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Was ist CBG (Cannabigerol)?

Definition
Cannabigerol (CBG) ist ein nicht-berauschendes Cannabinoid aus Cannabis sativa und der biosynthetische Vorläufer von THC, CBD und CBC — Cannabigerolsäure (CBGA) wird während der Pflanzenreifung durch spezifische Enzyme in THCA, CBDA und CBCA umgewandelt (Degenhardt et al., 2017). Die meisten reifen Cannabisblüten enthalten weniger als 1 % CBG, weil CBGA bereits konvertiert wurde.
Dieser Artikel richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren. Die beschriebenen Wirkungen und Dosierungsbereiche beziehen sich auf die Physiologie Erwachsener — CBG ist nicht für Personen unter 18 Jahren geeignet.
Wichtigste Fakten
- Cannabigerol (CBG) ist ein nicht-berauschendes Cannabinoid aus Cannabis sativa. Es erzeugt keinen Rausch wie THC.
- CBG ist biosynthetisch der Vorläufer von THC, CBD und CBC — das Enzym Cannabigerolsäure (CBGA) wird während der Pflanzenreifung durch spezifische Synthasen in THCA, CBDA und CBCA umgewandelt (Degenhardt et al., 2017).
- Reife Cannabisblüten enthalten in der Regel weniger als 1 % CBG bezogen auf das Trockengewicht, weil CBGA zu diesem Zeitpunkt bereits in andere Cannabinoide konvertiert wurde (De Meijer & Hammond, 2005).
- CBG bindet an beide Endocannabinoidrezeptoren CB1 und CB2, allerdings mit geringerer Affinität als THC — der Ki-Wert am CB1-Rezeptor liegt je nach Assay bei etwa 337–900 nM (Cascio et al., 2010).
- Eine randomisierte kontrollierte Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass eine Einzeldosis von 20 mg CBG die Zustandsangst-Scores um 21 % gegenüber Placebo senkte, ohne eine Berauschung hervorzurufen (Kayser et al., 2023).
- CBG ist als Isolatöl, Breitspektrumtinktur, in Kapselform und als speziell gezüchtete CBG-reiche Hanfblüte erhältlich.
- Langzeit-Sicherheitsdaten beim Menschen fehlen weitgehend — der Großteil der Evidenz stammt aus präklinischen Studien (Tier- und Zellmodelle). In den bisher veröffentlichten Humanstudien wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, wobei die Gesamtzahl der Teilnehmenden über alle Studien hinweg gering bleibt.
Kommerzielle Offenlegung
Azarius vertreibt CBG-Produkte und hat ein kommerzielles Interesse an diesem Thema. Unser redaktioneller Prozess beinhaltet eine unabhängige pharmakologische Prüfung, um kommerzielle Verzerrungen zu minimieren.
Kontraindikationen
CBG teilt sich Stoffwechselwege mit CBD — beide werden in der Leber über Cytochrom-P450-Enzyme (vor allem CYP3A4 und CYP2C9) abgebaut (Nasrin et al., 2021). Damit kann CBG theoretisch mit jedem Medikament interferieren, das über dieselben Enzyme verstoffwechselt wird — und diese Liste ist lang.
Besondere Personengruppen und Kombinationen, die du kennen solltest:
- Schwangerschaft und Stillzeit: Für CBG existieren keinerlei Humandaten zur Sicherheit in Schwangerschaft oder Stillzeit. Endocannabinoidsignale spielen eine Rolle in der Embryonalentwicklung (Fride, 2008), weshalb eine Exposition in diesen Phasen ein unbekanntes Risiko birgt.
- Blutdruckmedikamente: CBG kann den Blutdruck möglicherweise senken — in Nagetiermodellen wurde eine vasodilatorische Wirkung beobachtet (Ho et al., 2017). Die Kombination mit Antihypertensiva könnte den Blutdruck zu stark abfallen lassen.
- Benzodiazepine und Sedativa: CBG zeigt in präklinischen Studien GABAerge Aktivität (Banerjee et al., 2022). In Kombination mit ZNS-Dämpfern kann sich die sedierende Wirkung verstärken.
- Antikoagulanzien (Warfarin, Heparin): Eine CYP2C9-Hemmung könnte den Warfarin-Abbau verlangsamen und das Blutungsrisiko erhöhen — dieselbe Problematik, die für CBD dokumentiert ist (Grayson et al., 2018).
- SSRI und Antidepressiva: CBG interagiert mit Serotoninrezeptoren (konkret am 5-HT1A, wo es als Antagonist wirkt — Cascio et al., 2010). Theoretische serotonerge Wechselwirkungen bestehen, auch wenn bislang keine Fallberichte veröffentlicht wurden.
- Autofahren und Maschinenführung: CBG ist zwar nicht berauschend, doch bei Dosierungen über 50 mg berichten manche Anwender von Schläfrigkeit. Behandle es wie jedes leicht sedierende Nahrungsergänzungsmittel, bis du weißt, wie es auf dich wirkt.
Geschichte und Herkunft
CBG wurde 1964 von Yechiel Gaoni und Raphael Mechoulam an der Hebräischen Universität Jerusalem isoliert — dasselbe Labor, dasselbe Jahr, in dem sie auch THC identifizierten (Gaoni & Mechoulam, 1964). Während THC anschließend zur meistuntersuchten Pflanzensubstanz des 20. Jahrhunderts aufstieg, verschwand CBG für Jahrzehnte in der Versenkung. Es kam in reifen Blüten in so geringen Mengen vor, dass die Forschung es als biochemische Durchgangsstation betrachtete — nicht als Ziel.

Das änderte sich um 2015, als Hanfzüchter in Oregon und Italien begannen, Sorten gezielt auf hohen CBGA-Gehalt zu selektieren. Die Pflanzen wurden früh geerntet, bevor die Säureform in THCA oder CBDA umgewandelt werden konnte. Bis 2020 waren sogenannte „Typ-IV"-Cannabischemotypen mit 10–15 % CBG und weniger als 0,3 % THC kommerziell verfügbar (Fournier et al., 2021). Die Forschung folgte dem Angebot: Zwischen 2018 und 2024 verdreifachten sich die PubMed-Einträge zu „cannabigerol".
Das erste CBG-Öl in unserem Sortiment stand monatelang unberührt im Regal — niemand konnte etwas damit anfangen. Das war 2019. Heute verkauft es sich besser als mehrere unserer CBD-Linien, hauptsächlich an Leute, die CBD als zu subtil empfanden und nach einer Alternative suchten.
Chemie und Wirkstoffe
CBG gehört zur Familie der Terpenophenole — ein Phenolring, verknüpft mit einer Terpenkette. Diese Grundarchitektur teilen sich sämtliche Phytocannabinoide. Die Summenformel lautet C21H32O2, das Molekulargewicht beträgt 316,48 g/mol.

Der Biosyntheseweg beginnt mit Olivetolsäure und Geranylpyrophosphat, die ein Enzym namens Geranylpyrophosphat:Olivetolat-Geranyltransferase zu CBGA fusioniert. Von dort aus wandeln drei verschiedene Synthaseenzyme CBGA in THCA, CBDA oder CBCA um. Was an CBGA übrig bleibt, decarboxyliert (verliert eine CO2-Gruppe) durch Hitze oder Alterung zu CBG (Fellermeier & Zenk, 1998).
Die Rezeptorpharmakologie von CBG ist bemerkenswert breit gefächert. Die folgende Tabelle fasst den aktuellen Publikationsstand zusammen — wobei Rezeptorbindungsdaten für Cannabinoide notorisch uneinheitlich zwischen Laboren ausfallen. Unterschiedliche Assaybedingungen, unterschiedliche Zelllinien, unterschiedliche Ergebnisse. Die Ki-Werte sind als Näherung zu verstehen, nicht als definitive Größen.
| Ziel | Aktivität | Ungefährer Ki / EC50 | Quelle |
|---|---|---|---|
| CB1-Rezeptor | Partialagonist | Ki ~337–900 nM | Cascio et al., 2010 |
| CB2-Rezeptor | Partialagonist | Ki ~150–600 nM | Cascio et al., 2010 |
| 5-HT1A (Serotonin) | Antagonist | Ki ~52 nM | Cascio et al., 2010 |
| TRPV1 (Vanilloid) | Agonist | EC50 ~10 µM | De Petrocellis et al., 2011 |
| TRPM8 (Kälte/Menthol) | Antagonist | IC50 ~0,16 µM | De Petrocellis et al., 2011 |
| Alpha-2-Adrenozeptor | Agonist | Nicht gut quantifiziert | Cascio et al., 2010 |
| PPARgamma | Agonist | EC50 nicht publiziert | Granja et al., 2012 |
Besonders aufschlussreich ist der 5-HT1A-Antagonismus: CBD wirkt am selben Rezeptor als Agonist, was bedeutet, dass CBG und CBD dort gegenläufige Effekte haben könnten. Was das in der Praxis bedeutet, wenn du beide zusammen einnimmst, ist nach wie vor eine offene Frage.
Wirkungsübersicht
CBG erzeugt keine Berauschung. Anwenderberichte und frühe klinische Daten beschreiben die Wirkung als dezent beruhigend, wobei einige Personen von verbesserter Konzentration berichten — wobei „verbesserte Konzentration" in Selbsteinschätzungsdaten bekanntlich schwer vom Placeboeffekt abzugrenzen ist.

Der bislang belastbarste Befund stammt aus der Studie von Kayser et al. (2023) an der Washington State University: Teilnehmende, die 20 mg reines CBG erhielten, berichteten über reduzierte Angst auf dem State-Trait Anxiety Inventory (STAI), ohne kognitive Beeinträchtigung oder Sedierung bei dieser Dosis. Eine separate Befragung von 127 selbstselektierten CBG-Anwendern ergab, dass 51,2 % es gegen Angst einsetzten, 40,9 % gegen chronische Schmerzen, und 73,9 % angaben, CBG wirke besser als konventionelle Behandlungen für ihre Beschwerden — wobei der Selektionsbias diese letzte Zahl wenig verlässlich macht (Russo et al., 2022).
Präklinische Studien beobachteten entzündungshemmende Effekte in einem Mausmodell für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Borrelli et al., 2013) und antibakterielle Aktivität gegen methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA) in Konzentrationen, die topisch erreichbar wären (Appendino et al., 2008). Ob sich diese Ergebnisse auf die orale Einnahme beim Menschen übertragen lassen, ist unbekannt.
| Methode | Wirkungseintritt | Höhepunkt | Dauer | Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Sublingualöl | 15–30 Min. | 1–2 Stunden | 4–6 Stunden | Gängigste Methode; 60 Sekunden unter der Zunge halten |
| Kapsel / oral | 45–90 Min. | 2–3 Stunden | 6–8 Stunden | Langsamerer Eintritt durch First-Pass-Metabolismus |
| Vaporisiert (Blüte/Extrakt) | 2–5 Min. | 15–30 Min. | 1–3 Stunden | Schnellster Eintritt; kürzeste Wirkdauer |
| Topisch | 15–45 Min. (lokal) | 1–2 Stunden | 3–5 Stunden | Nur lokale Wirkung; gelangt nicht nennenswert in den systemischen Kreislauf |
Dosierungsübersicht
Humandaten zur CBG-Dosierung sind begrenzt. Die folgenden Bereiche wurden aus der kleinen Zahl veröffentlichter klinischer Studien und der Selbstauskunftsbefragung von Russo et al. (2022) zusammengestellt. Es handelt sich um beobachtete Bereiche, nicht um Empfehlungen.
| Stufe | Dosis (oral/sublingual) | Kontext |
|---|---|---|
| Schwelle | 2,5–5 mg | Minimaler wahrnehmbarer Effekt bei den meisten Personen |
| Leicht | 5–15 mg | Leichte beruhigende Wirkung berichtet; in der Kayser-Studie wurden 20 mg verwendet |
| Mittel | 15–50 mg | Am häufigsten genannter Bereich in der Befragung von Russo et al. |
| Stark | 50–100 mg | Oberes Ende der Selbstauskunftsdaten; Schläfrigkeit wahrscheinlicher |
| Hoch | 100+ mg | Dosierungen über 100 mg wurden in veröffentlichten klinischen Studien nicht systematisch untersucht |
Unabhängige Laboranalysen (Certificate of Analysis, COA) sind bei CBG-Produkten unverzichtbar. Der Cannabinoidmarkt hat ein dokumentiertes Genauigkeitsproblem — eine Analyse kommerziell erhältlicher CBD-Produkte ergab, dass 26 % weniger Cannabinoid enthielten als deklariert (Bonn-Miller et al., 2017, mit ähnlichen Befunden für CBG-Produkte in späteren Markterhebungen). Wenn ein Produkt kein aktuelles, unabhängiges COA veröffentlicht, ist Skepsis gegenüber dem Etikett angebracht.
Zubereitungsmethoden
Sublingualöl: Die unkomplizierteste Methode. Gib die gewünschte Tropfenzahl unter die Zunge, halte sie dort 60 Sekunden und schlucke dann. CBG-Öle sind typischerweise in Konzentrationen zwischen 5 % und 20 % (50–200 mg/ml) erhältlich. Schüttle die Flasche vor jeder Anwendung — Cannabinoide können sich absetzen.
Kapseln: Vordosierte Mengen in Weichgel- oder Hartkapseln. Langsamerer Wirkungseintritt als sublingual, weil das Öl zuerst den Verdauungstrakt passiert. Praktisch, wenn dir der Geschmack von Hanfextrakt nicht zusagt — der kann grasig und leicht bitter ausfallen.
Vaporisation: CBG-reiche Hanfblüten (typischerweise 10–15 % CBG) lassen sich bei 180–200 Grad Celsius vaporisieren. Das ergibt den schnellsten Wirkungseintritt bei kürzester Dauer. Trockenkräutervaporizer funktionieren; Verbrennung (Rauchen) ebenfalls, führt aber zu Verbrennungsnebenprodukten.
Topische Anwendung: CBG-haltige Balsame und Cremes werden bei lokalen Beschwerden eingesetzt. Das Cannabinoid interagiert mit CB2-Rezeptoren im Hautgewebe (Toth et al., 2019), gelangt aber durch intakte Haut nicht in nennenswertem Umfang in den systemischen Kreislauf.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Die ehrliche Zusammenfassung: CBG scheint in den begrenzten Humandaten gut verträglich zu sein — aber „begrenzt" trägt in diesem Satz eine Menge Gewicht. Die Studie von Kayser et al. (2023) berichtete bei 20 mg keine schwerwiegenden Nebenwirkungen. Die Befragung von Russo et al. (2022) ergab, dass 44 % der Befragten keinerlei Nebenwirkungen angaben, während die häufigsten Beschwerden Mundtrockenheit, Schläfrigkeit und gesteigerter Appetit waren.
Das präklinische Sicherheitsprofil ist etwas vollständiger. Eine 90-Tage-Studie mit wiederholter oraler Gabe bei Ratten fand keine unerwünschten Wirkungen bei Dosierungen bis zu 100 mg/kg/Tag (Rock et al., 2022) — allerdings ist der Stoffwechsel von Ratten nicht der von Menschen, und 90 Tage sind kein Leben.
Das Wechselwirkungsrisiko ist real und deckt sich mit dem von CBD. Beide Substanzen hemmen Cytochrom-P450-Enzyme, können also den Abbau anderer Medikamente verlangsamen und deren Konzentration im Blut effektiv erhöhen. Die folgende Tabelle erfasst die klinisch relevantesten Interaktionen.
| Arzneimittelklasse | Beispiele | Interaktionsmechanismus | Risikostufe |
|---|---|---|---|
| Antikoagulanzien | Warfarin, Acenocoumarol | CYP2C9-Hemmung; verstärkte gerinnungshemmende Wirkung | Hoch |
| Benzodiazepine | Diazepam, Alprazolam | CYP3A4-Hemmung + additive Sedierung | Hoch |
| SSRI | Fluoxetin, Sertralin | CYP2D6/3A4-Hemmung; 5-HT1A-Antagonismus | Mittel |
| Antihypertensiva | Amlodipin, Lisinopril | Additive Blutdrucksenkung | Mittel |
| Antiepileptika | Clobazam, Valproat | CYP3A4/2C19-Hemmung | Mittel |
| Statine | Atorvastatin, Simvastatin | CYP3A4-Hemmung; erhöhte Statinspiegel | Niedrig bis mittel |
| Immunsuppressiva | Tacrolimus, Ciclosporin | CYP3A4-Hemmung; erhöhte Wirkstoffspiegel | Mittel |
Eine praktische Faustregel: Wenn dein Medikament einen Grapefruithinweis trägt, interagiert CBG wahrscheinlich über denselben CYP3A4-Stoffwechselweg damit. Falls du verschreibungspflichtige Medikamente einnimmst, besprich die Cannabinoideinnahme mit deinem Arzt oder deiner Ärztin — besonders bei Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite wie Warfarin oder Tacrolimus.
Der Entourage-Effekt und CBG
Der „Entourage-Effekt" ist die Hypothese, dass Cannabinoide, Terpene und andere Cannabisinhaltsstoffe zusammen anders wirken als einzeln. Mechoulam und Ben-Shabat stellten sie 1998 auf, und sie bleibt umstritten — manche Forschende halten sie für gut belegt, andere sehen darin eher eine Marketingerzählung ohne ausreichende Datengrundlage.
Wo CBG in dieses Bild passt, ist tatsächlich spannend. Weil CBG und CBD am 5-HT1A-Rezeptor gegenläufig wirken (Antagonist vs. Agonist), könnte ein Vollspektrumextrakt mit beiden Substanzen ein anderes Wirkprofil erzeugen als jede Einzelsubstanz für sich. Eine In-vitro-Studie aus dem Jahr 2022 fand, dass Kombinationen von CBG und CBD in einem Neuroinflammationsmodell stärkere entzündungshemmende Aktivität zeigten als jedes Cannabinoid allein (Mammana et al., 2022) — wobei In-vitro-Ergebnisse sich bekanntlich häufig nicht in lebenden Organismen reproduzieren lassen.
Die praktische Schlussfolgerung: Wenn du CBG-Isolat verwendest und die Wirkung als zu schwach empfindest, könnte ein Breitspektrumprodukt mit CBG neben anderen Cannabinoiden und Terpenen einen spürbareren Effekt erzielen. Oder auch nicht — Humanstudien, die Isolat mit Vollspektrum-CBG vergleichen, gibt es schlicht noch nicht.
Notfallinformationen
In der veröffentlichten Fachliteratur wurde CBG nicht mit tödlichen Überdosierungen in Verbindung gebracht. Falls jemand nach der Einnahme eines CBG-Produkts starken Schwindel, Ohnmacht oder eine allergische Reaktion erleidet:
- Deutschland: Giftnotruf — 030 19240
- Österreich: Vergiftungsinformationszentrale — 01 406 43 43
- Schweiz: Tox Info Suisse — 145
- Niederlande: Nationaal Vergiftigingen Informatie Centrum (NVIC) — 030 274 8888
- Allgemeiner EU-Notruf: 112
Teile dem medizinischen Personal genau mit, was eingenommen wurde, in welcher Dosis und wann. Bringe nach Möglichkeit die Produktverpackung mit.
Quellenverzeichnis
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Zuletzt aktualisiert: April 2026
Häufig gestellte Fragen
10 FragenWas ist der Unterschied zwischen CBG und CBD?
Macht CBG high?
Wie dosiert man CBG?
Hat CBG Nebenwirkungen?
Kann man CBG zusammen mit Medikamenten nehmen?
Warum enthält Cannabisblüte so wenig CBG?
Kann man CBG zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen?
Welche Dosierung wird für CBG empfohlen?
Ist CBG bei einem Drogentest nachweisbar?
Worin unterscheiden sich CBG und CBGA?
Über diesen Artikel
Joshua Askew ist Chefredakteur für die Wiki-Inhalte von Azarius. Er ist Managing Director bei Yuqo, einer Content-Agentur, die auf redaktionelle Arbeit in den Bereichen Cannabis, Psychedelika und Ethnobotanik in mehreren
Dieser Wiki-Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Joshua Askew geprüft, Managing Director at Yuqo. Redaktionelle Aufsicht durch Adam Parsons.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.
Zuletzt geprüft am 19. April 2026
References
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