Heißwasser-, Alkohol- und Dampfextraktion bei Vitalpilzen

Definition
Heißwasser-, Alkohol- und Dampfextraktion sind die drei zentralen Verfahren, um bioaktive Verbindungen aus Vitalpilzen zu konzentrieren. Jede Methode löst eine andere Molekülklasse — Wasser holt Polysaccharide, Alkohol holt Triterpene, Dampf fängt flüchtige Aromastoffe ein. Cör et al. (2018) dokumentierten erhebliche Unterschiede in den Wirkstoffausbeuten je nach Lösungsmittelwahl, was zeigt, dass die Extraktionsmethode die chemische Identität des Endprodukts bestimmt.
Heißwasser-, Alkohol- und Dampfextraktion sind die drei grundlegenden Verfahren, um bioaktive Verbindungen aus Vitalpilzen zu konzentrieren. Jede Methode zielt auf eine andere Molekülklasse ab: Wasser löst Polysaccharide, Alkohol löst Triterpene, und Dampf fängt flüchtige Aromastoffe ein. Das bedeutet, dass die auf dem Etikett angegebene Extraktionsmethode mehr über den tatsächlichen Inhalt eines Produkts verrät, als den meisten Anwendern bewusst ist. Die Unterscheidung ist nicht akademisch — ein Heißwasserextrakt aus Reishi und eine Reishi-Alkoholtinktur sind chemisch betrachtet zwei grundverschiedene Produkte. Cör et al. (2018) dokumentierten erhebliche Schwankungen sowohl bei Polysaccharid- als auch bei Triterpenausbeuten in Abhängigkeit von Lösungsmittelwahl und Extraktionsparametern, was bestätigt, dass die Wahl der Extraktionsmethode kein Nebensächlichkeit ist.
Warum Extraktion gerade bei Pilzen so wichtig ist
Pilzzellwände bestehen aus Chitin — einem Strukturpolymer, das ohne Aufschlussverfahren nahezu unverdaulich ist. Im Gegensatz zu pflanzlicher Cellulose widersteht Chitin der menschlichen Verdauung hartnäckig. Magensäure und Verdauungsenzyme brechen Chitin nur unzureichend auf. Wer rohes oder getrocknetes Pilzpulver einfach schluckt, lässt einen Großteil der bioaktiven Substanzen in den intakten Zellwänden eingeschlossen. Das ist keine Marketingbehauptung, sondern grundlegende Mykologie. Stamets und Chilton (1983) beschrieben die strukturelle Rolle von Chitin in der Pilzzellarchitektur bereits vor Jahrzehnten, und die daraus folgenden Bioverfügbarkeitsprobleme werden in der Extraktionsliteratur seitdem kontinuierlich diskutiert.

Extraktion — ob mit heißem Wasser, Alkohol oder Dampf — zerstört diese Chitinwände und setzt die eingeschlossenen Verbindungen frei. Welche Substanzen im Endprodukt landen, hängt direkt vom verwendeten Lösungsmittel ab, denn verschiedene Moleküle lösen sich in verschiedenen Medien. Polysaccharide wie Beta-Glucane sind hydrophil (wasserlöslich). Triterpene wie die Ganoderiensäuren im Reishi sind hydrophob (alkohollöslich). Flüchtige aromatische Terpene erfordern Wasserdampfdestillation, um sie ohne thermischen Abbau einzufangen. Ein einzelnes Lösungsmittel kann nicht alle drei Aufgaben gleichzeitig gut erledigen.
Heißwasserextraktion
Heißwasserextraktion ist das älteste und am weitesten verbreitete Verfahren zur Isolierung von Polysacchariden aus Vitalpilzen. Im Grunde handelt es sich um dasselbe Prinzip, das in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit Jahrhunderten angewandt wird: getrocknetes Pilzmaterial wird über längere Zeit in Wasser gekocht. Moderne Heißwasserextraktion arbeitet typischerweise bei 80–100 °C über einen Zeitraum von 2 bis 12 Stunden, teilweise unter Druck, um höhere Temperaturen zu erreichen.

Zielverbindungen sind wasserlösliche Polysaccharide, vor allem Beta-Glucane. Diese Moleküle stehen hinter dem Großteil der Forschung zur Immunmodulation durch Vitalpilze. Lentinan aus Shiitake, PSK und PSP aus Schmetterlingstramete (Turkey Tail), Grifolan aus Maitake — allesamt Polysaccharidfraktionen, die durch wasserbasierte Extraktion isoliert werden. Wasser (2002) sichtete die medizinischen Eigenschaften von Beta-Glucanen verschiedener Basidiomyceten und stellte fest, dass Heißwasserextraktion die Standardmethode für polysaccharidfokussierte Forschung bleibt.
Was Heißwasser nicht gut erfasst: Triterpene, Sterole und die meisten unpolaren Aromaverbindungen. Wenn du ein Reishi-Produkt siehst, das ausschließlich per Heißwasserextraktion hergestellt wurde, wird es reich an Polysacchariden sein, aber arm an Ganoderiensäuren — genau jener Triterpenfraktion, auf die sich ein Großteil der Reishi-spezifischen Forschung konzentriert. Das ist kein Fehler der Methode; es ist schlicht das, was Wasser löst und was nicht.
Der Beta-Glucan-Gehalt eines Heißwasserextrakts kann je nach Pilzart, Ausgangsmaterial (Fruchtkörper versus Myzel auf Getreidesubstrat), Extraktionsdauer und Temperatur grob zwischen 15 % und über 50 % des Trockengewichts liegen. Produkte auf Basis von Myzel, das auf Getreidesubstrat gewachsen ist, weisen in der Regel deutlich niedrigere Beta-Glucan-Anteile auf, weil die Getreidestärke das Pilzmaterial verdünnt — ein Punkt, der beim Vergleich von Etiketten ins Gewicht fällt.
Alkoholextraktion (Ethanol)
Alkoholextraktion zielt auf die wasserunlösliche Fraktion der Pilzbiomasse ab — in erster Linie Triterpene und Sterole. Üblicherweise wird Ethanol in Konzentrationen zwischen 60 % und 95 % eingesetzt, um Ganoderiensäuren, phenolische Verbindungen und bestimmte Terpene zu erfassen. Bei Arten wie Reishi, wo das Triterpenprofil von zentralem Interesse ist, liefert die Alkoholextraktion Ganoderiensäuren A bis Z, Lucidensäuren und verwandte Substanzen.

Die klassische „Reishi-Tinktur" ist ein Alkoholextrakt. Ebenso viele Chaga-Zubereitungen, die Betulinsäure und Inotodiol betonen — beides Triterpenverbindungen, die sich gut in Ethanol lösen, in Wasser jedoch kaum. Hapuarachchi et al. (2018) katalogisierten über 130 Triterpenoidverbindungen aus Ganoderma-Arten, von denen die überwiegende Mehrheit organische Lösungsmittel für eine effiziente Extraktion erfordert.
Der Nachteil ist das Spiegelbild der Heißwasserextraktion: Alkoholextrakte enthalten typischerweise wenig Beta-Glucane. Ethanol fällt Polysaccharide sogar aus der Lösung aus (genau so isolieren Forscher im Labor Polysaccharide — durch Zugabe von Ethanol, um sie auszufällen). Eine reine Alkoholtinktur aus Schmetterlingstramete wird deshalb kaum PSK oder PSP enthalten, obwohl gerade diese Verbindungen bei dieser Art am besten untersucht sind.
Auch die Ethanolkonzentration spielt eine Rolle. Niedrigere Konzentrationen (etwa 25–40 %) erfassen ein breiteres, aber flacheres Spektrum an Verbindungen. Höhere Konzentrationen (70 %+) sind selektiver für unpolare Triterpene, lassen aber polarere Moleküle zurück. Manche Hersteller führen sequenzielle Mazerationen bei unterschiedlichen Ethanolstärken durch, um das Extraktionsfenster zu erweitern — was allerdings Kosten und Komplexität erhöht.
Dualextraktion: Beide Methoden kombiniert
Dualextraktion setzt sowohl Heißwasser als auch Alkohol ein, um das breitestmögliche Spektrum bioaktiver Verbindungen in einer einzigen Zubereitung zu erfassen. Die Logik ist einleuchtend: Wenn Wasser die Beta-Glucane holt und Alkohol die Triterpene, liefert die Kombination beider Verfahren das vollständigste chemische Profil.

Bei der sequenziellen Dualextraktion wird üblicherweise zuerst der Heißwasserschritt durchgeführt (Konzentration der Polysaccharide), anschließend wird dasselbe Material — oder der Wasserextrakt — einer Alkoholextraktion unterzogen (Erfassung der Triterpene). Beide Extrakte werden dann zusammengeführt und in vielen kommerziellen Produkten sprühgetrocknet. Simultanmethoden verwenden ein Wasser-Alkohol-Gemisch (häufig etwa 30–40 % Ethanol), was einen Kompromiss darstellt: Es erfasst moderate Mengen beider Verbindungsklassen, maximiert aber möglicherweise keine der beiden.
Dualextraktion wird am häufigsten für Reishi, Chaga und andere Arten empfohlen, bei denen sowohl Polysaccharid- als auch Triterpenfraktionen von Interesse sind. Bei Arten wie Löwenmähne (Hericium erinaceus), wo die primär untersuchten Verbindungen — Hericenone und Erinacine — unterschiedliche Löslichkeitsprofile aufweisen (Hericenone sind eher alkohollöslich; Erinacine, die vorwiegend im Myzel vorkommen, erfordern ebenfalls organische Lösungsmittel), erfasst Dualextraktion wiederum ein breiteres Spektrum als jede Einzelmethode. Friedman (2015) sichtete Extraktionsmethoden über verschiedene Vitalpilzarten hinweg und stellte fest, dass Dualextraktionsprotokolle durchgehend höhere Gesamtgehalte an bioaktiven Substanzen lieferten als Einzellösungsmittelansätze.
Die praktische Einschränkung: „Dual-extrahiert" auf einem Etikett verrät dir weder das Verhältnis, noch die Temperaturen, noch die Dauer, noch die verwendete Ethanolkonzentration. Zwei dualextrahierte Reishi-Produkte können sich in ihrem chemischen Profil erheblich unterscheiden. Ohne ein Analysezertifikat, das Beta-Glucan- und Triterpengehalte in Prozent ausweist, verlässt du dich auf die Angaben des Herstellers.
Dampfdestillation
Dampfdestillation fängt flüchtige aromatische Verbindungen ein, die durch anhaltende Hitze zerstört oder durch Ethanol denaturiert würden. Dabei wird Wasserdampf bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen (typischerweise unter 100 °C bei Atmosphärendruck) durch das Pilzmaterial geleitet. Flüchtige Verbindungen verdampfen in den Dampf, der anschließend kondensiert und aufgefangen wird. Das Destillat ist eine ätherisch-ölartige Fraktion — kein Polysaccharid- oder Triterpenkonzentrat.

Für die meisten gängigen Vitalpilzprodukte — Löwenmähne-Kapseln, Reishi-Extrakte, Chaga-Pulver — ist Dampfdestillation nicht die relevante Methode. Sie taucht eher in aromatherapienahen Anwendungen auf oder in der Forschung, wenn spezifische flüchtige Fraktionen zu analytischen Zwecken isoliert werden. Einige Vollspektrumzubereitungen kombinieren dampfdestillierte Flüchtigfraktionen mit Wasser- und Alkoholextrakten zu einem Dreiphasenprodukt, doch solche Produkte sind selten, und der zusätzliche klinische Nutzen der Flüchtigfraktion ist in kontrollierten Humanstudien bislang nicht belegt.
Zuordnung von Methode und Verbindungsklasse
| Extraktionsmethode | Primäre Zielverbindungen | Was sie nicht erfasst | Am besten geeignet für |
|---|---|---|---|
| Heißwasser | Beta-Glucane, Polysaccharide, wasserlösliche Proteine | Triterpene, Sterole, flüchtige Aromastoffe | Schmetterlingstramete, Maitake, Shiitake, Tremella |
| Alkohol (Ethanol) | Triterpene (Ganoderiensäuren, Betulinsäure), Sterole, Phenole | Beta-Glucane (werden ausgefällt), hitzeempfindliche Flüchtigstoffe | Reishi (Triterpenfokus), Chaga (Betulinsäurefokus) |
| Dual (Wasser + Alkohol) | Sowohl Polysaccharide als auch Triterpene | Flüchtige Aromastoffe (teilweise) | Reishi, Chaga, Löwenmähne, Cordyceps |
| Dampfdestillation | Flüchtige Monoterpene, Sesquiterpene, Aromastoffe | Polysaccharide, Triterpene, nichtflüchtige Verbindungen | Nischenanwendungen; kein Standard für die meisten Arten |
Diese Tabelle vereinfacht — reale Extraktionschemie arbeitet mit Gradienten, nicht mit sauberen Grenzen — aber sie erfasst das Kernprinzip: Die Methode bestimmt die chemische Identität des Produkts.

Extraktionsmethoden im Direktvergleich
Der ehrlichste Vergleich zwischen Heißwasser-, Alkohol- und Dampfextraktion läuft auf eine einzige Frage hinaus: Was willst du aus dem Pilz herausholen? Wer eine Reishi-Alkoholtinktur kauft und Immununterstützung durch Beta-Glucane erwartet, hat ein Produkt in der Hand, das auf Triterpene optimiert ist. Umgekehrt wird jemand, der das Ganoderiensäureprofil von Reishi sucht, von einem reinen Heißwasserextrakt enttäuscht sein — egal wie hoch der Polysaccharidgehalt auf dem Etikett ausfällt.

Eine ehrliche Einschränkung: Keine Extraktionsmethode erfasst alles. Selbst das beste Dualextraktionsprotokoll verliert einen Teil der flüchtigen Aromastoffe, und Dampfdestillation verfehlt die Hauptwirkstoffe vollständig. Die Vorstellung eines einzelnen „vollständigen" Pilzextrakts ist eher ein Ideal als eine mit aktuellen kommerziellen Methoden erreichbare Realität. Wenn ein Produkt behauptet, „alle" bioaktiven Verbindungen einer bestimmten Art zu enthalten, ist Skepsis angebracht — es sei denn, unabhängige Analysedaten belegen die Aussage.
Extrakt im Vergleich zu rohem Pilzpulver
Unextrahiertes Pilzpulver ist schlicht getrockneter und gemahlener Fruchtkörper oder Myzel ohne Lösungsmittelschritt. Die Chitinmatrix bleibt intakt, was bedeutet, dass die Bioverfügbarkeit von Polysacchariden und Triterpenen deutlich niedriger liegt als bei jedem ordentlich extrahierten Produkt. Ein technischer Bericht der EMCDDA zu konzentrierten Pflanzenpräparaten stellte fest, dass Extraktionsverhältnisse von 8:1 bis 15:1 in der Pilzergänzungsmittelindustrie üblich sind — also 8–15 kg Rohmaterial ergeben 1 kg Extrakt. Dieser Konzentrationsfaktor ist der Grund, warum Extrakte pro Gramm deutlich höhere Dosen der Zielverbindungen liefern.

Rohpulver behält allerdings die vollständige Fasermatrix bei, einschließlich präbiotischer Chitin-Glucan-Komplexe, die möglicherweise die Darmmikrobiota unterstützen — ein Argument, das zuweilen zugunsten unextrahierter Produkte angeführt wird. Für Anwender, die spezifische bioaktive Verbindungen in forschungsrelevanten Dosen suchen, sind Heißwasser-, Alkohol- oder Dualextraktionsverfahren jedoch der etablierte Weg. Das Forschungsprogramm der Beckley Foundation zu Dosis-Wirkungs-Beziehungen bei bioaktiven Substanzen hat ebenfalls betont, dass Konzentration und Standardisierung Voraussetzungen für reproduzierbare Effekte sind — unabhängig davon, ob es sich um einen Pilzextrakt oder ein anderes pflanzliches Präparat handelt.
Pilzextrakte richtig auswählen
Wenn du einen Vitalpilzextrakt bestellst, sind drei Informationen aussagekräftiger als der Großteil aller Marketingtexte:

- Extraktionsmethode — Heißwasser, Alkohol oder Dual. Wenn auf dem Etikett „Vollspektrum" steht, ohne die Methode zu benennen, leistet dieser Begriff Marketingarbeit, keine Chemie.
- Extraktquelle — Fruchtkörper, Myzel oder Myzel auf Getreidesubstrat. Fruchtkörperextrakte liefern in der Regel höhere Beta-Glucan-Gehalte pro Gramm. Myzel-auf-Getreide-Produkte enthalten Reststärke, die Polysaccharidwerte bei unspezifischen Assays nach oben verzerrt (der Megazyme-Beta-Glucan-Assay unterscheidet pilzliche Beta-Glucane von Stärke; nicht alle Hersteller verwenden ihn). Das ist eine echte Branchendiskussion — manche Produzenten argumentieren, Myzel enthalte einzigartige intrazelluläre Verbindungen, die im Fruchtkörper nicht vorkommen, während Beta-Glucan-fokussierte Forscher entgegenhalten, dass Fruchtkörper das in der Mehrzahl der publizierten Studien verwendete Material sind.
- Standardisierte Wirkstoffgehalte — ein Beta-Glucan-Prozentsatz (bei Wasserextrakten) oder ein Triterpengehalt (bei Alkoholextrakten) gibt dir etwas Konkretes. Produkte, die nur „Polysaccharide" auflisten, ohne Beta-Glucane zu spezifizieren, zählen möglicherweise Stärke mit — technisch ein Polysaccharid, aber nicht das bioaktive, um das es dir geht.
Letzte Woche wollte jemand sein Löwenmähne-Heißwasserpulver mit einer Löwenmähne-Alkoholtinktur vergleichen, als wären beide austauschbar. Sind sie nicht. Das eine ist polysaccharidreich, das andere hericenonereich. Die Extraktionsmethode hat den Inhalt verändert — nicht nur die Verpackung.
Sicherheitshinweise
Extraktion konzentriert bioaktive Verbindungen, was bedeutet, dass Extrakte pro Portion deutlich höhere Dosen liefern als ganzes getrocknetes Pilzpulver. Dieser Konzentrationseffekt ist relevant für das Wechselwirkungsrisiko mit Medikamenten.

Reishi-Extrakte — insbesondere Alkohol- oder Dualextrakte mit hohem Ganoderiensäuregehalt — haben in vitro gerinnungshemmende und thrombozytenaggregationshemmende Wirkungen gezeigt und können mit Warfarin, Apixaban, Rivaroxaban und anderen Blutverdünnern interagieren; gleichzeitige Anwendung erhöht das Blutungsrisiko. Immunmodulierende Arten (Reishi, Maitake, Schmetterlingstramete) in konzentrierter Extraktform sollten nicht mit Immunsuppressiva wie Methotrexat, Tacrolimus oder Ciclosporin kombiniert werden, da ihre Wirkmechanismen gegenläufig arbeiten. Cordyceps-Extrakte können den Blutzucker beeinflussen und die Wirkung blutzuckersenkender Medikamente verstärken. Wenn du verschreibungspflichtige Medikamente einnimmst, konsultiere eine medizinische Fachperson, bevor du konzentrierte Pilzextrakte verwendest.
Personen mit Autoimmunerkrankungen sollten bei konzentrierten Beta-Glucan-Extrakten besondere Vorsicht walten lassen — die theoretische Sorge, dass Immunstimulation dem Ziel einer Autoimmuntherapie entgegenwirkt, ist berechtigt, auch wenn die direkte klinische Evidenz zu diesem spezifischen Punkt bislang begrenzt bleibt.
Quellenverzeichnis
- Cör, D., Knez, Ž., & Knez Hrnčič, M. (2018). Antitumour, antimicrobial, antioxidant and antiacetylcholinesterase effect of Ganoderma lucidum terpenoids and polysaccharides: a review. Molecules, 23(3), 649.
- Friedman, M. (2015). Chemistry, nutrition, and health-promoting properties of Hericium erinaceus (lion's mane) mushroom fruiting bodies and mycelia and their bioactive compounds. Journal of Agricultural and Food Chemistry, 63(32), 7108–7123.
- Hapuarachchi, K. K., et al. (2018). Current status of global Ganoderma taxonomy and systematics. Mycosphere, 9(5), 1025–1052.
- Stamets, P., & Chilton, J. S. (1983). The Mushroom Cultivator: A Practical Guide to Growing Mushrooms at Home. Agarikon Press.
- Wasser, S. P. (2002). Medicinal mushrooms as a source of antitumor and immunomodulating polysaccharides. Applied Microbiology and Biotechnology, 60(3), 258–274.
- EMCDDA (European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction). Technical review on concentrated botanical preparations and extraction ratios.
- Beckley Foundation. Research programme on dose-response relationships in natural psychoactive and bioactive compounds.
Zuletzt aktualisiert: April 2026
Häufig gestellte Fragen
9 FragenWas ist der Unterschied zwischen Heißwasserextraktion und Alkoholextraktion bei Pilzen?
Was bedeutet Dualextraktion bei Vitalpilzen?
Ist rohes Pilzpulver genauso wirksam wie ein Pilzextrakt?
Welche Extraktionsmethode ist für Reishi am besten?
Worauf sollte ich beim Kauf von Pilzextrakten achten?
Welche Temperatur und Dauer werden bei der Heißwasserextraktion von Pilzen verwendet?
Warum kann man nicht alle Pilzwirkstoffe mit einem einzigen Lösungsmittel extrahieren?
Lässt sich eine Doppelextraktion mit getrockneten Pilzen auch zu Hause durchführen?
Eignet sich die Dampfextraktion für alle Vitalpilzarten?
Über diesen Artikel
Adam Parsons ist ein erfahrener Cannabis-Autor, Redakteur und Schriftsteller mit langjähriger Mitarbeit an Fachpublikationen in diesem Bereich. Seine Arbeit umfasst CBD, Psychedelika, Ethnobotanika und verwandte Themen.
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Zuletzt geprüft am 24. April 2026
References
- [1]Cör, D., Knez, Ž., & Knez Hrnčič, M. (2018). Antitumour, antimicrobial, antioxidant and antiacetylcholinesterase effect of Ganoderma lucidum terpenoids and polysaccharides: a review. Molecules , 23(3), 649. DOI: 10.3390/molecules23030649
- [2]Friedman, M. (2015). Chemistry, nutrition, and health-promoting properties of Hericium erinaceus (lion's mane) mushroom fruiting bodies and mycelia and their bioactive compounds. Journal of Agricultural and Food Chemistry , 63(32), 7108–7123. DOI: 10.1021/acs.jafc.5b02914
- [3]Hapuarachchi, K. K., et al. (2018). Current status of global Ganoderma taxonomy and systematics. Mycosphere , 9(5), 1025–1052.
- [4]Stamets, P., & Chilton, J. S. (1983). The Mushroom Cultivator: A Practical Guide to Growing Mushrooms at Home . Agarikon Press.
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- [6]EMCDDA (European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction). Technical review on concentrated botanical preparations and extraction ratios.
- [7]Beckley Foundation. Research programme on dose-response relationships in natural psychoactive and bioactive compounds.
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