Wilder Lattich (Lactuca virosa) ist ein blattreiches Korbblütlergewächs, das in der europäischen Volksheilkunde seit Jahrhunderten als getrocknetes Kraut für Tee, Tinkturen oder Räuchermischungen verwendet wird. Gelegentlich begegnet dir auch der Beiname Giftlattich oder Opiumlattich. Bei Azarius kannst du wilden Lattich seit 1999 in zwei Varianten kaufen: als geschnittenes Trockenkraut oder als Saatgut zum Selbstanbauen.
Inhalt folgt in Kürze.
Wilder Lattich (Lactuca virosa) ist ein blattreiches Korbblütlergewächs, das in der europäischen Volksheilkunde seit Jahrhunderten als getrocknetes Kraut für Tee, Tinkturen oder Räuchermischungen verwendet wird. Gelegentlich begegnet dir auch der Beiname Giftlattich oder Opiumlattich. Bei Azarius kannst du wilden Lattich seit 1999 in zwei Varianten kaufen: als geschnittenes Trockenkraut oder als Saatgut zum Selbstanbauen.
Bei Azarius findest du Lactuca virosa in genau zwei Varianten, und die richten sich an völlig unterschiedliche Leute. Willst du die Pflanze heute Abend ausprobieren, bestellst du das getrocknete, geschnittene Kraut. Willst du sie selbst im Garten ziehen, bestellst du Samen und wartest eine Saison. Mehr Entscheidung gibt es nicht — aber die meisten merken erst auf der Kategorieseite, dass beide Optionen existieren.
Das geschnittene Kraut ist die sofort einsatzbereite Version: getrocknete oberirdische Pflanzenteile, fein zerkleinert, einfach zu dosieren. Genau das brauchst du für einen Teeaufguss, eine selbst angesetzte Tinktur oder als Zutat für eine Kräutermischung. Samen dagegen sind Gärtnersache. Lactuca virosa ist zweijährig — die Pflanze blüht erst im zweiten Jahr, und genau dann enthält der milchige Pflanzensaft (das historisch berühmte »Lactucarium«) die höchste Konzentration. Eigenanbau ist Geduldsarbeit, dafür hast du am Ende frisches Material und volle Kontrolle über die Ernte.
| Format | Geeignet für | Einsatzbereit |
|---|---|---|
| Geschnittenes Trockenkraut | Tee, Tinkturen, Räuchermischungen — alle, die die Pflanze zum ersten Mal kaufen | Sofort |
| Samen | Hobbygärtner, Permakultur-Beete, wer frisches Lactucarium aus der zweijährigen Pflanze gewinnen will | 12–24 Monate bis zur Ernte |
Ehrlich gesagt: Wenn du unschlüssig bist, bestell erst das geschnittene Kraut. Probier es aus, schau ob dir die Pflanze zusagt, und entscheide danach, ob du einer bis zu 2 Meter hohen, distelartigen Zweijährigen wirklich ein Beet opfern willst. Wir haben schon oft erlebt, dass Kunden Samen spontan mitbestellen und sie dann im Schrank vergessen — wilder Lattich ist stämmig, riecht kräftig und gehört nicht zu den pflegeleichten Gartenbewohnern.
Wilder Lattich steht im Regal neben anderen milden europäischen Beruhigungskräutern — Baldrian, Passionsblume, Hopfen, Beifuß. Während Baldrian einen penetranten Geruch (Schweißsocken im Schrank, um ehrlich zu bleiben) und eine lange Forschungsgeschichte mit EMA-Monografie und klinischen Studien seit Jahrzehnten hat, ist wilder Lattich trockener, bitterer und wissenschaftlich kaum untersucht. Eine Übersichtsarbeit im Journal of Ethnopharmacology aus dem Jahr 2006 (Wesołowska et al.) erwähnte zwar die traditionelle Verwendung, wies aber ausdrücklich auf das Fehlen kontrollierter Humanstudien hin — geschätzt neunzig Prozent dessen, was online über die Pflanze geschrieben wird, stützt sich auf Kräuterbücher aus dem 19. Jahrhundert statt auf Peer-Review-Forschung.
Das solltest du wissen, bevor du kaufst. Willst du ein gut erforschtes Kraut, greif zu Baldrian oder Passionsblume — da ist die Datenlage solider. Willst du eine Pflanze mit tiefer europäischer Tradition ausprobieren und selbst herausfinden, wie sie bei dir wirkt, ist wilder Lattich eine ehrliche Wahl. Unsere zwei Produkte — Lactuca virosa Samen und die 80g-Packung geschnittenes Kraut — decken beide Anwendungsfälle ohne Überschneidung ab.
Fang mit dem geschnittenen Kraut an, wenn du die Pflanze noch nie verwendet hast. Das ist das Format mit der geringsten Verpflichtung — du kannst heute Abend eine Tasse Tee aufbrühen und dir selbst ein Urteil bilden. Samen lohnen sich nur, wenn du ohnehin ein erfahrener Gärtner mit Platz für eine hoch wachsende Zweijährige bist und gezielt im zweiten Jahr Lactucarium ernten willst.
Für Räuchermischungen lässt sich das geschnittene Kraut gut mit Damiana, Königskerze oder Beifuß als neutrale Basis kombinieren. Als Tee pur ist es ziemlich bitter — die meisten mischen es mit Kamille oder geben Honig dazu. Im Zweifel: das geschnittene Kraut bestellen, nicht die Samen.
Lactuca virosa ist der wilde, bittere Verwandte des Gartensalats (Lactuca sativa). Er wird bis zu 2 Meter hoch, sondert beim Anschneiden einen milchweißen Saft ab und wurde in der europäischen Kräutertradition genutzt, nicht in der Küche. Gartensalat wurde über Jahrhunderte auf Milde gezüchtet — Bitterkeit und Milchsaft sind herausgezüchtet.
Drei gängige Zubereitungen: Teeaufguss (in heißem, nicht kochendem Wasser ziehen lassen), Tinktur (Alkoholauszug über 2–4 Wochen) oder als Bestandteil einer Räuchermischung. Tee ist der einfachste Einstieg. Der Geschmack ist deutlich bitter, deshalb mischen ihn die meisten mit Kamille, Zitronenmelisse oder Honig. Traditionelle Dosierungsangaben bewegen sich bei 1–2 g Trockenkraut pro Tasse — kontrollierte klinische Daten zur Dosierung beim Menschen gibt es für Lactuca virosa nicht.
Nein. Der Spitzname »Opiumlattich« bezieht sich auf die optische Ähnlichkeit des milchigen Pflanzensafts mit dem Saft des Schlafmohns — nicht auf eine chemische Verwandtschaft. Wilder Lattich enthält Lactucin und Lactucopicrin, beides Sesquiterpenlactone, aber keine Opioid-Alkaloide. Die berichteten Effekte sind mild und mit Mohn-Wirkstoffen nicht vergleichbar.
Ja, aber wisse, worauf du dich einlässt. Die Pflanze ist zweijährig: Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette, im zweiten blüht sie und erreicht 1,5–2 Meter Höhe. Sie bevorzugt durchlässigen Boden und volle Sonne, sät sich aggressiv selbst aus und das Lactucarium ist kurz vor der Blüte am konzentriertesten. Empfehlenswert nur für Gärtner mit Platz.
Dieser Leitfaden richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren.
Zuletzt aktualisiert: April 2026


Diese Kategoriebeschreibung wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Adam Parsons geprüft, Senior Writer & Reviewer. Redaktionelle Aufsicht durch Joshua Askew.
Medizinischer Hinweis. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere vor der Verwendung einer Substanz eine qualifizierte Fachperson im Gesundheitswesen.