
Micropore Tape 3M
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von 3M
Micropore Tape 3M: Gasaustausch für deine Zuchtgläser — einfach, günstig, zuverlässig
3M Micropore Tape ist ein atmungsaktives, mikroporöses Vliesklebeband aus der Medizintechnik, das Pilzzüchter als Gasaustauschfilter für Spawngläser, Getreidecontainer und Agarplatten verwenden. Eine Rolle — 2,5 cm breit und 9,1 Meter lang — reicht für dutzende Deckel. Streifen über das Bohrloch kleben, fertig: Dein Myzel bekommt Sauerstoff, Kontaminanten bleiben draußen.
Warum Micropore Tape in jedes Growkit gehört
Myzel braucht zwei Dinge gleichzeitig: hohe Luftfeuchtigkeit und frischen Gasaustausch (FAE — Fresh Air Exchange). Schraubst du ein Glas komplett zu, erstickt das Spawn im eigenen CO2. Lässt du es offen, laden sich sämtliche Schimmelsporen aus deiner Küche selbst ein. Micropore Tape löst genau dieses Dilemma — die winzigen Poren im Vlies lassen Sauerstoff und CO2 passieren, blockieren aber Partikel, die größer als die Porengröße sind. Dein Glas bleibt bei über 90 % relativer Luftfeuchtigkeit (genau das, was Myzel in der Kolonisierungsphase braucht), ohne dass sich CO2 so stark anstaut, dass das Wachstum ins Stocken gerät.
Wir haben im Laden schon alles gesehen: Watte in Bohrlöcher gestopft, Kaffeefilter mit Gummibändern befestigt, Frischhaltefolie mit Nadelstichen. Die meisten dieser Improvisation drosseln den Luftstrom zu stark oder filtern zu grob. Micropore Tape liegt flach auf, klebt zuverlässig auf Metall, Glas und Polypropylen — und lässt sich mit der Hand abreißen, ohne Schere. Für ein paar Cent pro Glas sparst du dir den Verlust einer ganzen Charge durch Kontamination.
Ein ehrlicher Hinweis: Micropore Tape ist keine sterile Barriere wie ein HEPA-Filter. Eine in PMC veröffentlichte Studie stellt klar, dass das Band keine antimikrobielle Aktivität besitzt — seine Funktion ist rein mechanisch (PMC12969583). Es blockiert Partikel physisch, tötet aber nichts ab. Das heißt: Deine sterile Arbeitstechnik bleibt entscheidend — Handschuhe, Still Air Box, Oberflächen mit Isopropylalkohol (70 %) abwischen. Das Tape ist deine letzte Verteidigungslinie, nicht deine einzige.
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | 3M |
| Breite | 2,5 cm (ca. 1 Zoll) |
| Länge | 9,1 Meter (ca. 10 Yards) |
| Material | Mikroporöses Vliespapier |
| Klebstoff | Hypoallergen, druckempfindlich |
| Farbe | Weiß |
| Per Hand abreißbar | Ja |
| Ursprünglicher Einsatzbereich | Chirurgische Verbände und medizinische Anwendungen |
| Mykologische Anwendung | Gasaustauschfilter für Spawngläser, Getreidebeutel und Agarplatten |
| SKU | SH0133 |
Für ein komplettes Zuchtsetup lohnt sich ein Blick auf die Adherable Lid Filters — fertige Filterscheiben, die direkt auf Mason-Jar-Deckel passen und während der gesamten Kolonisierung nicht gewechselt werden müssen. Dazu ein Magic Mushroom Grow Kit bestellen, wenn du direkt loslegen willst, oder Sterile Substrate Jars kaufen, falls du lieber selbst inokulierst.
Wie Micropore Tape Feuchtigkeit und Luftstrom im Gleichgewicht hält
Fahr mal mit dem Daumen über einen Streifen — du spürst sofort die leicht raue, papierartige Oberfläche. Kein Plastikgefühl, kein Glanz. Genau diese offene Vliesstruktur ist der Grund, warum Wasserdampf und Gase durchkommen, Partikel oberhalb der Porengröße aber nicht. Das Ergebnis: Im Glas bleibt es feucht genug für die Kolonisierung (Myzel liebt 90 %+ relative Luftfeuchtigkeit), während CO2 nicht auf ein wachstumshemmendes Niveau ansteigt.
Für ein Standardglas mit einem 6–10 mm Bohrloch im Deckel reicht eine einzelne Lage Micropore Tape. Manche Züchter kleben zwei Lagen übereinander — besonders wenn kein HEPA-Filter oder keine Still Air Box im Raum steht. Unsere Empfehlung: Eine Lage, wenn deine sterile Technik sitzt. Zwei Lagen, wenn du in der Küche arbeitest, Fenster offen, Katze im Haus. Mehr als zwei Lagen drosseln den Luftstrom stärker als nötig.
Der Klebstoff hält gut auf Metalldeckeln, Glas und Polypropylenbehältern. In Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit lässt die Haftung nach 2–3 Wochen nach — wenn sich Kanten lösen, einfach den alten Streifen abziehen und einen neuen aufkleben. Bei 9,1 Metern pro Rolle kommst du auf ungefähr 30–40 Deckel (je nach Lochgröße und Überlappung), sodass eine einzige Rolle locker für mehrere Zuchtprojekte reicht.
Anleitung: Micropore Tape richtig anbringen
- Bohre oder stanze ein Loch (6–10 mm Durchmesser) mittig in den Glasdeckel. Grate mit einer Feile oder Schleifpapier glätten, damit das Tape sauber haftet.
- Wische die Deckeloberfläche rund um das Loch mit Isopropylalkohol (70 %) ab und lass sie vollständig trocknen. Fett oder Restfeuchtigkeit schwächen den Klebstoff.
- Reiß einen Streifen 3M Micropore Tape von etwa 4–5 cm Länge ab — genug, um das Loch mit mindestens 1 cm Überlappung auf allen Seiten abzudecken.
- Drücke das Tape fest über das Loch, von der Mitte nach außen glattstreichen. Lufteinschlüsse vermeiden. Der gesamte Rand muss lückenlos aufliegen.
- Falls du das Glas zur Inokulation nutzt: Klebe ein zweites kleines Stück Tape über deinen Injektionsport. Selbstheilende Injektionsports funktionieren am besten, aber Tape über einem zweiten Loch ist die Budgetalternative.
- Nach der Inokulation durch das Tape oder den Port: Prüfe, ob das Tape noch intakt ist. Jeder Streifen, der von einer Nadel durchstochen wurde, muss sofort ersetzt werden.
- Lagere die kolonisierenden Gläser dunkel und warm bei 22–25 °C. Alle 10–14 Tage das Tape kontrollieren und Streifen ersetzen, die sich lösen oder feucht aussehen.










