgröße und Pflanzenphase anpasst. Richtig eingestellt bekommen die Wurzeln gleichzeitig Sauerstoff, Nährstoffe und Feuchtigkeit — falsch eingestellt ist es die häufigste Ursache für Ertragsverluste im Home-Grow.

Nur für Erwachsene — dieser Leitfaden richtet sich an Grower ab 18 Jahren. Der Inhalt ist rein bildend und stellt keine Rechts- oder Anbauberatung dar. Azarius gibt keine Empfehlungen zum Anbau in deiner Jurisdiktion.

Bewässerungsfrequenz, Wassermenge und Runoff sind beim Cannabisanbau keine drei getrennten Entscheidungen, sondern ein Regelkreis. Substrat, Topfgröße und Pflanzenphase bestimmen gemeinsam, wie die Wurzeln gleichzeitig Sauerstoff, Nährstoffe und Feuchtigkeit bekommen. Wer diesen Regelkreis versteht, trennt das Zelt, das abliefert, vom Zelt, das stehenbleibt. Zu viel Wasser erstickt die Wurzeln und zieht Trauermücken an. Zu wenig bremst das Wachstum und sorgt für Nährstoff-Lockout. Die Antwort ist kein Gießplan — sondern ein Feedback zwischen Topfgewicht, Topfgröße, Pflanzengröße und dem, was unten wieder herauskommt (Zheng et al., 2007) (Zheng et al., 2007) (Burgel et al., 2020).

Warum Frequenz, Menge und Runoff eine einzige Entscheidung sind

Gießen ist ein physikalisches Problem, kein Kalenderproblem. Die gängige Anfängerregel »alle zwei bis drei Tage« greift zu kurz. Entscheidend ist, wie viel Wasser das Substrat bei Feldkapazität hält, wie schnell Pflanze und Verdunstung es wieder herausziehen und ob die zugeführten Salze durchgespült werden oder sich in der Wurzelzone ansammeln. Die Frequenz ergibt sich aus der Austrocknungsgeschwindigkeit. Die Menge ergibt sich aus Topfgröße und gewünschtem Runoff. Und der Runoff — die Flüssigkeit, die unten abläuft — ist dein Diagnoseinstrument: pH und EC zeigen dir, was an den Wurzeln wirklich passiert.

AZARIUS · Warum Frequenz, Menge und Runoff eine einzige Entscheidung sind
AZARIUS · Warum Frequenz, Menge und Runoff eine einzige Entscheidung sind

Erde, Kokos und hydroponische Systeme verhalten sich so unterschiedlich, dass eine Einheitsregel nicht funktioniert. Untersuchungen an kokosbasierten Substraten (Caplan et al., 2017, HortScience) zeigen, dass der Ertrag von Cannabis stark auf Fertigationsrate und Bewässerungsmanagement reagiert — Blütepflanzen ziehen unter identischen Bedingungen deutlich mehr Wasser als Pflanzen in der Wachstumsphase (Caplan et al., 2017) (Caplan et al., 2019).

Schritt 1 — Weiß, in welchem Substrat du tatsächlich anbaust

Das Substrat setzt alle weiteren Entscheidungen. Die erste Frage ist nicht »wie oft«, sondern »worin«.

AZARIUS · Schritt 1 — Weiß, in welchem Substrat du tatsächlich anbaust
AZARIUS · Schritt 1 — Weiß, in welchem Substrat du tatsächlich anbaust
  • Erde (Torfbasis): Hält Wasser am längsten und puffert den pH. Zielbereich in der Wurzelzone: pH 6,2–6,8. Gieß, wenn die obersten 2–3 cm trocken sind und der Topf beim Anheben deutlich leichter wirkt.
  • Kokos: Verhält sich eher wie Hydro als wie Erde. Ziel pH 5,8–6,2, EC je nach Phase 1,2–2,0. Kokos hält keine eigenen Nährstoffe — jede Bewässerung muss eine Düngung sein. Der volumetrische Wassergehalt bei Sättigung liegt bei rund 65 % (Athena Agriculture, technisches Bulletin 2022) (Saloner & Bernstein, 2020) (UC ANR, 2011).
  • Hydroponik (DWC, RDWC, NFT, Ebbe-Flut): Die Frequenz ist kontinuierlich oder nahezu kontinuierlich. pH 5,5–6,0, EC 1,0–2,2. »Gießen« heißt hier Nährlösungsmanagement, nicht Kanne über den Topf kippen.

Wenn du nicht sicher weißt, welches dieser Substrate du hast, klär das zuerst. Eine Regel, die im 5-Liter-Erdtopf funktioniert, ertränkt einen 1-Liter-Kokos-Sämling und verhungert gleichzeitig eine 15-Liter-Blütepflanze in Kokos.

Schritt 2 — Passe die Menge an die Topfgröße an, nicht an die Pflanzengröße

Als Arbeitsregel: pro Gießgang 10–20 % des Topfvolumens zuführen, und davon 10–20 % als Runoff anstreben. Das deckt die meisten europäischen Home-Grows in Erde und Kokos ab (UC ANR, 2011).

AZARIUS · Schritt 2 — Passe die Menge an die Topfgröße an, nicht an die Pflanzengröße
AZARIUS · Schritt 2 — Passe die Menge an die Topfgröße an, nicht an die Pflanzengröße
TopfgrößeUngefähre GießmengeZielrunoff
0,5–1 L (Sämling)50–150 mlEinige Tropfen bis 15 ml
5 L500–1.000 ml50–150 ml
11 L1,1–2,2 L110–330 ml
15–20 L1,5–4 L150–600 ml

In Kokos gießt du kleinere Mengen häufiger — manche Grower bewässern in der späten Blüte drei- bis sechsmal täglich mit geringem Volumen. In Erde größere Mengen seltener. So oder so: Die Runoff-Menge ist wichtiger als die zugeführte Menge. Kein Runoff bedeutet über Wochen Salzanreicherung. Zu viel Runoff bedeutet verschwendeten Dünger und nassen Boden.

Schritt 3 — Setze die Frequenz über das Topfgewicht, nicht über die Uhr

Heb den Topf hoch — das ist die Methode. Gesättigte Töpfe sind schwer, trockene spürbar leicht. Innerhalb einer Woche hast du das Gefühl für »braucht jetzt Wasser« und »hält noch«.

AZARIUS · Schritt 3 — Setze die Frequenz über das Topfgewicht, nicht über die Uhr
AZARIUS · Schritt 3 — Setze die Frequenz über das Topfgewicht, nicht über die Uhr
  • Sämlinge (Woche 1–2): In Erde alle 2–4 Tage, in Kokos täglich bis zweimal täglich in winzigen Mengen (50–100 ml rund um den Stängel). Ertränken tötet mehr Sämlinge als alles andere.
  • Wachstum (Woche 3–6 Photoperiode, Woche 2–4 Autoflower): In Erde alle 1–3 Tage, in Kokos täglich. Die Pflanze verdoppelt sich wöchentlich und der Wasserbedarf steigt rapide.
  • Frühe Blüte (Stretch, Woche 1–3 im 12/12): In Erde alle 1–2 Tage, in Kokos 1–3 mal täglich. Die Transpiration erreicht ihren Höhepunkt, sobald sich das Blätterdach schließt (Burgel et al., 2020).
  • Mittlere bis späte Blüte: Größter Verbrauch. Ein 15-Liter-Erdtopf mit ausgewachsener Pflanze unter 400 W LED trinkt in einem warmen Zelt 2–3 Liter pro Tag.

Ehrliche Einschränkung: Diese Bereiche sind Anhaltspunkte, keine Rezepte. Das Umgebungsklima macht die halbe Rechnung aus. Höhere Temperaturen, niedrigere Luftfeuchte, stärkere PPFD und bessere Luftzirkulation beschleunigen die Transpiration alle. Eine Pflanze bei 900 PPFD und VPD 1,3 kPa trinkt deutlich mehr als dieselbe Pflanze bei 500 PPFD und 0,9 kPa — im direkten Vergleich im selben Zelt kann der Unterschied das Doppelte betragen (Fluence, 2021).

Schritt 4 — Nutze den Runoff als Diagnose, nicht nur als Abfluss

Runoff sind Daten, kein Abwasser. Einmal pro Woche (Erde) oder alle paar Düngungen (Kokos) fängst du den Ablauf in einer sauberen Schale auf und misst zwei Dinge:

AZARIUS · Schritt 4 — Nutze den Runoff als Diagnose, nicht nur als Abfluss
AZARIUS · Schritt 4 — Nutze den Runoff als Diagnose, nicht nur als Abfluss
  1. pH: Vergleiche Runoff-pH mit Input-pH. Wenn du bei 6,2 gegossen hast und der Runoff kommt bei 5,4 raus, versauert die Wurzelzone — Calcium- und Magnesium-Lockout zeichnet sich ab (Shiponi & Bernstein, 2021).
  2. EC: Vergleiche Runoff-EC mit Input-EC. Deutlich höherer Runoff-EC = Salze sammeln sich an, Zeit zum Spülen oder die Düngerkonzentration senken. Deutlich niedrigerer Runoff-EC = die Pflanze trinkt kräftig, du kannst stärker düngen (Saloner & Bernstein, 2020).

Das ist die nützlichste Gewohnheit, die ein Grower aufbauen kann. Ein günstiges Kombi-pH/EC-Messgerät hat sich beim ersten erkannten Lockout bereits bezahlt gemacht — vor den ersten Krallblättern. Lohnt sich die kleine Investition vor dem nächsten Grow.

Aus unserem Laden:

15-Liter-Stofftopf mit Kokos, Woche 6 der Blüte, Royal Queen Seeds Northern Light Auto unter einer 250-W-LED: der Runoff-EC kroch innerhalb von zehn Tagen von 1,8 (Input) auf 3,1 hoch, während wir den Düngeplan unverändert ließen. An den Blättern noch nichts zu sehen — nur die unteren Fächerblätter waren einen Tick matter als sie sein sollten. Zwei Gänge mit klarem Wasser bei 20 % Runoff brachten den Wert zurück auf 2,0, und die Pflanze legte in den letzten zwei Wochen nochmal 30 g Trockengewicht zu. Nur übers Topfheben hätten wir das nicht gemerkt. Der Messstift schon.

Schritt 5 — Vermeide die fünf Fehler, die die meisten ersten Grows ruinieren

Fehlschläge beim ersten Grow gehen fast immer auf dieselbe kurze Liste zurück:

AZARIUS · Schritt 5 — Vermeide die fünf Fehler, die die meisten ersten Grows ruinieren
AZARIUS · Schritt 5 — Vermeide die fünf Fehler, die die meisten ersten Grows ruinieren
  1. Nach festem Zeitplan gießen, egal wie schwer der Topf ist. Ein Sämling in Woche 2 braucht nicht das, was eine Blütepflanze in Woche 6 braucht.
  2. Zu große Töpfe für kleine Pflanzen. Ein Sämling in einem 15-Liter-Topf sitzt eine Woche lang in nasser Erde. Fang mit 0,5–1 L an und topfe um. Direkt in den Endtopf geht nur bei Autoflowern und dann mit sehr kleinen Mengen direkt am Stängel.
  3. Runoff-EC und pH nie messen. Du fliegst blind. Das zuerst abstellen.
  4. Wochenlang ohne Runoff gießen. Salzanreicherung ist kumulativ und unsichtbar — bis sie es nicht mehr ist (Shiponi & Bernstein, 2021).
  5. Kaltes Wasser direkt aus der Leitung. Ziel: 18–22 °C in der Wurzelzone. Kaltes Wasser schockt die Wurzeln und bremst die Aufnahme. Deutsches Leitungswasser liegt im Winter bei rund 8–10 °C.

Deutsches Leitungswasser ist für Cannabis meist in Ordnung (mittelharte Bereiche), aber lass es 24 Stunden stehen oder nutze einen Dechlorator, wenn deine Versorgung stark gechlort ist. Umkehrosmosewasser brauchst du eigentlich nur, wenn dein Leitungs-EC über ~0,6 liegt.

Eine Anmerkung zum Flushen

Flushen bedeutet, klares, pH-angepasstes Wasser durchs Substrat laufen zu lassen, um angesammelte Salze auszuspülen. Sinnvoll ist das, wenn der Runoff-EC dauerhaft zu hoch läuft oder ein Lockout mitten im Grow zurückgesetzt werden muss. Ob eine zweiwöchige Schlussspülung vor der Ernte die Qualität des Curings spürbar verbessert, ist umstritten: Eine Studie von Stenerson & Oden (2020) fand keinen signifikanten Unterschied im Cannabinoid- oder Aschegehalt zwischen gespülten und ungespülten Pflanzen bei Flush-Perioden von 0, 7 und 14 Tagen. Grower berichten dennoch von subjektiven Geschmacksunterschieden. Sauberes Trocknen und Curen macht so oder so mehr aus.

AZARIUS · Eine Anmerkung zum Flushen
AZARIUS · Eine Anmerkung zum Flushen

Passende Azarius-Grow-Produkte

Für Grower, die Bewässerung und Messung aufsetzen, führt Azarius pH/EC-Messgeräte, Stofftöpfe in verschiedenen Größen und kokosgeeignete Düngerlinien von Marken wie BioBizz, Plagron und Canna. Wer vor der Samenbestellung noch die Genetik sucht: Das feminisierte und autoflower Sortiment von Royal Queen Seeds, Dutch Passion und Sensi Seeds ist der Startpunkt der meisten Home-Grower. Substrat und Messung zuerst aufsetzen, dann Genetik kaufen.

Referenzen

  • Caplan, D., Dixon, M., & Zheng, Y. (2017). Optimal rate of organic fertilizer during the vegetative-stage for cannabis grown in two coir-based substrates. HortScience, 52(9), 1307–1312.
  • Athena Agriculture (2022). Coco substrate VWC and fertigation technical bulletin.
  • Stenerson, K. K., & Oden, G. (2020). The impact of flushing on cannabinoid, terpene, and nutrient content of dried cannabis flower. Cannabis Science and Technology, 3(8).
  • European Union Drugs Agency (EUDA, vormals EMCDDA). Cannabis drug profile, aktualisiert 2024.

Zuletzt aktualisiert: April 2026

Literatur

  1. Caplan, D., Dixon, M., & Zheng, Y. (2017). Optimal rate of organic fertilizer during the vegetative-stage for cannabis grown in two coir-based substrates. HortScience, 52(9), 1307-1312. https://doi.org/10.21273/HORTSCI11903-17.
  2. Caplan, D., Dixon, M., & Zheng, Y. (2019). Increasing inflorescence dry weight and cannabinoid content in medical cannabis using controlled drought stress. HortScience, 54(5), 964-969. https://doi.org/10.21273/HORTSCI13510-18.
  3. Zheng, Y., Wang, L., & Dixon, M. (2007). An upper limit for elevated root zone dissolved oxygen concentration for tomato. Scientia Horticulturae, 113, 162-168. https://doi.org/10.1016/j.scienta.2007.03.011.
  4. Burgel, L., Hartung, J., Schibano, D., & Graeff-Hönninger, S. (2020). Impact of different phytohormones on morphology, yield and cannabinoid content of Cannabis sativa L.. Plants, 9(6), 725. https://doi.org/10.3390/plants9060725.
  5. Saloner, A. & Bernstein, N. (2020). Response of medical cannabis (Cannabis sativa L.) to nitrogen supply under long photoperiod. Frontiers in Plant Science, 11, 572293. https://doi.org/10.3389/fpls.2020.572293.
  6. Shiponi, S. & Bernstein, N. (2021). The highs and lows of P supply in medical cannabis: Effects on cannabinoids, the ionome, and morpho-physiology. Frontiers in Plant Science, 12, 657323. https://doi.org/10.3389/fpls.2021.657323.
  7. Fulton, A., Schwankl, L., Lynn, K., Lampinen, B., Edstrom, J., & Prichard, T. (2011). Using EM and VERIS technology to assess land suitability for orchard and vineyard development. University of California Agriculture and Natural Resources, Publication 8498. https://anrcatalog.ucanr.edu/pdf/8498.pdf.
  8. Fluence Bioengineering (2021). Cannabis cultivation guide: Best practices for growing with LED technology. Fluence Technical White Paper. https://fluence.science/science-articles/horticulture-lighting-metrics/.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss ich Cannabis in Erde gegenüber Kokos gießen?
Erde: alle 1–3 Tage, je nach Topfgewicht und Phase. Kokos: in der Wachstumsphase täglich, in der späten Blüte oft 2–6 mal täglich mit kleineren Mengen. Erde puffert Wasser und Nährstoffe, Kokos hält weder das eine noch das andere und verhält sich dadurch eher wie Hydroponik — jede Bewässerung muss gedüngt sein.
Wie viel Runoff sollte ich anpeilen?
Bei jeder Düngung in Erde und Kokos 10–20 % Runoff. Weniger und die Salze sammeln sich über Wochen an, mehr und du verschwendest Dünger. Bei reiner Hydroponik (DWC, NFT) greift das Konzept nicht — dort managst du einen Tank, keinen Topf.
Was sagen mir Runoff-EC und -pH?
Vergleiche Runoff mit Input. Runoff-EC deutlich höher als Input-EC heißt: Salze sammeln sich an — Düngerkonzentration senken oder spülen. Runoff-pH deutlich unter Input-pH deutet auf eine versauernde Wurzelzone und wahrscheinlichen Calcium-/Magnesium-Lockout hin. Das ist die schnellste Diagnose, die du hast, bevor die Blätter Symptome zeigen.
Kann man Cannabis in Stofftöpfen überwässern?
Ja. Stofftöpfe drainieren und luftbeschneiden besser als Plastik, verhindern Überwässerung aber nicht — vor allem nicht bei Sämlingen in zu großen Töpfen oder in kalten Zelten mit langsamer Verdunstung. Die Gießfrequenz muss weiterhin zum Topfgewicht passen, nicht zum Topftyp.
Warum ist mein Runoff-EC höher als die Eingabe?
Salze aus vorherigen Düngungen sind nicht vollständig durchgespült und lösen sich in neuen Bewässerungen wieder auf. Tritt häufig nach wochenlangem Gießen ohne Runoff auf oder in Kokos, das vor dem Pflanzen nicht mit CalMag gepuffert wurde. Zwei Gänge mit klarem oder sehr schwach gedüngtem Wasser bei 20 % Runoff setzen das meist zurück.
Sollte ich bei Lichtstart oder bei Lichtaus gießen?
Kurz vor oder bei Lichtstart gießen. Das bringt die Bewässerung mit dem Transpirationshoch in Deckung — die Wurzeln nehmen Wasser während der Lichtphase auf, nicht in der Dunkelphase. Gießen bei Lichtaus lässt das Substrat über Nacht gesättigt stehen, wenn die Aufnahme niedrig ist, und erhöht das Risiko für Wurzelprobleme und Trauermücken.
Wie erkenne ich durch Anheben des Topfes, wann meine Cannabispflanze Wasser braucht?
Hebe den Topf direkt nach dem Gießen an und merke dir das Gewicht — das ist die Feldkapazität. Gieße erneut, wenn der Topf deutlich leichter ist, in Erde etwa 50–70 % leichter. Bei Kokos solltest du nicht so weit austrocknen lassen; gieße, sobald der oberste Zentimeter trocken ist, denn Kokos verhält sich eher wie Hydro als wie Erde. Kleine Töpfe (0,5–1 L) können in der Blüte mehrmals täglich Wasser brauchen, während ein 15–20 L Erdtopf mehrere Tage durchhält.
Wie passe ich Gießhäufigkeit und -menge beim Wechsel von Wachstum zu Blüte an?
Blühende Cannabispflanzen transpirieren unter gleichen Bedingungen deutlich mehr Wasser als vegetative (Caplan et al., 2019). In der Praxis steigt die Gießfrequenz — in Kokos oft auf das Doppelte — während das Volumen bei 10–20 % des Topfvolumens mit 10–20 % Drain bleibt. Überwache den EC des Drains beim Übergang genau; ein steigender EC zeigt, dass die Pflanze noch nicht genug trinkt und du die Frequenz statt des Volumens erhöhen solltest. In Erde trocknen die oberen 2–3 cm schneller, wenn der Blütebedarf steigt.

Über diesen Artikel

Luke Sholl schreibt seit 2011 über Cannabis, Cannabinoide und die weitreichenden Vorteile der Natur und baut seit über einem Jahrzehnt selbst Cannabis in Homegrow-Zelten an. Diese praktische Anbauerfahrung – die den gesa

Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Luke Sholl geprüft, External contributor since 2026. Redaktionelle Aufsicht durch Adam Parsons.

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Zuletzt geprüft am 24. April 2026

References

  1. [1]Caplan, D., Dixon, M., & Zheng, Y. (2017). Optimal rate of organic fertilizer during the vegetative-stage for cannabis grown in two coir-based substrates. HortScience, 52(9), 1307-1312. DOI: 10.21273/HORTSCI11903-17
  2. [2]Caplan, D., Dixon, M., & Zheng, Y. (2019). Increasing inflorescence dry weight and cannabinoid content in medical cannabis using controlled drought stress. HortScience, 54(5), 964-969. DOI: 10.21273/HORTSCI13510-18
  3. [3]Zheng, Y., Wang, L., & Dixon, M. (2007). An upper limit for elevated root zone dissolved oxygen concentration for tomato. Scientia Horticulturae, 113, 162-168. DOI: 10.1016/j.scienta.2007.03.011
  4. [4]Burgel, L., Hartung, J., Schibano, D., & Graeff-Hönninger, S. (2020). Impact of different phytohormones on morphology, yield and cannabinoid content of Cannabis sativa L.. Plants, 9(6), 725. DOI: 10.3390/plants9060725
  5. [5]Saloner, A. & Bernstein, N. (2020). Response of medical cannabis (Cannabis sativa L.) to nitrogen supply under long photoperiod. Frontiers in Plant Science, 11, 572293. DOI: 10.3389/fpls.2020.572293
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  8. [8]Fluence Bioengineering (2021). Cannabis cultivation guide: Best practices for growing with LED technology. Fluence Technical White Paper. Source

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