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Blauer, weißer und rosa Lotus im Vergleich

Definition
Der Vergleich Blue vs White vs Pink Lotus umfasst zwei getrennte Pflanzenfamilien, drei unterschiedliche Alkaloidprofile und Jahrhunderte unabhängiger Anwendungstraditionen. Blauer und weißer Lotus (Nymphaea) teilen sich Aporphinalkaloide wie Nuciferin und Apomorphin, während rosa Lotus (Nelumbo nucifera) zusätzlich Bisbenzylisoquinolinverbindungen wie Neferin und Liensinin produziert, die in keiner Nymphaea-Art vorkommen (Sharma et al., 2017).
Der Vergleich Blue vs White vs Pink Lotus betrifft zwei vollständig getrennte Pflanzenfamilien, drei unterschiedliche Alkaloidprofile und Jahrhunderte voneinander unabhängiger Anwendungstraditionen. Blauer Lotus (Nymphaea caerulea) ist eine ägyptische Seerose mit Aporphinalkaloiden — vor allem Nuciferin und Apomorphin — die mit milder Sedierung und intensiverem Traumerleben in Verbindung gebracht werden. Weißer Lotus (Nymphaea ampla) ist eine eng verwandte mesoamerikanische Seerose mit einem ähnlichen, aber laut Berichten subtileren Alkaloidprofil. Rosa Lotus (Nelumbo nucifera) gehört dagegen zur Familie der Nelumbonaceae — einer völlig anderen Pflanzenfamilie — und produziert Bisbenzylisoquinolinverbindungen wie Neferin und Liensinin, die in keiner der beiden Nymphaea-Arten vorkommen (Sharma et al., 2017). Wer diese drei Pflanzen unterscheiden kann, hat die Grundlage für jede fundierte Entscheidung.
| Merkmal | Blauer Lotus — Nymphaea caerulea | Weißer Lotus — Nymphaea ampla | Rosa Lotus — Nelumbo nucifera |
|---|---|---|---|
| Familie | Nymphaeaceae | Nymphaeaceae | Nelumbonaceae |
| Gattung | Nymphaea | Nymphaea | Nelumbo |
| Hauptalkaloide | Nuciferin, Apomorphin | Nuciferin, Apomorphin (niedrigere Konzentrationen berichtet) | Nuciferin, Neferin, Liensinin, Nelumbin |
| Alkaloidklasse | Aporphin | Aporphin | Aporphin + Bisbenzylisoquinolin |
| Vermuteter Wirkmechanismus | Partieller Dopaminrezeptor-Agonismus (D1/D2) | Partieller Dopaminrezeptor-Agonismus (kaum erforscht) | Dopaminerge + serotonerge Aktivität vermutet |
| Traditionelle Herkunftsregion | Ägypten, Ostafrika | Mesoamerika (Maya) | Süd- und Ostasien (Ayurveda, Buddhismus) |
| Berichteter Charakter | Milde Sedierung, Traumverstärkung | Milde Sedierung, dezenter als N. caerulea | Beruhigend, meditativ; weniger Sedierung, mehr Klarheit |
| Gängige Zubereitung | Tee, Weinauszug, Rauchen | Tee, Rauchen | Tee, Paste, Samenzubereitungen |
| Forschungslage | Dünn, aber am besten untersucht der drei | Sehr dünn | Moderat — mehr Daten zu isolierten Alkaloiden (Neferin, Liensinin) |
Taxonomie: Warum die Familientrennung entscheidend ist
Die Familientrennung zwischen Blue, White und Pink Lotus bestimmt, welche Alkaloide jede Art überhaupt produzieren kann — und damit, welche Wirkungen und Wechselwirkungsrisiken sie mitbringt. Alle drei als „Lotus" zu bezeichnen ist ungefähr so präzise, wie einen Delfin und einen Hai beide „Fisch" zu nennen, weil sie schwimmen. Nymphaea caerulea (blau) und Nymphaea ampla (weiß) sind tatsächlich nah verwandt — gleiche Gattung, gleiche Familie, und sie teilen das Aporphinalkaloid-Grundgerüst aus Nuciferin und Apomorphin. Nelumbo nucifera (rosa/heiliger Lotus) hat sich von der Nymphaea-Linie vor rund 100 Millionen Jahren abgespalten. Die Pflanze produziert zwar ebenfalls Nuciferin — das ist der gemeinsame Nenner — stellt aber zusätzlich Bisbenzylisoquinolinalkaloide her (Neferin, Liensinin, Isoliensinin), die in keiner Nymphaea-Art vorkommen. Laut einem phytochemischen Übersichtsartikel von Sharma et al. (2017) sind es genau diese Bisbenzylisoquinolinverbindungen, die das eigenständige pharmakologische Profil von Nelumbo nucifera ausmachen — einschließlich einer in vitro beobachteten Calciumkanalblockade und antiarrhythmischen Aktivität.

Die praktische Konsequenz: Eine Wirkung, die für Nymphaea caerulea beschrieben wird, lässt sich nicht auf Nelumbo nucifera übertragen — und umgekehrt. Die Nuciferin-Überschneidung sorgt für eine gewisse Familienähnlichkeit, aber das restliche Alkaloidrepertoire geht in völlig verschiedene Richtungen. Wer Blue Lotus und Pink Lotus nicht auseinanderhalten kann, bestellt mit hoher Wahrscheinlichkeit die falsche Art für den beabsichtigten Zweck.
Alkaloidprofile im Detail
Die Alkaloidprofile von blauem, weißem und rosa Lotus überlappen sich ausschließlich beim Nuciferin. Jenseits dieses gemeinsamen Moleküls verfügt jede Art über ein eigenes chemisches Werkzeugset, das Wirkung und Sicherheitsprofil bestimmt.

Das Nymphaea-Paar: Blau und Weiß
Sowohl Nymphaea caerulea als auch Nymphaea ampla enthalten Aporphinalkaloide, hauptsächlich Nuciferin und Apomorphin. Nuciferin wurde in Rezeptorbindungsstudien als partieller Agonist am Dopamin-D2-Rezeptor charakterisiert, mit zusätzlicher Affinität zu den Serotoninrezeptoren 5-HT2A und 5-HT2C (Farrell et al., 2016). Apomorphin — derselbe Wirkstoff, der klinisch bei Morbus Parkinson eingesetzt wird — wirkt als nicht-selektiver Dopaminagonist. In den Konzentrationen, die in getrockneten Nymphaea caerulea-Blütenblättern vorliegen, liegt der Apomorphingehalt weit unter den therapeutischen Dosen der Neurologie, trägt aber dennoch zum insgesamt dopaminergen Charakter der Pflanze bei.
Nymphaea ampla weist dasselbe Alkaloidmuster auf, allerdings ist die analytische Datenlage erheblich dünner. Die wenigen phytochemischen Arbeiten, die existieren, deuten auf niedrigere Gesamtaporphinkonzentrationen im Vergleich zu N. caerulea hin — was mit Anwenderberichten übereinstimmt, die weißen Lotus als dezenter und sanfter beschreiben. Allerdings trägt der Ausdruck „wenige phytochemische Arbeiten" hier sehr viel Gewicht: Der Vergleich stützt sich auf eine Handvoll Analysen, und die Schwankungen zwischen einzelnen Chargen getrockneter Pflanzenmaterialien können enorm sein.
Nelumbo nucifera: der Außenseiter
Nelumbo nucifera produziert Nuciferin (das gemeinsame Molekül), doch die Signaturverbindungen sind die Bisbenzylisoquinoline: Neferin, Liensinin und Isoliensinin. Diese wurden deutlich intensiver erforscht als die Gesamtpflanzenzubereitungen — hauptsächlich weil die kardiovaskuläre Pharmakologie Interesse daran zeigte. Chen et al. (2013) wiesen nach, dass Neferin L-Typ-Calciumkanäle in isolierten Kardiomyozyten blockiert — ein Mechanismus, der dem pharmazeutischer Calciumkanalblocker wie Verapamil ähnelt. Liensinin zeigte in derselben Studie vergleichbare Aktivität. Das ist pharmakologisch bemerkenswert, bedeutet aber auch, dass Nelumbo nucifera ein kardiovaskuläres Wechselwirkungsprofil mitbringt, das sich von dem der Nymphaea-Arten unterscheidet — neben der gemeinsamen dopaminergen Komponente kommt eine zusätzliche Calciumkanal-Dimension hinzu.
Der Nuciferingehalt in Nelumbo nucifera-Blättern ist tendenziell höher als in den Blütenblättern, weshalb traditionelle ayurvedische Zubereitungen häufig das Blatt statt der Blüte verwenden. Die meisten kommerziell erhältlichen Rosa-Lotus-Produkte, die als „Blütenblätter" verkauft werden, bestehen tatsächlich aus Blütenmaterial — die Nuciferindosis pro Gramm kann daher niedriger ausfallen als in blattbasierten Zubereitungen, die in manchen Forschungsarbeiten verwendet wurden.
Traditionelle und historische Verwendung
Jede der drei Lotusarten hat eine gut dokumentierte Anwendungsgeschichte — aber diese Geschichten sind geographisch und kulturell voneinander getrennt. Sie treffen sich erst im modernen Markt, wo alle drei Arten nebeneinander angeboten werden.

Nymphaea caerulea taucht ausgiebig in der altägyptischen Kunst auf. Grabreliefs in Karnak und Luxor zeigen die Blume in Bankettszenen, und Rückstandsanalysen von Gefäßen aus Grabstätten haben Nymphaea-Alkaloide identifiziert (Emboden, 1989). Die archäologische Evidenz für zeremonielle Nutzung ist belastbar. Weniger klar ist, wie genau die Ägypter die Pflanze zubereiteten und konsumierten. Weinauszug ist die am häufigsten genannte Methode — basierend auf Darstellungen von Blüten, die in Weinkrügen eingelegt sind. Die pharmakokinetischen Unterschiede zwischen Alkoholextraktion, Wasserauszug und direktem Verzehr wären allerdings erheblich — und Dosis-Wirkungs-Daten aus dem Jahr 1300 v. Chr. liegen uns schlicht nicht vor.
Nymphaea ampla hat eine parallele, aber geographisch getrennte Geschichte. Maya-Keramik aus der Klassischen Periode (250–900 n. Chr.) zeigt die weiße Seerose in Kontexten, die Wissenschaftler als rituell oder entheogen interpretieren (McDonald & Stross, 2012). Die Quellenlage ist dünner als beim ägyptischen blauen Lotus, und der interpretatorische Sprung von „auf Keramik abgebildet" zu „als Psychoaktivum verwendet" ist größer, als manche populären Darstellungen einräumen.
Nelumbo nucifera hat die breiteste dokumentierte traditionelle Verwendung — von der ayurvedischen Medizin über die Traditionelle Chinesische Medizin bis zur buddhistischen Kontemplationspraxis. Im Ayurveda werden Blätter, Samen, Rhizome und Blüten der Pflanze eingesetzt, jeweils für unterschiedliche Indikationen. Die Charaka Samhita erwähnt Lotuszubereitungen für Beschwerden, die man heute als Verdauungs- und Herz-Kreislauf-Probleme einordnen würde. In der buddhistischen Ikonographie steht Nelumbo für spirituelle Reinheit — diese symbolische Rolle sollte man aber nicht mit einer pharmakologischen Aussage verwechseln.
Berichtete Wirkungen im Vergleich
Blue, White und Pink Lotus erzeugen laut Anwenderberichten qualitativ unterschiedliche subjektive Wirkungen — eine kontrollierte Humanstudie, die alle drei direkt miteinander verglichen hätte, existiert allerdings nicht.

Nymphaea caerulea (blau): Am häufigsten berichten Anwender von milder Sedierung, einem Gefühl der Ruhe und lebhafteren Träumen, wenn die Blütenblätter als Tee oder Weinauszug vor dem Schlafengehen konsumiert werden. Manche beschreiben eine leichte Stimmungsaufhellung. Der vermutete Mechanismus — partieller Dopaminrezeptor-Agonismus über Nuciferin und Apomorphin — ist mit diesen Berichten vereinbar, obwohl humanpharmakokinetische Daten, die den Mechanismus bei üblichen Konsummengen bestätigen würden, weiterhin begrenzt sind.
Nymphaea ampla (weiß): Anwender beschreiben ein ähnliches, aber milderes Profil als bei N. caerulea — Entspannung ohne starke Sedierung, manchmal als „sauberer" oder „klarer" charakterisiert. Ob das einen tatsächlich niedrigeren Aporphingehalt widerspiegelt, Erwartungseffekte oder Chargenschwankungen — das lässt sich ohne kontrollierten Vergleich nicht sagen.
Nelumbo nucifera (rosa): Anwender tendieren dazu, die Wirkung eher als beruhigend denn als sedierend zu beschreiben, wobei manche eine verbesserte Konzentration bei der Meditation berichten. Das eigenständige Alkaloidprofil — insbesondere die Bisbenzylisoquinolinverbindungen — könnte den qualitativen Unterschied erklären, doch das bleibt spekulativ. In ayurvedischen Traditionen werden Nelumbo-Zubereitungen als „sattvisch" (klarheitsfördernd) beschrieben, was sich grob mit Anwenderberichten deckt, aber keine pharmakologische Kategorie darstellt.
Über alle drei Arten hinweg sind die berichteten Wirkungen mild. Niemand beschreibt diese Pflanzen als stark psychoaktiv in dem Sinne, wie etwa Salvia divinorum oder hoch dosierte Psilocybinpilze es wären. Die Erfahrung liegt näher an einem kräftigen Kamillentee als an einem klassischen Psychoaktivum — wobei die Traumverstärkung, besonders bei Nymphaea caerulea, über das hinausgeht, was man von Kamille erwarten würde.
Pflanzenmaterial versus Extrakte
Getrocknete Blütenblätter und konzentrierte Extrakte liefern grundlegend unterschiedliche Alkaloidmengen pro Gramm — die Verwechslung beider ist der häufigste Dosierfehler. Geschnittene Blütenblätter enthalten die Alkaloide in ihrer natürlichen Konzentration: Einige Gramm als Tee aufgebrüht ergeben eine milde Wirkung. Extrakte (getrocknet, flüssig oder als Harz) konzentrieren die Aporphinalkaloide erheblich. Ein 20-fach-Trockenextrakt enthält theoretisch die zwanzigfache Alkaloidmenge pro Gramm im Vergleich zum Rohblütenmaterial. In der Praxis variieren Konzentrationsverhältnisse je nach Hersteller und Extraktionsmethode, aber das Prinzip bleibt: Extraktdosen sind nicht mit Blütenblattdosen austauschbar.

Die Sicherheitsimplikationen skalieren entsprechend. Die kardiovaskulären und dopaminergen Wechselwirkungsrisiken, die für alle Lotuszubereitungen gelten, gelten bei konzentrierten Extrakten mit größerer Dringlichkeit. Wenn jemand ein blutdrucksenkendes Medikament einnimmt, könnte der Unterschied zwischen 3 g geschnittenen Nymphaea caerulea-Blütenblättern und 0,5 g eines konzentrierten Extrakts der Unterschied zwischen „kaum spürbar" und „klinisch relevanter Blutdruckabfall" sein. Bei jedem Lotusprodukt gilt: prüfen, ob es sich um rohes Pflanzenmaterial oder einen Extrakt handelt — und die Menge entsprechend anpassen.
Blue, White und Pink Lotus im Vergleich zu anderen Traumkräutern
Blue, White und Pink Lotus sind nicht die einzigen Pflanzen, die für Traumverstärkung und Entspannung genutzt werden — ein Blick auf das Umfeld hilft, realistische Erwartungen zu setzen. Calea zacatechichi (Traumkraut) wird häufig im selben Atemzug mit blauem Lotus für luzides Träumen genannt, doch die beiden wirken über völlig verschiedene Mechanismen: Calea enthält Sesquiterpenlactone statt Aporphinalkaloide, und Anwender beschreiben die Traumwirkung typischerweise als lebhafter, begleitet von einem auffallend bitteren Geschmack, den Lotuszubereitungen nicht haben. Beifuß (Artemisia vulgaris) ist ein weiteres verbreitetes Traumkraut, das manche Anwender mit blauem Lotustee kombinieren — die Kombination wird häufig berichtet, formale Interaktionsdaten existieren jedoch nicht. Passionsblume (Passiflora incarnata) überlappt eher mit dem beruhigenden Profil des rosa Lotus, wirkt aber primär über GABAerge Mechanismen statt dopaminerge. Wer eine Entspannungs- oder Traumroutine aufbauen möchte, kann anhand dieser Vergleiche einordnen, ob speziell blauer Lotus das Richtige ist oder ob ergänzende Kräuter sinnvoller wären.

Was wir nicht wissen
Der Vergleich Blue vs White vs Pink Lotus stößt an erhebliche Forschungslücken. Keine randomisierte kontrollierte Studie hat jemals eine dieser drei Arten im direkten Vergleich am Menschen getestet. Das meiste, was wir über die Rezeptoraktivität von Nuciferin wissen, stammt aus In-vitro-Assays und Tiermodellen — nützliche Ausgangspunkte, aber nicht dasselbe wie humanpharmakokinetische Daten bei den Mengen, die Menschen tatsächlich konsumieren. Die analytische Chemie zu Nymphaea ampla ist so dünn, dass jede feste Aussage über ihre relative Potenz im Vergleich zu N. caerulea verfrüht ist. Selbst bei Nelumbo nucifera, wo die isolierten Alkaloide Neferin und Liensinin mehr Aufmerksamkeit erhalten haben, beinhaltet der Sprung von „blockiert Calciumkanäle in isolierten Ratten-Kardiomyozyten" zu „erzeugt Wirkung X bei einer Person, die Lotustee trinkt" Annahmen, die sich nicht verifizieren lassen.

Noch ein Punkt, der offen auf den Tisch gehört: Chargenschwankungen bei getrockneten Pflanzenprodukten sind real und erheblich. Zwei Beutel blauer Lotusblütenblätter aus verschiedenen Ernten können sich im Alkaloidgehalt deutlich unterscheiden. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal von Lotus — es ist die Realität beim Arbeiten mit Pflanzenmaterial statt mit standardisierten pharmazeutischen Präparaten. Fundierte Entscheidungen erfordern, anzuerkennen, wo die Evidenz aufhört und wo natürliche Schwankungen eine präzise Dosierung unmöglich machen.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Alle drei Lotusarten tragen dopaminerge Wechselwirkungsrisiken aufgrund ihres gemeinsamen Aporphinalkaloidgehalts, und Nelumbo nucifera fügt über seine Bisbenzylisoquinolinverbindungen einen zweiten kardiovaskulären Mechanismus hinzu.

Die Aporphinalkaloide in allen drei Arten interagieren mit Dopaminrezeptoren. Das bedeutet: Die Kombination jeder Lotuszubereitung — besonders Nymphaea caerulea, deren Apomorphingehalt am besten charakterisiert ist — mit dopaminergen Medikamenten (Levodopa, Pramipexol, Ropinirol oder therapeutischem Apomorphin selbst) birgt das Risiko einer unberechenbaren Potenzierung. Dopaminrezeptor-aktive Antiemetika wie Metoclopramid und Domperidon könnten ebenfalls interagieren. Es gibt eine theoretische MAO-Hemmer-Bedenken über die Aporphinklasse, die beim Menschen jedoch schlecht charakterisiert ist.
Apomorphinanaloga können den Blutdruck senken. Wer Antihypertensiva einnimmt oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet — insbesondere unkontrollierter Hypertonie oder Hypotonie — sollte diese nicht mit Lotuszubereitungen kombinieren. Speziell bei Nelumbo nucifera kommt die Calciumkanal-blockierende Aktivität von Neferin und Liensinin als zweiter kardiovaskulärer Mechanismus zum dopaminergen Blutdruckeffekt hinzu. Das Wechselwirkungsprofil von Nelumbo mit Calciumkanalblockern (Amlodipin, Diltiazem, Verapamil) wurde am Menschen nicht untersucht, aber die mechanistische Überlappung ist deutlich genug, um Vorsicht zu rechtfertigen.
Die milde Sedierung, die bei allen drei Arten berichtet wird, kombiniert mit der Traumverstärkung, die besonders mit Nymphaea caerulea assoziiert ist, macht Autofahren oder das Bedienen von Maschinen für etwa vier Stunden nach dem Konsum ungeeignet.
Schwangerschaft und Stillzeit: Für keine der drei Arten existieren Sicherheitsdaten. Nicht verwenden.
Welche Art für welchen Zweck
Die richtige Lotusart hängt davon ab, welche Erfahrung du suchst — Sedierung und Träume deuten auf Blau, Subtilität auf Weiß, und ruhige Klarheit auf Rosa. Wenn das Hauptinteresse Traumverstärkung und sanfte Sedierung vor dem Schlafengehen ist, hat Nymphaea caerulea (blauer Lotus) die breiteste Basis an Anwenderberichten und das am besten charakterisierte Alkaloidprofil für diese Anwendung. Wenn das Interesse einer dezentere Variante desselben gilt — etwa für jemanden, dem blauer Lotus zu sedierend war — ist Nymphaea ampla (weißer Lotus) einen Versuch wert, mit dem Vorbehalt, dass die Datenlage dünner ist. Wenn das Interesse eher in Richtung wache Ruhe oder Meditationshilfe geht, ist Nelumbo nucifera (rosa/heiliger Lotus) die Art, die in diesen Begriffen am konsistentesten beschrieben wird — sowohl in traditionellen ayurvedischen Kontexten als auch in zeitgenössischen Anwenderberichten.

Keine dieser drei Arten ist austauschbar. Das gemeinsame Etikett „Lotus" ist eine kommerzielle Vereinfachung, keine pharmakologische Aussage. Zu wissen, mit welcher Art man arbeitet — und welches Alkaloidprofil damit einhergeht — ist die Grundvoraussetzung für eine vernünftige Wahl. Prüfe bei jedem Lotusprodukt den lateinischen Namen, um sicherzustellen, dass du die Art bekommst, die du beabsichtigst. Wer noch keine Erfahrung hat, beginnt am besten mit geschnittenen Blütenblättern statt mit Extrakten.
Quellenverzeichnis
- Chen, S. et al. (2013). Neferine and liensinine block L-type calcium channels in rat ventricular myocytes. European Journal of Pharmacology, 702(1-3), 218–224.
- Emboden, W. (1989). The sacred narcotic lily of the Nile: Nymphaea caerulea. Economic Botany, 43(3), 395–407.
- Farrell, M.S. et al. (2016). In vitro and in vivo characterisation of the alkaloid nuciferine. PLOS ONE, 11(3), e0150602.
- McDonald, J.A. & Stross, B. (2012). Water lily and cosmic serpent: equivalent conduits of the Maya spirit area. Journal of Ethnopharmacology, 148(1), 214–236.
- Sharma, B.R. et al. (2017). Pharmacological properties of Nelumbo nucifera: a complete review. Journal of Pharmacy Research, 11(3), 300–307.
Letzte Aktualisierung: April 2026

Häufig gestellte Fragen
10 FragenWas ist der Hauptunterschied zwischen blauem und rosa Lotus?
Ist weißer Lotus schwächer als blauer Lotus?
Kann man blauen, weißen und rosa Lotus austauschbar verwenden?
Welcher Lotus eignet sich für Traumverstärkung?
Sind Lotusblütenblätter und Lotusextrakte dasselbe?
Welche Medikamente sollte man nicht mit Lotus kombinieren?
Kann man rosa Lotus genauso rauchen wie blauen Lotus?
Ist blauer oder rosa Lotus besser für Meditation geeignet?
Sind Blauer, Weißer und Rosa Lotus legal erhältlich?
Welcher Lotus entfaltet als Tee das intensivste Aroma?
Über diesen Artikel
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Zuletzt geprüft am 24. April 2026
References
- [1]Chen, S. et al. (2013). Neferine and liensinine block L-type calcium channels in rat ventricular myocytes. European Journal of Pharmacology , 702(1-3), 218–224.
- [2]Emboden, W. (1989). The sacred narcotic lily of the Nile: Nymphaea caerulea . Economic Botany , 43(3), 395–407.
- [3]Farrell, M.S. et al. (2016). In vitro and in vivo characterisation of the alkaloid nuciferine. PLOS ONE , 11(3), e0150602.
- [4]McDonald, J.A. & Stross, B. (2012). Water lily and cosmic serpent: equivalent conduits of the Maya spirit area. Journal of Ethnopharmacology , 148(1), 214–236. DOI: 10.2993/0278-0771-32.1.74
- [5]Sharma, B.R. et al. (2017). Pharmacological properties of Nelumbo nucifera : a complete review. Journal of Pharmacy Research , 11(3), 300–307.
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