
Ernte & Trocknung
von Pollinator
Der Pollinator P150 ist eine motorisierte Trockensiebmaschine, die Harzkristalle per rotierender 150-Mikron-Siebtrommel vom Pflanzenmaterial trennt. In Amsterdam entwickelt und seit den späten 90ern auf dem Markt, gehört der Pollinator zu den ersten elektrischen Siebmaschinen überhaupt — und läuft bis heute zuverlässig. Bis zu 150 Gramm getrocknetes Material pro Durchgang, Knopf drücken, Kristalle von der Glasfläche abnehmen. Keine Lösungsmittel, keine Beutel, kein Chaos. Rein mechanische Trennung, sauber umgesetzt.
Der P150 kommt betriebsbereit bei dir an — kein Werkzeug nötig, kein langwieriger Aufbau. Das ist im Paket:
Die Verarbeitung fühlt sich solide an — die Trommel rastet auf der Motorseite und der gegenüberliegenden Auflage hörbar ein, und der Magnetdeckel schnappt mit einem satten Klack zu. Das 150-Mikron-Sieb sitzt straff und gleichmäßig gespannt. Klingt nach einem Detail, macht aber einen spürbaren Unterschied: Ein lockeres oder ungleichmäßig gespanntes Sieb liefert ungleichmäßige Ergebnisse und lässt Pflanzenmaterial durch, das da nicht hingehört. Beim P150 passiert das nicht.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Siebgröße | 150 Mikron |
| Kapazität pro Durchgang | 150 g getrocknetes Pflanzenmaterial |
| Empfohlene Erstlaufzeit | 2–5 Minuten |
| Vorfrieren empfohlen | 2 Stunden in luftdichtem Beutel |
| Antrieb | Elektromotor |
| Trommeldeckel | Magnetverschluss |
| SKU | HS0664 |
| Kategorie | Ernte und Verarbeitung |
Für ein vollständiges Siebsetup lohnt sich ein Blick auf Presssiebe oder eine Pollenpresse — damit bringst du deine gesammelten Kristalle in eine kompakte, lagerfähige Form. Vakuumierbeutel helfen beim Vorfrieren: Eine wirklich luftdichte Versiegelung macht einen deutlichen Unterschied bei der Trennqualität.
Von Hand über ein Seidensieb arbeiten funktioniert — keine Frage. Aber es ist langsam, ungleichmäßig, und nach zehn Minuten tun dir die Arme weh. Wir haben schon Leute gesehen, die einen ganzen Nachmittag mit Handsieben verbracht haben, was der P150 in einem einzigen 5-Minuten-Durchgang erledigt. Sobald du mehr als eine kleine Personalernte verarbeitest, rechnet sich Handarbeit einfach nicht mehr.
Der eigentliche Vorteil liegt in der Gleichmäßigkeit. Eine motorisierte Trommel dreht mit konstanter Geschwindigkeit, verteilt den Druck gleichmäßig über die gesamte Siebfläche und wird nicht ungeduldig nach der Hälfte. Das bedeutet: Deine erste Sammlung ist tatsächlich das reinste Material — die leichtesten, feinsten Harzköpfe, die durch das 150-Mikron-Sieb fallen, bevor Pflanzenmaterial überhaupt die Chance hat, sich zu zersetzen und die Auffangfläche zu verunreinigen. Per Hand ist dieses Maß an Kontrolle schlicht nicht reproduzierbar, egal wie sorgfältig du arbeitest.
Die 150-Gramm-Kapazität reicht auch für größere Verarbeitungsmengen locker aus. Mehrere Durchgänge hintereinander, und du arbeitest eine komplette Ernte an einem Nachmittag ab statt in einer ganzen Woche. Als eine der ersten elektrischen Maschinen für Trockenharzextraktion wurde der Pollinator über Jahre im praktischen Einsatz verfeinert — das ist kein Entwurf, der im Labor entstanden und ungetestet verschickt wurde.
Eine ehrliche Einschränkung: Das 150-Mikron-Sieb ist eine einzelne Größe. Wenn du dein Material in mehrere Qualitätsstufen aufteilen willst — etwa 73 Mikron für die absolute Spitzenqualität und 120 Mikron für Kochqualität — brauchst du ein Mehrbeutelsystem wie den Ice-O-Lator. Der P150 liefert dir eine saubere Trennung bei 150 Mikron. Für die meisten Grower ist das genau das Richtige: ein schneller, zuverlässiger erster Durchlauf, der das Gute sammelt, ohne dass du dich in Details verlierst. Aber wenn du Wettbewerbsreinheit über mehrere Grade hinweg anstrebst, solltest du wissen: Diese Maschine macht eine Sache — und die richtig gut.
Wir verkaufen den Pollinator seit Jahren und haben selbst hunderte Durchgänge mit verschiedenen Siebmaschinen hinter uns. Was beim P150 wirklich den Unterschied macht:
Temperatur ist alles. Die 2 Stunden Vorfrieren sind kein Vorschlag — es ist der einzelne größte Faktor für deine Endqualität. Manche Grower gehen noch weiter und betreiben die Maschine in einem kalten Raum oder stellen das ganze Gerät im Winter neben ein offenes Fenster. Kalte Harzköpfe sind spröde Harzköpfe, und spröde heißt: Sie lösen sich sauber ab. Warmes Material verschmiert, klebt am Sieb und ergibt eine grünere, weniger reine Sammlung.
Widersteh der Versuchung, die Trommel vollzupacken. Ja, 150 Gramm passen rein. Aber bei besonders dichtem oder klebrigem Material bringt eine Reduktion auf 100–120 Gramm der Trommel mehr Raum zum effektiven Durchmischen. Du bekommst tatsächlich eine bessere Trennung mit etwas weniger Material als mit einer vollgestopften Trommel, in der sich nichts frei bewegen kann.
Halte den ersten Durchgang kurz — 2 Minuten reichen oft schon. Diese erste Sammlung, manchmal „First Pull" oder „Grade A" genannt, unterscheidet sich sichtbar von späteren Durchgängen. Sie ist heller in der Farbe, feiner in der Textur, und wenn du sie zwischen den Fingern reibst, fühlt sie sich sandig an, fast wie Talkum — nicht klebrig und pflanzenschwer. Spätere Durchgänge liefern ebenfalls brauchbares Material, aber die Qualität nimmt mit jedem Durchlauf ab. Wenn du die Sammlungen getrennt hältst, kannst du selbst entscheiden, wie du jede Qualitätsstufe verwendest.
Der Aufbau dauert etwa 2 Minuten. Kein Werkzeug, kein fummeliges Zusammenbauen. So läuft der Prozess von Anfang bis Ende:
Beide Geräte stammen vom selben Amsterdamer Hersteller, und wir führen beide im Sortiment. Hier der direkte Vergleich:
| Merkmal | Pollinator P150 | Ice-O-Lator (Beutelsystem) |
|---|---|---|
| Methode | Trockensiebung (motorisierte Trommel) | Eiswasserextraktion (manuelle Agitation) |
| Kapazität | 150 g pro Durchgang | Variiert je nach Beutelgröße |
| Laufzeit pro Durchgang | 2–5 Minuten | 15–20 Minuten plus Trocknung |
| Qualitätstrennung | Einzelne Stufe (150 Mikron) | Mehrere Stufen (Mehrbeutelsystem) |
| Trocknung nötig | Nein — sofort sammeln und pressen | Ja — 24–48 Stunden Lufttrocknung |
| Aufwand und Sauberkeit | Minimal — trockener Prozess | Wasser, Eis, nasses Material |
| Am besten geeignet für | Geschwindigkeit, Volumen, Einfachheit | Maximale Reinheitsabstufung |
Wenn Geschwindigkeit und Einfachheit deine Priorität sind — und das trifft auf die meisten Grower zu — gewinnt der P150. Du sammelst trockenes, pressfertig Material in unter 5 Minuten, und die Reinigung beschränkt sich auf das Abbürsten der Auffangfläche. Der Ice-O-Lator liefert über sein Mehrbeutelsystem wohl das reinere Spitzenmaterial, aber er bringt Wasser, Eis, nasse Extraktion und einen vollen Tag Trocknung mit sich, bevor du mit dem Ergebnis irgendetwas anfangen kannst. Wir würden den P150 für die regelmäßige Verarbeitung bestellen und den Ice-O-Lator für besondere Chargen aufheben, bei denen du in 3–4 unterschiedliche Qualitätsstufen trennen willst.
Das Trommelsieb ist das Bauteil, das am meisten beansprucht wird. Bei 150 Mikron ist das Gewebe fein genug, um Pflanzenmaterial zurückzuhalten, aber robust genug für regelmäßigen Einsatz — solange du Stängel fernhältst. Das können wir nicht oft genug betonen: Ein einziger holziger Stängel, der während eines Durchgangs in der Trommel herumrollt, kann das Sieb dehnen oder einreißen. Immer gründlich entstängeln, bevor du befüllst.
Reinige das Sieb nach jeder Sitzung mit einer weichen Bürste. Harzablagerungen verstopfen mit der Zeit die Maschen und reduzieren deinen Ertrag. Falls das Sieb verstopft, hilft ein kurzes Bad in Isopropylalkohol mit anschließendem vorsichtigem Bürsten — danach ist es wieder wie neu. Der Motor ist simpel und zuverlässig aufgebaut — keine Riemen zum Wechseln, keine komplizierte Mechanik. Er dreht die Trommel einfach mit gleichmäßiger Geschwindigkeit.
Das Gehäuse selbst ist stabil genug, um während des Betriebs auf einer Werkbank stehen zu bleiben, ohne herumzurutschen. Das Gerät ist nicht das leichteste — was in diesem Fall ein Vorteil ist. Eine Siebmaschine, die während des Laufens über den Tisch wandert, will niemand haben.
Halte den ersten Durchgang bei 2–5 Minuten. So sammelst du die feinsten, reinsten Harzköpfe, bevor Pflanzenmaterial anfängt, sich zu zersetzen. Weitere Durchgänge liefern Material niedrigerer Qualität — immer getrennt auffangen.
Ja — mindestens 2 Stunden in einem luftdichten Beutel. Durch das Einfrieren werden die Harzköpfe spröde und brechen sauber ab, statt am Sieb zu verschmieren. Wer diesen Schritt auslässt, verliert spürbar an Ertrag und Reinheit.
Der P150 wird standardmäßig mit einer 150-Mikron-Trommel geliefert. Ersatztrommeln und -siebe sind beim Hersteller erhältlich. Wenn du aus einer einzigen Charge mehrere Mikrongrade gewinnen willst, ist das Ice-O-Lator-Beutelsystem die bessere Wahl.
Der Ertrag hängt vom Ausgangsmaterial ab. Als Richtwert: Rechne mit 10–15 % Ausbeute bezogen auf das Gewicht bei gut gefrorenem, ordentlich gereiftem Material im ersten Durchlauf. Schlechteres oder unzureichend gefrorenes Material ergibt weniger und ein grüneres, weniger reines Ergebnis.
Er erzeugt ein leises mechanisches Brummen — vergleichbar mit einem kleinen Tischventilator. Die Trommel dreht mit gleichmäßiger, moderater Geschwindigkeit. Nicht lautlos, aber niemand im Nebenzimmer wird sich gestört fühlen.
Nach jeder Benutzung das Sieb vorsichtig mit einer weichen Bürste abbürsten. Für eine gründlichere Reinigung das Sieb kurz in Isopropylalkohol einlegen und nach dem Trocknen erneut bürsten. Niemals Metallwerkzeug oder Scheuermittel auf dem Gewebe verwenden.
Nein. Der P150 ist ausschließlich für Trockensiebung ausgelegt. Frisches Material enthält zu viel Feuchtigkeit, verklumpt und klebt am Sieb, statt frei in der Trommel zu rollen. Verwende immer ordentlich getrocknetes und gereiftes Material, mindestens 2 Stunden vorgefroren.
Den Pollinator P150 kannst du direkt hier bei Azarius bestellen. Wir versenden aus Amsterdam und führen das Gerät seit Jahren im Sortiment. Ersatzteile und passendes Zubehör wie Pollenpressen findest du ebenfalls bei uns im Shop.
Zuletzt aktualisiert: April 2026