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Den richtigen Vaporizer auswählen – Ratgeber

Definition
How To Choose the Right Vaporizer ist ein Kaufratgeber, der die fünf entscheidenden Kriterien bei der Vaporizer-Wahl erläutert: Materialart, Heizmethode, Mobilität, Temperatursteuerung und Budget, gestützt auf Verdampfungsforschung (Hazekamp et al., 2006).
Worauf es bei der Wahl eines Vaporizers wirklich ankommt
Dieser Artikel richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Alle beschriebenen Anwendungen, Temperaturbereiche und Hinweise beziehen sich auf die Physiologie und Entscheidungsfähigkeit Erwachsener.

Fünf Faktoren entscheiden darüber, ob dein Vaporizer zum Alltagsgerät wird oder in der Schublade verstaubt: das Material, das du verdampfen willst, die Heizmethode, der Einsatzort, die Temperatursteuerung und dein Budget. Alles andere — Markenlogo, Farbvarianten, App-Anbindung — ist Beiwerk. Hazekamp et al. (2006) wiesen mit dem Volcano Medic nach, dass Verdampfung bei 200 °C Cannabinoide freisetzt und dabei deutlich weniger Verbrennungsnebenprodukte entstehen als beim Rauchen. Diese eine Erkenntnis hat den gesamten modernen Vaporizermarkt geprägt. Im Folgenden gehen wir jeden Entscheidungsschritt durch, damit am Ende ein Gerät bei dir steht, das du tatsächlich benutzt.
Schritt 1 — Bestimme dein Material
Hier trennen sich die Wege. Vaporizer sind auf einen von drei Materialtypen ausgelegt, und die meisten Geräte können nur einen davon ordentlich.
Kräutervaporizer (Dry Herb) erhitzen gemahlenes Pflanzenmaterial — Cannabisblüten, Damiana, Blauen Lotus, Lavendel oder jedes andere verdampfbare Kraut. Die Kammer nimmt loses Pflanzenmaterial auf und erhitzt es, bis die Wirkstoffe als Dampf freigesetzt werden. Du schmeckst das Terpenprofil direkt, und über die Temperatur steuerst du, welche Verbindungen bevorzugt gelöst werden. Wenn dir Geschmack und das volle Spektrum einer Pflanze wichtig sind, fängst du hier an.
Konzentrat-Vaporizer (auch Wax Pens oder Dab Pens genannt) sind für Extrakte gebaut — Wachse, Shatter, Rosin und andere konzentrierte Formen. Sie arbeiten mit einer kleinen Heizspule oder Keramikschale, die auf höhere Temperaturen kommt. Der Dampf ist dichter und pro Zug deutlich potenter. Diese Geräte sind tendenziell einfacher und günstiger, funktionieren aber ausschließlich mit Konzentraten.
Öl- und Kartuschen-Vaporizer nutzen vorgefüllte oder nachfüllbare Kartuschen mit flüssigen Extrakten. Sie sind die diskreteste und einfachste Variante — Kartusche aufschrauben, Knopf drücken, inhalieren. Der Nachteil: weniger Kontrolle über den Inhalt des Öls und kaum Möglichkeiten, das Erlebnis über Temperatur zu steuern.
Manche Geräte werben damit, zwei oder alle drei Materialtypen zu beherrschen. In der Praxis machen Hybridgeräte eine Sache gut und den Rest mittelmäßig. Ein Vaporizer mit separater Kräuterkammer und Konzentrat-Einsatz kann funktionieren, aber die Kompromisse bei Luftstrom und Heizverhalten zeigen sich spätestens nach ein paar Sitzungen. Wer regelmäßig sowohl Kräuter als auch Konzentrate verdampft, fährt mit zwei spezialisierten Geräten besser als mit einem Alleskönner.
Schritt 2 — Die Heizmethode wählen
Wie ein Vaporizer dein Material erhitzt, beeinflusst Geschmack, Effizienz und Gleichmäßigkeit jeder Sitzung. Es gibt zwei Grundprinzipien und ein drittes, das beide kombiniert.

Konduktion (Wärmeleitung) funktioniert wie eine Bratpfanne — das Kraut liegt direkt auf einer beheizten Fläche. Konduktionsvaporizer sind schnell betriebsbereit (oft unter 30 Sekunden) und tendenziell günstiger. Der Haken: ungleichmäßige Erhitzung. Material an den Kammerwänden wird heißer als das in der Mitte, was an den Rändern zu teilweiser Verbrennung führen kann, während die Mitte kaum extrahiert wird. Zwischendurch umrühren hilft, ist aber umständlich.
Konvektion (Heißluft) funktioniert wie ein Umluftofen — heiße Luft strömt durch das Material. Weil die Luft das Kraut gleichmäßig umspült, ist die Extraktion deutlich homogener. Der Geschmack ist in der Regel reiner, und du verschwendest weniger Material. Konvektionsgeräte kosten mehr und brauchen länger bis zur Betriebstemperatur (60–90 Sekunden sind üblich), aber die Dampfqualität ist spürbar besser. Pomahacova et al. (2009) zeigten, dass konvektionsbasierte Geräte über aufeinanderfolgende Züge hinweg gleichmäßigere Cannabinoidkonzentrationen lieferten als Konduktionsmodelle.
Hybridheizung vereint beides: eine beheizte Kammerwand plus Heißluft, die durch das Material gezogen wird. Das ist mittlerweile der Standard bei tragbaren Geräten im mittleren und oberen Preissegment. Du bekommst schnellere Aufheizzeiten als bei reiner Konvektion und gleichmäßigere Extraktion als bei reiner Konduktion. Sobald du über das Einsteigersegment hinausgehst, wirst du fast immer auf Hybridheizung treffen.
Schritt 3 — Tragbar oder stationär
Das klingt nach einer Lebensstilfrage, ist aber vor allem eine Leistungsfrage.
Tischvaporizer (Desktop) werden an die Steckdose angeschlossen und stehen fest auf dem Tisch. Sie haben größere Heizelemente, besseren Luftstrom und unbegrenzte Energieversorgung. Ein Desktop wie der Volcano (Ballonfüllung) oder der Arizer Extreme Q (Schlauchsystem) erzeugt dickeren, kühleren Dampf, als es ein tragbares Gerät je schaffen könnte. Wenn du überwiegend zu Hause verdampfst und Dampfqualität über alles geht, ist ein Desktop die richtige Wahl. Tischgeräte sind auch das Format, das in den meisten klinischen Studien zum Einsatz kommt — der Volcano Medic wird seit Mitte der 2000er in begutachteten Studien verwendet.
Tragbare Vaporizer (Portable) laufen mit Akku und passen in Jacken- oder Handtasche. Moderne Portables haben den Abstand zu Desktops deutlich verkleinert — Geräte mit Hybridheizung und präziser Temperatursteuerung liefern ernsthaft guten Dampf. Die Akkulaufzeit bleibt der Hauptengpass. Die meisten Portables schaffen 4–8 Sitzungen pro Ladung, abhängig von Temperatur und Sitzungsdauer. Wenn du unterwegs verdampfst oder schlicht kein Tischgerät willst, ist ein Portable die pragmatische Lösung.
Stift-Vaporizer (Pen-Style) sind die kleinsten Tragbaren. Für Ölkartuschen und Konzentrate funktionieren sie gut, aber für eine vernünftige Kräuterkammer sind sie in der Regel zu klein. Wenn dir jemand einen „Dry Herb Vape Pen" für unter 30 € anbietet, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Verbrennungsgerät mit einem Marketingproblem.
| Faktor | Desktop | Portable | Pen-Style |
|---|---|---|---|
| Dampfqualität | Am besten | Gut bis sehr gut | Ausreichend (nur Öle/Konzentrate) |
| Temperatursteuerung | Präzise (1-°C-Schritte üblich) | Gut (Voreinstellungen oder stufenlos) | Eingeschränkt (spannungsbasiert) |
| Sitzungsdauer | Unbegrenzt | 4–8 Sitzungen pro Ladung | Stark variabel |
| Mobilität | Keine | Tasche oder Jacke | Hosentasche |
| Preisspanne | 150–500+ € | 80–350 € | 15–80 € |
| Ideal für | Heimsitzungen, Gruppen, medizinische Nutzung | Täglicher Gebrauch, unterwegs | Ölkartuschen, schnelle Züge |
Schritt 4 — Temperatursteuerung und warum sie entscheidend ist
Temperatur ist kein nettes Extra. Sie ist die wichtigste Variable, die bestimmt, was du einatmest. Verschiedene Verbindungen verdampfen bei verschiedenen Temperaturen, und zwischen aromatischem Dampf und verbranntem Popcorn liegen manchmal nur 15 °C.
Die meisten Wirkstoffe in Cannabis und anderen Kräutern verdampfen zwischen 157 °C und 220 °C. Verbrennung — genau das, was du vermeiden willst — setzt bei etwa 230 °C ein. Gieringer et al. (2004) wiesen nach, dass Verdampfung bei 200 °C ein Dampf-zu-Teer-Verhältnis erzeugt, das signifikant höher liegt als bei Verbrennung — also mehr Wirkstoff pro Einheit schädlicher Nebenprodukte.
Die folgende Tabelle zeigt, was in verschiedenen Temperaturbereichen passiert. Die Siedepunkte basieren auf veröffentlichten Daten zu gängigen Cannabinoiden und Terpenen (zusammengestellt aus McPartland & Russo, 2001, und Hazekamp et al., 2006):
| Temperaturbereich | Freigesetzte Verbindungen | Charakter des Dampfes |
|---|---|---|
| 157–175 °C | THC (siedet bei ca. 157 °C), Pinen, Myrcen, Limonen | Leicht, geschmacksintensiv, eher kopfbetonte Wirkung. Dünner sichtbarer Dampf. |
| 175–200 °C | CBD (ca. 180 °C), CBN (ca. 185 °C), Linalool, Terpinolen | Volleres Aroma, ausgewogenere Wirkung. Mäßig sichtbarer Dampf. |
| 200–220 °C | CBC (ca. 220 °C), THCV (ca. 220 °C), Caryophyllen, Humulen | Dichter Dampf, stärkere körperliche Wirkung. Geschmack wird röstiger. |
| 220 °C+ | Annäherung an die Verbrennungsschwelle. Benzol oberhalb von 230 °C nachgewiesen. | Kratzig, abnehmender Nutzen. Risiko, Verbrennungsnebenprodukte einzuatmen. |
Vaporizer mit präziser digitaler Temperatursteuerung (einstellbar in 1-°C-Schritten) erlauben es dir, gezielt bestimmte Bereiche anzusteuern. Geräte mit Voreinstellungen (meist 3–5 Stufen) sind einfacher, aber weniger flexibel. Beides funktioniert — entscheidend ist, dass das Gerät überhaupt eine Temperatursteuerung hat. Finger weg von Vaporizern mit einer einzigen festen Temperatur oder ganz ohne Temperaturanzeige.
Der Mighty von Storz & Bickel zeigt 182 °C auf dem Display — ein Thermoelement direkt in der Kammer misst 181 °C. Das günstige Gerät daneben auf der Testbank zeigte 190 °C an und lag tatsächlich bei 214 °C. Eine kalibrierte Temperaturanzeige ist das Geld wert. Die Zahl auf dem Bildschirm nützt nichts, wenn der Sensor daneben liegt.
Schritt 5 — Funktionen, die zählen (und solche, die du ignorieren kannst)
Funktionen, für die sich die Mehrausgabe lohnt:
- Isolierter Luftpfad — Die Luft, die du einatmest, sollte nicht über Elektronik oder Lötstellen streichen. Medizinisch zertifizierte Geräte verwenden Keramik, Edelstahl oder Borosilikatglas im Luftpfad. Das ist für deine Lunge relevanter als jeder Marketingbegriff rund um „reinen Dampf".
- Austauschbarer Akku — Lithium-Ionen-Zellen altern. Ein Vaporizer mit fest verbautem Akku wird zu Elektroschrott, sobald die Zelle nachlässt. Austauschbare 18650-Zellen kosten ein paar Euro und verlängern die Lebensdauer des Geräts um Jahre.
- Einfache Reinigung — Harz setzt sich im Dampfpfad ab. Wenn du Mundstück und Kammer nicht werkzeugfrei zerlegen kannst, inhalierst du irgendwann durch ein verklebtes, abgestandenes Rohr. Geräte, die sich schnell auseinandernehmen lassen, werden geputzt; Geräte, die eine Pinzette und ein YouTube-Tutorial erfordern, nicht.
- Haptisches oder visuelles Feedback — Eine Vibration oder LED-Änderung, wenn das Gerät die Zieltemperatur erreicht, ist tatsächlich nützlich. Du musst nicht raten.
Funktionen, die du getrost weglassen kannst:
- Bluetooth/App-Steuerung — Temperatur vom Handy aus regeln klingt schlau, bis die App eingestellt wird oder dein Akku leer ist. Physische Tasten funktionieren immer.
- Dosierkapseln — Vorbeladbare Metallkapseln halten die Kammer sauber und sind unterwegs praktisch. Nützlich, aber nicht zwingend. Manche schwören darauf, andere finden sie fummelig.
- Pass-Through-Laden — Während des Ladens verdampfen ist bequem, belastet aber den Akku und kann die Temperaturstabilität beeinträchtigen. Kein Ausschlusskriterium in die eine oder andere Richtung.
Schritt 6 — Ein realistisches Budget setzen
Vaporizer kosten zwischen 20 € und über 500 €. Der Zusammenhang zwischen Preis und Qualität ist nicht linear, aber es gibt eine Untergrenze, unter die du nicht gehen solltest.
Unter 50 €: Fast ausschließlich Konduktions-Pens. Für Ölkartuschen in Ordnung. Für Kräuter liefert diese Preisklasse selten echte Verdampfung — die meisten dieser Geräte verbrennen das Material, und damit verfehlen sie ihren Zweck. Auch die Materialien im Luftpfad sind in diesem Segment bedenklich.
80–150 €: Der Sweetspot für Einsteiger-Portables mit Kräuterkammer. Geräte etablierter Hersteller bieten hier Konduktion oder einfache Hybridheizung, voreingestellte Temperaturstufen und ordentliche Verarbeitungsqualität. Der Xmax V3 Pro und die Flowermate-Reihe siedeln sich hier an.
150–300 €: Mittelklasse-Portables mit Hybridheizung, präziser Temperatursteuerung und besseren Materialien. Crafty+ und Arizer Solo II gehören in diese Kategorie. Hier finden die meisten Alltagsnutzer ihr Langzeitgerät.
300+ €: High-End-Portables (Mighty+, Tinymight 2) und Tischvaporizer (Volcano, Arizer Extreme Q). Wer täglich verdampft und Wert auf Dampfqualität legt, holt die Investition über die Effizienz wieder rein — bessere Extraktion bedeutet weniger Materialverbrauch pro Sitzung. Lanz et al. (2016) zeigten, dass effiziente Vaporizer bis zu 77 % des verfügbaren THC aus Pflanzenmaterial extrahieren, verglichen mit rund 25–50 % bei Verbrennung.
Ein ehrlicher Punkt: Es gibt bisher keine belastbaren Langzeitdaten dazu, ob die in Billigvaporizern verwendeten Materialien — bestimmte Kunststoffe, nicht näher spezifizierte Legierungen — bei Betriebstemperaturen ein Inhalationsrisiko darstellen. Fehlende Belege sind kein Beleg für Unbedenklichkeit. Mehr für ein Gerät auszugeben, dessen Luftpfad aus dokumentiert lebensmittelechten oder medizinisch zugelassenen Materialien besteht, ist eine vernünftige Vorsichtsmaßnahme — auch wenn das konkrete Risiko günstigerer Alternativen bisher kaum untersucht ist.
Schritt 7 — Die erste Sitzung
Du hast dich für ein Gerät entschieden. Und jetzt?
Leerlauf-Durchgang: Lass den Vaporizer einmal bei Maximaltemperatur mit leerer Kammer durchlaufen, bevor du ihn zum ersten Mal richtig benutzt. Dabei werden Produktionsrückstände ausgebrannt — Maschinenöle, Staub, Ausgasungen neuer Kunststoffe. Es wird seltsam riechen. Genau darum geht es.
Mahlgrad: Für Kräutervaporizer funktioniert ein mittelfein gemahlenes Material am besten. Zu grob, und die Heißluft erreicht das Innere der Stücke nicht; zu fein, und das Material packt sich zu dicht, was den Luftstrom drosselt. Ein dedizierter Kräutergrinder, eingestellt auf einen Mahlgrad etwas feiner als Drehtabak, trifft es gut.
Füllgrad: Die Kammer voll befüllen, aber nicht zusammenpressen. Ein leichtes Andrücken — gerade genug, um die Oberfläche zu ebnen — reicht aus. Zu festes Packen drosselt den Luftstrom und führt zu ungleichmäßiger Extraktion. Zu lockeres Befüllen bei einem Konduktionsgerät bedeutet, dass das Material keinen richtigen Kontakt zu den beheizten Wänden hat.
Starttemperatur: Klinische Studien zur Cannabisverdampfung verwendeten üblicherweise Temperaturen zwischen 170 °C und 210 °C (Abrams et al., 2007). Am unteren Ende dieses Bereichs zu starten (etwa 170–180 °C) gibt dir die Möglichkeit, zuerst die Terpene zu schmecken und die Wirkung einzuschätzen, bevor du höher gehst. Du kannst innerhalb einer Sitzung in 5-bis-10-°C-Schritten steigern.
Zugtechnik: Langsame, gleichmäßige Züge. Das hier ist keine Zigarette — heftiges Ziehen kühlt das Heizelement ab und reduziert die Dampfproduktion. Ein sanfter Zug über 10–15 Sekunden gibt der Luft genug Zeit, Wirkstoffe aufzunehmen, während sie durch das Material strömt.
Wann die Füllung fertig ist: Der Dampf wird dünner, der Geschmack wechselt von kräuterig zu geröstet oder leicht popcornartig, und das Material in der Kammer ist gleichmäßig dunkelbraun. Wenn es schwarz ist, war die Temperatur zu hoch.
Reinigung und Pflege
Ein verschmutzter Vaporizer liefert schlechteren Geschmack, schwächeren Dampf und funktioniert irgendwann gar nicht mehr. Wie oft du reinigen musst, hängt von der Nutzung ab, aber ein kurzes Auswischen der Kammer nach jeder zweiten oder dritten Sitzung und eine gründliche Reinigung einmal pro Woche halten die meisten Geräte in Schuss.
Kammer: Verbrauchtes Material ausbürsten, solange das Gerät noch leicht warm ist (nicht heiß) — Rückstände lösen sich dann leichter. Eine kleine Borstenbürste, die den meisten Geräten beiliegt, reicht völlig.
Mundstück und Siebe: In Isopropylalkohol (90 %+) für 15–30 Minuten einlegen, danach mit warmem Wasser abspülen und vollständig trocknen lassen, bevor du alles wieder zusammensetzt. Harzablagerungen im Mundstück sind die häufigste Ursache für eingeschränkten Luftstrom.
Dampfpfad: Bei Geräten mit abnehmbarem Dampfpfad (Glasstiele, Kühleinheiten) funktioniert dasselbe Isopropanol-Bad. Manche Nutzer sammeln das zurückgewonnene Harz — es enthält Wirkstoffe — wobei der Geschmack nicht gerade ein Genuss ist.
Akkukontakte: Bei Geräten mit herausnehmbaren Akkus die Kontakte mit einem trockenen Wattestäbchen abwischen. Verschmutzte Kontakte verursachen schlechte Verbindungen und ungleichmäßige Heizleistung.
Hinweise zur Schadensminimierung
Verdampfung ist nicht risikofrei. Es handelt sich um eine Strategie zur Schadensminderung, nicht zur Schadensbeseitigung.

Van Dam & Earleywine (2010) veröffentlichten im International Journal of Drug Policy eine Studie, in der regelmäßige Cannabisnutzer nach dem Umstieg auf einen Vaporizer innerhalb des ersten Monats deutliche Verbesserungen der Atemwegssymptome berichteten — weniger Husten, weniger Auswurf, weniger Engegefühl in der Brust. Pomahacova et al. (2009) bestätigten in einer separaten Analyse, dass ballongesammelter Dampf aus einem Volcano primär Cannabinoide und Terpene enthielt, bei drastisch reduzierten Werten von Kohlenmonoxid und Teer im Vergleich zu gerauchtem Cannabis.
Dennoch: Das Einatmen von erhitztem Dampf bringt Fremdpartikel in die Lunge. Langzeitstudien speziell zur Kräuterverdampfung sind begrenzt — die meiste vorhandene Forschung deckt Zeiträume von Wochen bis Monaten ab, nicht Jahrzehnte. Der NASEM-Bericht von 2017 stufte die Evidenz dafür, dass Verdampfung schädliche Nebenprodukte reduziert, als „moderat" ein, merkte aber an, dass langfristige Auswirkungen auf die Atemwege unzureichend untersucht bleiben (National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine, 2017).
Praktische Punkte zur Schadensminimierung:
- Bleib unter 220 °C. Benzol, ein bekanntes Karzinogen, wurde im Dampf oberhalb von 230 °C nachgewiesen (Gieringer et al., 2004).
- Reinige dein Gerät regelmäßig. Durch angesammeltes Harz zu inhalieren ist nicht dasselbe wie sauberen Dampf einzuatmen.
- Verwende hochwertiges Ausgangsmaterial. Kräuter, die mit Pestiziden oder synthetischen Zusätzen behandelt wurden, konzentrieren diese Schadstoffe im Dampf.
- Halte fest, welche Temperatur du nutzt und wie viel Material du pro Sitzung verbrauchst, wenn du deine Dosierung steuern willst — das ist Standardempfehlung klinischer Cannabisprogramme (Grotenhermen, 2001).
Quellenverzeichnis
- Abrams, D.I. et al. (2007). Vaporization as a smokeless cannabis delivery system: a pilot study. Clinical Pharmacology & Therapeutics, 82(5), 572–578.
- Gieringer, D., St. Laurent, J., & Goodrich, S. (2004). Cannabis vaporizer combines efficient delivery of THC with effective suppression of pyrolytic compounds. Journal of Cannabis Therapeutics, 4(1), 7–27.
- Grotenhermen, F. (2001). Harm reduction associated with inhalation and oral administration of cannabis and THC. Journal of Cannabis Therapeutics, 1(3-4), 133–152.
- Hazekamp, A. et al. (2006). Evaluation of a vaporizing device (Volcano) for the pulmonary administration of tetrahydrocannabinol. Journal of Pharmaceutical Sciences, 95(6), 1308–1317.
- Lanz, C. et al. (2016). Medicinal cannabis: in vitro validation of vaporizers for the smoke-free inhalation of cannabis. PLoS ONE, 11(1), e0147286.
- McPartland, J.M. & Russo, E.B. (2001). Cannabis and cannabis extracts: greater than the sum of their parts? Journal of Cannabis Therapeutics, 1(3-4), 103–132.
- National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. (2017). The health effects of cannabis and cannabinoids. Washington, DC: The National Academies Press.
- Pomahacova, B. et al. (2009). Cannabis smoke condensate III: the cannabinoid content of vaporised Cannabis sativa. Inhalation Toxicology, 21(13), 1108–1112.
- Van Dam, N.T. & Earleywine, M. (2010). Pulmonary function in cannabis users: support for a clinical trial of the vaporizer. International Journal of Drug Policy, 21(6), 511–513.
Zuletzt aktualisiert: April 2026
Häufig gestellte Fragen
8 FragenWelche Heizmethode ist besser — Konduktion oder Konvektion?
Welche Temperatur sollte ich am Vaporizer einstellen?
Lohnt sich ein Tischvaporizer gegenüber einem Portable?
Wie oft muss ich meinen Vaporizer reinigen?
Sind Vaporizer unter 50 € für Kräuter geeignet?
Was bedeutet »isolierter Luftpfad« bei einem Vaporizer?
Was ist der Unterschied zwischen Konduktions- und Konvektionsvaporizern?
Ist ein Trockenkräuter-Vaporizer besser als ein Konzentrat- oder Öl-Vaporizer?
Über diesen Artikel
Joshua Askew ist Chefredakteur für die Wiki-Inhalte von Azarius. Er ist Managing Director bei Yuqo, einer Content-Agentur, die auf redaktionelle Arbeit in den Bereichen Cannabis, Psychedelika und Ethnobotanik in mehreren
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Joshua Askew geprüft, Managing Director at Yuqo. Redaktionelle Aufsicht durch Adam Parsons.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 24. April 2026
References
- [1]Abrams, D.I. et al. (2007). Vaporization as a smokeless cannabis delivery system: a pilot study. Clinical Pharmacology & Therapeutics, 82(5), 572–578.
- [2]Gieringer, D., St. Laurent, J., & Goodrich, S. (2004). Cannabis vaporizer combines efficient delivery of THC with effective suppression of pyrolytic compounds. Journal of Cannabis Therapeutics, 4(1), 7–27.
- [3]Grotenhermen, F. (2001). Harm reduction associated with inhalation and oral administration of cannabis and THC. Journal of Cannabis Therapeutics, 1(3-4), 133–152.
- [4]Hazekamp, A. et al. (2006). Evaluation of a vaporizing device (Volcano) for the pulmonary administration of tetrahydrocannabinol. Journal of Pharmaceutical Sciences, 95(6), 1308–1317.
- [5]Lanz, C. et al. (2016). Medicinal cannabis: in vitro validation of vaporizers for the smoke-free inhalation of cannabis. PLoS ONE, 11(1), e0147286.
- [6]McPartland, J.M. & Russo, E.B. (2001). Cannabis and cannabis extracts: greater than the sum of their parts? Journal of Cannabis Therapeutics, 1(3-4), 103–132.
- [7]National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. (2017). The health effects of cannabis and cannabinoids. Washington, DC: The National Academies Press.
- [8]Pomahacova, B. et al. (2009). Cannabis smoke condensate III: the cannabinoid content of vaporised Cannabis sativa. Inhalation Toxicology, 21(13), 1108–1112.
- [9]Van Dam, N.T. & Earleywine, M. (2010). Pulmonary function in cannabis users: support for a clinical trial of the vaporizer. International Journal of Drug Policy, 21(6), 511–513.

